bestimmte Feministinnen sind gegen das Selbstbestimmungsgesetz

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Carol Rose
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bestimmte Feministinnen sind gegen das Selbstbestimmungsgesetz

Beitrag von Carol Rose » 14 Feb 2021, 21:53

Das gebetsmühlenartig von Meinungsgegnern vorgebrachte "Gegenargument", was Mithu Melanie Sanyal in ihrem kurzen Beitrag auch erwähnt - die Person - vorher juristisch männlich, könnte dann nach Änderung in "Frauenräume" eindringen und dort Frauen übergriffig entgegentreten oder sogar vergewaltigen und deshalb könne und dürfe es so ein Selbstbestimmungsgesetz nicht geben ist völlig absurd.
Prävention von Kriminalität als eigenes Thema wird mit einem völlig anderen Thema verbunden, nämlich, dem Thema, dass ein Genital dein Geschlechtswissen nicht definiert. Diese Verquickung ist nicht machbar.
Wenn diesem Argument nachgegeben würde, wäre es auch möglich, Menschen mit bestimmten Aussehen am Eingang einer Diskothek abzuweisen, denn das Aussehen wird ja herangezogen, für den Anfangsverdacht der Gefahr für Frauenräume: Der Mensch hat einen Penis, also leiten wird davon ab, dass dadurch eine Gefahr für die Frauen ausgeht.
Stehen dann demnächst feministische Wachposten an den Eingängen von umzäunten Stadtparks, die "Männer" nicht mehr hineinlassen? Gefahr im Verzug!
Die Argumentationsversuche erinnern mich stark an den Ehe-fuer-alle-Diskurs - als auch eine Gefahr für die Ehe als Institution heraufbeschworen wurde. Dabei wurde diese aufgewertet, weil mehr Menschen diese leben wollen.
Genauso wird Frausein aufgewertet, wenn denn Menschen anerkannt werden, die sagen, sie sind eine.
Aber es geht wie bei der Ehe-fuer-Alle um Grabenkämpfe, die Ehe soll nur für "mich" gelten, nicht für "den". Nicht für "jeden". Sonst ist "meine" Ehe ja weniger Wert (für mich) Darum geht es hier auch wieder:
Salopp wird gedacht: Wenn jeder Frau sein kann, ist mein Frausein - ich bin ja eine echte Frau - nicht mehr so viel wert, Frausein wird inflationär.
Dies ist die eigentliche Angst, die diese "echten" (SIC!) Frauen haben.
Sie fühlen sich in ihrer Definition dann aufgelöst.
Vielleicht sollten sich diese Frauen die Frage stellen, ob sie ihre Definition in den nächsten Mülleimer geben und diese ersetzen durch Gefühl und Liebe für andere Menschen, die nur nach außen zeigen wollen, wer sie wirklich sind.
Interessant bei diesem Argument auch:
Sollen dann mit Vagina geborene Menschen, die sich auf "männlich" umschreiben wollen, das Selbstbestimmungsgesetz nutzen dürfen? Von ihnen geht ja keine Gefahr aus....



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