Im Trans*diskurs gibt es keine biologischen Bezüge

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Im Trans*diskurs gibt es keine biologischen Bezüge

Beitrag von Freeyourgender » 13 Jul 2019, 06:22

identität im Kontext des Trans-Diskurses ist das liebste Kind der Sexologen, die uns unser biologisches Geschlecht, das unabhängig des Genitals besteht, absprechen wollen.

Die Sexologen wirken hier als Erfüllungsgehilfe patriarchaler Machtstrukturen, die binäre dualgeschlechtliche Definitionen, die streng nach Genitalien abgegrenzt werden müssen, benötigen, um Machtverhältnisse zu legitimieren.

Als ich vor 3 Jahren die Leiterin einer der führenden Spitzenverbände Deutschlands fragte, auf welches Geschlecht denn angeglichen wird, im Falle der Nutzung des Wortes Geschlechtsangleichung, bekam ich leider alles andere als Antwort, außer die einzig richtige: Auf das pränatal neurobiologisch angelegte, und damit biologische richtige Geschlecht, das unabhängig des Genitals ist.

Als Antworten kam Ausweichendes und Undifferenziertes, und die Antworten klangen nach Identität, Wunsch, Psyche, pathologische Probleme, nahe an Krankheit, nahe an psychischem Problem, Falschem, und der Fokus muss doch auf dem Bemühen liegen, das Falsche in das "richtige" (Genital)Geschlecht zu integrieren. Es war nichts anderes gemeint, als alles zu tun, damit Trans* sich juristisch, psychisch und soziokulturell in das dualgeschlechtliche binäre Geschlechter(Gential)Konstrukt assimilieren. Natürlch würde das als Hilfe für denjenigen Menschen gesehen.

Überhaupt war diese Frage an die Verbände für meine Recherche das Mittel der Wahl, um das eigentliche Denken über Trans* jeweils offenzulegen:

"Auf welches Geschlecht beziehst Du dich, wenn Du Geschlechtsangleichung sagst? An welches Geschlecht gleichst du denn an?"

Denn dann kam in den meisten Fällen keine Antwort mehr, oder es wurde über "Identität" geredet. Solange das nicht schwarz auf weiß definiert ist, dass es eben nicht um Wunsch und damit Identität geht, sondern um Anlagen des Gehirns, die uns in unsere Selbstfindung führen, um physische Gegebenheiten, die uns zu unserem Gefühl führen, und damit biologische Gegebenheiten die Ursache sind, steht die Frage im Raum, was denn die politische Agenda eines Verbandes, Vereines ist, der für Trans* einsteht. Identität kann nur auf einer soziokulturellen Basis erwachsen, auf kognitiver Ebene und wir sind dann immer, egal wie wir es drehen, auf der Geschlechterrolle und nicht auf der körperlich-biologischen Ebene. Dann müssen wir über Geschlechter bei Simone de Beauvoir nachlesen und können die Silbe sex in Transsexuell streichen. Aber das ist ja bereits auch schon geschehen.

Im Trans*diskurs gibt es keine biologischen Bezüge. Das wird bewusst ausgeblendet, daher werden Ergebnisse von Hirnforschungs-Studien gemieden, Wissen über das Thema spielt in politischen Entscheidungsprozessen keine Rolle.

Denn:
Biologische Bezüge würden die jetzigen politischen, diskriminierenden und menschenrechtsverletzenden Entscheidungen für Trans*Personen unhaltbar machen, was an der differenzierten Behandlung der Intersexuellen zu Trans* deutlich sichtbar wird. Als Trans* definierte Personen nutzen mittlerweile durch Umwege und offene Grauzonen die für Intersexuellen erkämpften Rechte der selbstbestimmten Personenstandsänderung.

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