Das Patriarchat sehen, verstehen, um es auszulöschen

Das Patriarchat sehen, verstehen, um es auszulöschen

Postby Freeyourgender » Friday 8. December 2017, 12:59

Gedanken im Delirium einer unterdrückten weiblichen Seele...

...wie ein Krebsgeschwür, es setzt sich immer weiter fort, nährt sich durch sich selbst,
es gibt immer genügend opportune Krebszellen, die das Weiterwachstum befürworten,
die Spass daran haben, gesundes Gewebe, freidenkendes Gewebe, weiblich fühlendes,
zu vernichten, und die überlegene weibliche Sexualität zu zerstören.

Nein - nicht Spass, sondern sich daran ergötzen, wie diese überlegene weibliche Anziehungskraft in Schmutz und Staub getreten wird,
begleitet durch die Onanie mit Hardcore-Pornos, in denen Frauen ausgepeitscht werden,
nebenbei läuft ein alter Al Bundy Film, auf dem Tisch liegen Fotos aus dem 19Jhd.,
Frauen eingeschnürt in ihrem Korsett sind zu sehen, Berichte von ständigen Ohnmachtsanfällen zu lesen,
aufgrund der Tatsache, dass sie vom Patriarchat erstickt werden, der Penis ist dann besonders stramm und hart,
fühlt sich gut an, wenn die Reitgerte auf wunderschöne Brüste klatscht, und Striemen hinterlässt.
In einer anderen Szene drückt ein Bärtiger seine Zigarette auf dem sehr großen Warzenvorhof ihrer großen Brust aus,
die Frau zeigt ein schmerzverzerrtes Gesicht, welche Wonne.

Nur gut, dass es diese Männerherrschaft gibt, die alle Werte verdreht. Esfühlt sich gut an, einen Penis zu haben,
und Teil dieses Machtgefüges zu sein, der für die Vulva und Vagina Namen vergibt wie Fotze, Pussy oder Loch.

Da kommt mir ein Bild in die Hände, ein Hochzeitsfoto, der Mann ist feminin, wie erbärmlich er in die Kamera schaut,
sein Anzug steht ihm nicht, er wirkt viel zu soft, er sollte diesen Anzug nicht entwürdigen mit seiner Gestalt,
wie er seine Frau im Arm hält, geht gar nicht, eigentlich hat sie ihn im Arm, nicht er.
Sie dominiert ihn, das zeigt ihre Mimik, ihr Sebstbewusstsein, trotz ihrer Unterdrückung,
die Teil der Frauenrolle und ein immanenter Teil dieser ist, ihre Stärke, die trotzdem sichtbar bleibt,
und erstaunlicherweise selbst in diesem patriachalem ideologischem Brautkleid nicht zu übersehen ist.
Jas sie führt ihn, nicht nur zum Traualtar, sondern auch durchs Leben.

Er lässt sich führen, gerne, er fühlt sich zwanghaft in die Männerrolle gepresst, von ihr überrollt,
sucht Geborgenheit bei ihr, vielleicht hatte er keinen Vater, der ihn gehirngewaschen hat, konnte freidenkend bleiben,
vielleicht hatte er eine Mutter, die modern war, oder wurde von seiner Tante erzogen,
Frauen, die das Fehlen eines Familienoberhauptes nutzen konnten,
für eine freie Erziehung, ohne patriarchale Einflüsse.

Die Frau sollte es ihm danken, aber warum danken, sie sollte sich einfach daran erfreuen,
sie hätte ihn sicher auch so geliebt, auch ohne Anzug, ohne Heirat, und ohne diese Männerrolle die er spielen muss,
aber sie muss konform sein, sonst bekommt sie Probleme, das würde ihn kompromittieren, es würde noch mehr auffallen, dass er kein Mann ist.

Viele Männer, mit Blümchen im Revers, in den Zügen, die im Spätsommer 1914 an die Westfront fuhren, waren auch keine Männer,
sie taten alles um nicht erkannt zu werden, vielleicht waren ihre Todesschreie etwas jammervoller und lauter,
als die der "richtigen" Männer, zeigten ihre wahre weiche Identität, als es dann nicht mehr darauf ankam. Wenn sie am Ende waren.

Sie hätten befreit werden müssen, nicht in den Zug steigen, nicht Testosteronen von Offizieren folgend,
ungehorsam sein, aber selbst dafür waren sie schon zu schwach, zu weiblich, sie gehorchten.

Ihre starken Frauen, wie diese Braut, hätten sie retten müssen, ich rufe alle Frauen auf, auf dieser Welt, ihren weiblichen Mann,
der kein Mann ist, zu retten, hinfort aus Kriegen, dort wartet der Tod, hinfort aus Manageretagen, aufhören Dinge zu tun,
die andere unterdrücken, um dabei selbst zu zerbrechen, ihre Seele kaputtzuspielen, zu verraten,
bis ihr Körper einen Herzinfarkt bekommt, und damit sagt, das ist nicht human, was Du hier mit mir machst.

Frauen, nehmt eure weiblichen Männer an die Hand, führt sie hinfort, aus diesem Horrorszenario.

Der Junge im Hintergrund, er hat schon zuviel erfahren vom Patriarchat, er ist sehr wahrscheinlich verloren, für immer.

Vielleicht sein Vater, sein Lehrer, sein Dorfpfarrer, sein Bruder oder Gleichaltrige Freunde, oder alle zusammen,
seine Peer-Group, sie war patriarchal und vermittelten ihm, dass er hart, stark und dominant sein soll.

Er steht breitbeinig wie ein Offizier im Schützengraben, soll ihn eine Frau dafür lieben? Sicher nur, wenn sie Masochistin ist.
Masochistin zu werden ist evt. ein weiblicher Schutzreflex, eine Bewältigungsstrategie,
um solche empathielosen Männer, wie der Junge einmal einer werden wird, lieben zu können.

Ein echter Kotzbrocken wird er werden, der nicht einmal fähig ist, seine Gefühle auszudrücken, geschweige denn,
die Haut einer Frau sinnlich zu streicheln. Er wird sich dadurch definieren, wie stark er die virtuelle Peitsche,
auf die Brüste der Frau knallen lässt, besonders hart, dann fühlt er sich besonders männlich und stark.
Vielleicht wird sein Penis dann auch besonders steif. Dazu muss er auch die Beine gespreizt halten, breitbeinig stehen.

Wir wissen alle, dass die Frauen stärker sind. Sie sind es, die die Männer aus dem Patriarchat befreien können.

Fangt an.

Jeder Schrei wird aber unhörbar sein, Männer im Patriarchat können nicht mehr um Hilfe schreien.

Sie können nicht einmal mehr weinen.

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Hochzeit 1920


verwendet für Kap. 1.2.74
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