1.2.49 Befehle zum Glück

1.2.49 Befehle zum Glück

Postby JasminRheinhessen » Thursday 23. February 2017, 19:42

Dass Genitalien das Geschlecht nicht alleinig beschreiben, wiederhole ich so oft, dass es fast unerträglich wird.
Genauso unerträglich, wie die Ignoranz die uns umgibt, die Ignoranz, die so tut, als wäre dies nicht so.

Es wird versucht, etwas unsichtbares mit Genitalien zu erklären.
Dies muß scheitern.
Die genitale Welt, die nur die Formeln Vagina=Frau, Penis=Mann kennt,
kann keine Gehirngeschlechter sichtbar und erklärbar machen.

Dein Gehirngeschlecht ist dein eigentliches Geschlecht, dem Du Dich immer zugehörig fühlst indem Du sagst:
"Ich bin eine Frau", "Ich bin ein Mann". "Ich bin Zwischen".

Dieses Wissen um Dein Geschlecht ist immer unabhängig Deiner Genitalien.

Wenn Du eine CIS-Frau oder CIS-Mann bist, bestimmt nicht Dein Genital, Dein Denken und Fühlen, sondern Dein Gehirngeschlecht.

Wenn z.B. eine CIS-Frau sagt: "Ich bin eine Frau", ist das für sie nur deshalb selbstverständlich,
weil Ihr Gehirngeschlecht mit Ihrem Genital übereinstimmt



Barton scrollte an seinem Computer, las Dokumente, die aus den Medienstellen der Selbstbestimmungskampagne kamen,
und nun bereits stündlich ins Internet gestreut wurden.
Sie dominierten mittlerweile die Kommunikationslandschaft, ja - Stan hatte es gestern richtig angekündigt.
Die Kampagne ist nicht mehr aufzuhalten.

Es war 7 Uhr Morgens. Chloe war noch nicht im Büro. Vielleicht ist sie noch in der Stadt, und besorgt den weißen Pullover.
Schön. Sehr schön. Aber auch wiederum nicht. Was soll ich mit ihr machen?
Meine Autorität weiter über ihre Weiblichkeit schütten? Das wäre lächerlich, nachdem was gestern passiert ist.
Nach den Anrufen von ihr.

Sie weiß längst, dass er schwächer war wie sie.
Jetzt das Spiel des Machos weiterzuspielen wäre lächerlich. Peinlich.
Würde ihrem Wissen über ihn nicht gerecht werden. Wäre Heuchelei.

Sie wird den Pullover anhaben. Er kann nicht mehr so verfahren wie bisher.
Er muss sich öffnen. Ihr seine Weiblichkeit zeigen. Sagen, dass er verdrängt.
Nicht das ist, was er vorspielt zu sein.

Barton suchte in den digitalen Dokumenten, hier schien eine Frau ihre Gefühle auszudrücken,
evt. war dieser Brief einmal der Inhalt einer Email:


Liebe Tanja,

möchte Dir nur sagen, dass ich bei Dir bin
und Dich wissen lassen,
dass diese hirnlosen Genitalfaschisten
kein Ahnung haben von Menschen,
für solche Menschen ist es sinnlos
über Gefühle zu reden,
die sehen nur Vulva und Penis.

Im Forum wurdest Du u.a. auch mit "es" angesprochen
obwohl Du die PÄ hast,
es ist klar:
Egal, wenn jemand anders denkt, darf er keine Frau mehr sein,
da siehst Du genau,
wie weit das Denken dieser Leute reicht.

Denk immer daran, dass Du alles für Dich machst
und für die, die heute schon sehen, dass Du eine Frau bist

Ich küsse Deine weibliche Seele

Jasminka



Sie stützen sich gegenseitig. Sie verstehen sich.

Und ich?

Stehe zwischen ihnen.

Obwohl ich genauso spüre wie sie.

Nur meine Verdrängung hält mich davon ab, Schmerz zu empfinden.

Wie sollen sie das aushalten? Wie überleben sie das?
Sie müssen ungeheure Kräfte haben. Überlebenskräfte.

Wie denkt Chloe über diese Menschen?

Ist sie vielleicht selbst der Meinung, dass sie ein Mann ist?

Nein. Das kann ich mir nicht vorstellen.
Aber warum nicht. Sie braucht den Job. Sie könnte sich verstellen.

Warum sagt sir mir, dass sie mit Marleen fickt?

Auf jeden Fall ist sie freier wie ich. Sie kann es aussprechen.
Braunstein würde sich vorher in ein anderes Land absetzen,
bevor er nur eine Silbe zugeben würde, was er mit seinem Butler tut.

Chloe ist stärker. Viel stärker als er und Braunstein zusammen.

Müde. Ich muss schlafen. Die Nacht war keine richtige Nacht für mich.

Aber diese Müdigkeit ist angenehmer, als die Zerrissenheit zu spüren.
Sie benebelt angenehm. Lässt mich weniger denken.

Warum sollte er eigentlich denken. Ja sicher, zum Verdrängen.

Warum lässt er es einfach nicht zu, dass er so ist, wie er ist.

Chloe empfängt, und dann schaut was passiert?

So müde, so zerrissen, so orientierungslos. Er könnte sogar seine Strumpfhose anziehen.

Ihr sagen, dass ihm alles egal ist. Dass er kein Mann ist, sondern... Ja was?

Auf jeden Fall könnte er ihr das Feld überlassen. Nichts mehr wollen, manipulieren. Bestimmen.

Barton hörte die Tür zum Vorzimmer.

Das war sie. 7:16 Uhr. Ein paar Minuten später, wie verabredet, sie hat noch den Pullover besorgt. Sicher.

Barton saß am Schreibtisch, ein Elend. Unrasiert. Durchnächtigt. Müde. Kleine Augen. Im Bademantel.

Nicht wissend, was seine Zukunft ihm bringen würde, da er sich gestern entschlossen hat,
diese nicht mehr bestimmen zu wollen.
Das Schiff dem Wind zu überlassen. Das Steuer aus der Hand gebend.

Plötzlich öffnete sich die Tür. Das erstemal in seiner Karriere als Leiter dieser Abteilung betrat eine Person sein Büro,
ohne Voranmeldung. Kein Anklopfen. Nichts.

Barton schaute auf. Seine Hände stützten sich auf seinem Schreibtisch ab,
obwohl er schon saß, hatte er das Verlangen, seinen Oberkörper auch noch abzustützen.

Es war Chloe. Sie hatte einen weißen engen Pullover an. Ihre Titten sahen atemberaubend unter diesem engangliegenden Stoff aus.
Wirkten noch größer als wenn sie nackt wäre.

Der Pullover endete oberhalb ihrer Taille.

Ihr weibliches Becken, ihre runden Schenkel. Eine Frau. Eine Rassefrau.

Sie hatte nur diesen Pullover an, sonst nichts, und zwischen ihren Schenkeln einen schwarzen Umschnalldildo,
es sah atemberaubend aus. Dieses Bild, am frühen Morgen.

Barton sagte nichts. Er hatte gestern am Telefon schon seine Autorität verloren.

Was sollte er schon noch sagen. Wofür sollte er kämpfen?

Sein Blick verzehrte sich nach ihrem Körper. Seine Gedanken schalteten in die Richtung, dass er sich für
Sekunden wünschte, so auszusehen wie Chloe.
Dann wieder realisierte er, dass hier ein Mann am Schreibtisch sitzt.
Dieser Mann war er. Diese Erkenntnis störte seine Illusion. Lies sie zerplatzen wie eine Seifenblase.
Dann kam die Illusion wieder zurück. Er war wieder sie.
Ständig schaltete seine Gedankenwelt zwischen diesen Selbstbildern hin und her.
Dazu sein Blick, der Chloe anschaute, als wäre sie eine Göttin.

"Machst Du Dir Gedanken? Ob Du ein Mann bist? Oder ich eine Frau?

Barton schwieg.

Chloe stand noch immer in der offenen Tür.

Jetzt trat sie ganz herein. Es war ein geiler Anblick, wie sie mit dem Strapon lief.

Sie schloss die Tür hinter sich. Verriegelte sie.

Dann drehte sie sich wieder zu ihm, stand nun 2m entfernt von seinem Schreibtisch an der Sitzgruppe
in der Mitte des Zimmers.

"Leg Dich ins Bett. Du bist müde. Ich komme nach."

Barton schwieg, ihre Worte schwirrten ihm im Kopf herum, ihr Klang. Ihr Timbre
Den Sinn ihrer Worte konnte er fast nicht mehr erfassen."

"Na komm. Ab ins Bett mit Dir!"

Chloe ging zum Fenster, schloss die Jalousien, um das beginnende Morgenlicht auszusperren."

"Ich werde Dir nun zeigen, was Du bist. Und Du wußtest es, dass ich es von Anfang an wußte.
Es hat keinen Zweck gehabt, es zu verbergen. Lass Dich fallen. Lerne es, Dein Mädchen in Dir freizulassen.
Sie schreit sonst, und Du willst Dir doch das nicht anhören? Nur Lustschreie sind erlaubt."

Chloe kam vom Fenster zurück zu ihm. Wieder dieser erregende Anblick, wie sie mit dem Strapon lief.
Es sah göttlich aus. Wirkte vollendet. Als ob der Strapon sie vollkommen machte. Sie stellte sich vor ihm.
Hob ihren Pullover, dass ihre Brüste heraussprangen, befreit von der Enge des Stoffes, und ihre volle Größe entfalten konnten.
Dann zog sie den Pullover über ihren Kopf, warf ihn auf den Tisch der Sitzgruppe, in der Mitte des Büros.

"Na was ist, hast du das Ficken verlernt? Willst du ficken oder Whisky saufen?
Ich möchte heute das Mädchen ficken, das in Dir ist.
Oder möchtest Du Charles Bukowski Konkurrenz machen und zu Saufen anfangen?"

Dann hob sie ihre Brüste, drückte sie hoch in ihr Gesicht, saugte abwechselnd an ihren Brustwarzen.

"Oder soll ich alles selbst machen heute?"

Barton erstarrte förmlich, es war so, als ob nur noch seine Hülle im Raum saß,
er selbst war woanders, auf einem anderen Planeten.

"Du wirst jetzt aufstehen, und zum Bett laufen, und Dich reinlegen. Hast Du das verstanden?"

Chloe umschloss jetzt mit einer Hand ihren Dildo und machte Wixbewegungen, als wäre es ihr Schwanz,
mit der anderen Hand zeigte sie Richtung Bett. Ihren Zeigefinger dabei gestreckt.

"Ich zähle jetzt bis 10..... 1....2....3....4...."

Barton stand auf, war wie hypnotisiert, ging zum Bett, legte sich hinein.
Dass er noch seinen Bademantel anhatte, und als Chef von Chloe somit eine lächerliche Figur vor ihr machte,
interessierte ihn nicht mehr. Das Büro war abgedunkelt. Es drang nur wenig Licht in seine Schlafecke.

Chloe kam nun hinterher, Sie hatte den Whisky in der Hand, und ein Glas.

"Ich hab hier den Whisky für Dich, ich stell ihn hier ab.
Du kannst Dich ja jetzt entscheiden, ob Du Alkoholiker werden willst,
oder lieber zugeben möchtest, dass Du Dich von einer Rassefrau wie mich gerne durchficken lässt."

Barton spürte, wie Chloe ihm ihre Brüste ins Gesicht drückte, seine Augen hielt er geschlossen,
als ob er vor etwas Angst hätte.

Dann war es nur noch schön. Nur noch schön.
Barton entschied sich gegen den Alkohol.
Chloe war nun seine Göttin. Er war nun abhängig von ihr.
Sollte sie ihn verlassen, würde seine Welt, der klägliche Rest den er noch lebenswert fand, untergehen.
Sich auflösen. Er war ein Junkie, der die Droge Chloe ab jetzt zum Leben benötigte.


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"A Summer Rose"
1902
John William Godward
Bildlizenz: Public Domain


weiter mit Kap. 1.2.50
http://www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=555&t=1246



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eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
http://www.freeyourgender.de

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