1.2.24 Differenzfeministische Liebe

1.2.24 Differenzfeministische Liebe

Postby JasminRheinhessen » Friday 3. February 2017, 21:11

"Was machst Du denn, Anne?"

Mirabell hatte das Gefühl, Anne vernachlässigt zu haben.
Sie war über eine halbe Stunde im Flur mit Marleen zusammengesessen,
und wollte nur kurz Törtchen holen, desshalb fing sie schon zu sprechen an,
bevor die Zimmertür so weit offen war, dass sie Anne sehen konnte.

Anne ging es gut, sie hatte sich noch einen Tee neben ihr Bett gestellt und laß.

Mirabell konnte von weitem den Buchtitel erkennen:

"Novelle oder Analyse"

Darunter war noch ein Untertitel, den Mirabell aber nicht ganz erkennen konnte,
"Was liest Du denn schönes Anne?", wurde Mirabell neugierig.

Anne weiß, dass Mirabell immer in Erfahrung bringen wollte, was sie laß:
"Es ist ein interessantes Buch über den Feminismus Anfang des 21 Jhd."

"Novelle oder Anaylse"
Untertitel: "Vielleicht auch ein Liebesbrief, oder doch eine Streitschrift?"

"Transfeminismus heute."

Mirabell viel gleich das Wort Trans auf, dass ihr bestätigte, dass es ein älteres Buch war.
"Oh ja - das waren noch Zeiten, als das Wort "Trans" noch verwendet wurde.
Es geht sicher darum, dass Frauen, die sich gegen das Patriarchat stellten,
eine andere Definition von Frau hatten, in geschlechtlicher Hinsicht, als wir heute oder?"

Anne wurde dann etwas melancholischer:
"Ja, das muß eine schwere Zeit gewesen sein, wenn ich bedenke, dass es heute schon schlimm genug ist,
aber was diese Menschen damals ertragen mussten. Kein Wunder, dass so viele verzweifelten.
Ich lese gerne diese Bücher, die diese Geschichte dokumentieren.
Ich ertappe mich dabei, dass ich das mache um mich in meiner Gegenwart wohlfühlen zu können,
das ist schon bedenklich Mirabell."

Mirabell wußte was Anne meinte, ja klar, kompensierte sie damit ihre jetzige Situation,
es ist immer tröstlich, wenn man Verhältnisse findet, die noch schlechter sind als die eigenen.
Das macht die eigene Situation erträglicher, die als beklemmend empfunden wird.
Besonders feministische Reflektionen trösteten auch Mirabell oft über Mißstände des Genitalismus.

"Anne, Du machst alles richtig, ich bin sicher, dass Du auch noch andere Dinge aus dem Buch für Dich gewinnst,
ganz neben Deiner Kompensation Deiner Lage.", wurde Mirabell sehr direkt.

Anne wurde wieder mutiger, ihre Stimme klang wieder gefestigter:
"Ja, das Buch ist auch sonst sehr gehaltvoll, manchmal etwas steif geschrieben,
aber ich verstehe die Autorin, denke es wurde von einer, wie sie damals sagten, Transfrau geschrieben.
Ja und was ich so rauslese, und das finde ich an dieser Geschichte hier spannend...."
Anne drehte das Buch und hielt die Stelle Mirabell direkt hin, "...hier scheint eine Liebeserklärung
versteckt zu sein, ich glaube, die Transfrau die hier schreibt, hat sich in eine Feministin unglücklich verliebt.
Die Feministin sieht sie aber als Mann".

Mirabell war sichtlich überrascht:
Mit "Oh - ist das süß", versuchte Mirabell die Tragödie abzuschwächen,
formte bei "süß" einen wunderschönen Kußmund mit ihren Lippen,
nicht das Anne wieder traurige Gefühle bekommt,
sie hatte ja erst heute morgen getestet, ob sie noch weinen kann, mit Erfolg.

Mirabell versuchte abzulenken:
"Magst Du ein Eierlikör-Törtchen?", dabei grinste Mirabell frech, weil sie die Antwort natürlich schon kannte.

"Du Miststück!, gib her." Anne grinste über beide Backen.
"Aber nur, wenn Du diesen Abschnitt liest, möchte wissen, ob Du das auch so fühlst, mit dem Verliebtsein."

Anne und Mirabell tauschten ihre Waren, Eierlikör-Törtchen und aufgeschlagenes Buch wechselten die Besitzerinnen.

"Ja klar, bin gespannt.", Mirabell hatte das Buch noch nicht in der Hand, als Anne schon das erste große Stück
in ihrem Mund verschwinden lies und der Versuch "lecker" mit vollem Mund auszusprechen, musste natürlich scheitern.

Sie schmatzte und genoss sichtlich. Als ihr Mund wieder etwas freier wurde, sagte sie eifrig und es war ihr absolut wichtig:
"Ja, es ist etwas umständlich geschrieben, aber ich hab es, meine ich zumindest, verstanden, es hat viel philosophisches,
ich liebe diese Autorin, sie hat in dieser Zeit viel verfasst, sie war sicher bezaubernd."
Und schon führte sie das nächste Stück des Törtchens zu ihrem Kussmund, der Tag war in diesem Moment gerettet.

"Du wirst jetzt in Ruhe weiteressen, verschluck Dich nicht..." Mirabell grinste.
"Ich schau mir das jetzt an, ist ja spannend...."

Mirabell wußte, wenn Anne sie bat, etwas zu lesen, war das keine Kür sondern Pflicht,
es gehörte für sie zu ihrer Freundschaft, dass sie das, was sie las auch kannte.
Wenn Mirabell das verneinte, könnte sie tausend Törtchen mitbringen, das würde sie ihr nicht verzeihen.
Anne war eben ein ganz spezieller Fall, und so lieb.

Während Anne genau aufpasste, ob Mirabell nun endlich mit lesen anfing,
gönnte sie sich einen Schluck Tee zwischendurch. Dass sie ihr Bett vollkrümelte, störte sie nicht weiter.

Mirabell blieb neben ihr seitlich am Bett sitzen, sie mochte die Nähe von Anne,
sie hatte sie in ihr Herz geschlossen. Sie stützte ihre Füße unten auf einen kleinen Hocker ab,
machte es sich bequem, das angenehme Sättigungsgefühl des Törtchens, dass sie vorhin bei Marleen im Flur gegessen hatte,
verschaffte ihr eine wunderbar angenehme Stimmung, um mit Anne jetzt einfach so im Bett zusammenzusein.
Es war sehr ruhig, wie immer Mittags, wenig Geräusche im Trakt, keine Türen die auf- und zugingen.

Mirabell hatte ihre linke Hand auf der Decke, berührte Annes Knie, die ihre Beine angewinkelt hatte durch die
Decke hindurch, spielte mit ihren Fingern auf ihrem Knie, als ob sie ein Kätzchen graulte.
Mit der rechten Hand hielt sie das Buch, damit es ihr nicht von den Schenkeln rutschte,
die sie zusammendrückte, wie ein kleines Mädchen.

"Liest Du?" fragte Anne neugierig.

"Ja klar", antwortete Mirabell, während sie Annes Knie weitergraulte:


Was passiert einer Differenzfeministin,
wenn Sie zwischen Frau und Trans mit dem Auto ins Schleudern kommt?

Nimmt Sie das Schleudern noch wahr, oder ist ihr so schwindelig,
dass Sie wie berauscht nur noch alles verzerrt wahrnimmt?
Nur noch reagiert? Aber nicht mehr agiert?

Wo Sie doch sonst so sicher auf den Straßen der Weiblichkeit fährt und alles im Griff hat?

Kommt Sie vielleicht desshalb ins Schleudern,
weil ihre eigene Frau-Definition für ihre Selbstwahrnehmung benötigt wird,
und zwangsweise verwendet werden will, obwohl Sie Logik-Lücken enthält?

Vielleicht ist es so zu erklären, daß Sie trotzdem immer an der "Rue de la féminité" parkt,
obwohl Sie ab und zu Knöllchen bekommt, aber das in Kauf nimmt...?

Sie sagt dann zur Politesse: Ich hätte schwanger werden können! Ich darf da parken!

Diese Autofahrerin ist aber keine Feministin "von der Stange", Sie ist etwas Besonderes.

Und gerade desshalb braucht es einer besonderen "Transbeobachtung", ihr Auto wieder auf Kurs zu bringen.

Was würde mich eine Gleichheitsfeministin kümmern, die mit einer Transsexuellen kollidiert,
eine Transsexuelle, die F64.0 als zwangspathologisierend empfindet?

Was würde mich eine Queerfeministin kümmern, die sich streitet, mit einer Transfrau, darüber,
ob letztere sich die untere Rippe rausschneiden soll ?

Was würde mich eine Schwarzistin kümmern, die einer Transfrau die Minirocklänge vorschreiben möchte und sagt,
halbe Oberschenkellänge wäre bereits reaktionär?

Mich würde das recht wenig kümmern.

Vielleicht weil ich in einer völlig anderen Diskurs-Filter-Bubble hänge.

Ja - unsere Autofahrerin ist Klasse!

Sie ist Differenzfeministin.

Das kannte ich noch nicht.

Überhaupt war ich absolut dumm.

Ich kannte nur Alice Schwarzer.

Die meisten Menschen sind dumm was Feminismus angeht.

Warum sollte es mir also anders gegangen sein.

Die meisten Menschen glauben, Feminismus würde nur Frauen angehen.

Zurück zu unserer Autofahrerin, nein Sie weiß mehr, Sie macht nichts anderes,
als sich um ihre Parkmöglichkeiten zu kümmern.

Am besten ohne Knöllchen. Und ohne Rechtfertigungen, nur manchmal... dann müssen sie aber bemüht werden.

Zugegeben. Etwas gleichheitsfeministische Attitüden hat Sie schon,
aber Sie weiß natürlich nicht, was ich weiß. Ha!

Das ist natürlich kein Gleichheitsfeminismus, wenn Sie eher Hosen trägt, und Motorradfahren mag.

Natürlich ist das ihr Yang-Anteil im Gehirn, ihre pränatale Prägung verschiedener Gehirnaspekte, die,
graduell, eine männlichere Gewichtung bekommen haben. Das ist auch bei Alice Schwarzer so.

Sie glaubt sie wäre 100% Frau. Aber das macht ja nichts.

Nicht weitersagen, wir sind ja unter uns hier.

Hast Du das nun ironisch aufgefasst, was ich eben schrieb? Untersteh Dich!

Jetzt schreibt unsere Motorradfahrerin, ähem Autofahrerin einen Artikel über eine Transfrau,
bzw. indirekt über eine Transfrau.
Weil Sie ja eigentlich die Reaktion der Autorin reflektiert, die über diese Transfrau schreibt.

Während Sie in ihre Parklücke einparkt, wo sie gerne parkt, weil sie ja schwanger werden kann,
stimmt sie der Autorin zu, dass es doof ist, wenn eine Transfrau, in diesem Fall ging es um Caitlyn Jenner,
nein nicht doof, eher reaktionär, wenn diese Transfrau sich über weibliche Klischees wie Nagellack,
kurze Röcke und Heels inszeniert.
Also sich Stereotypen bedient, die in einen James Bond Film der 60iger Jahre passen würden.
Wenn Caitlyn vollbusiger wäre, könnte man auch die 50iger Jahre heranziehen.

Zugleich ist sie aber Differenzfeminstin, der sich ja dadurch definiert,
und vom Gleichheitsfeminismus dadurch unterscheidet, indem er sagt:
Eine Frau soll einen pinkfarbenen Rock anziehen wenn sie möchte, zieht sie nur desshalb eine Hose an,
weil sie damit Sexismus ausweichen, oder dem Patriarchat begegnen möchte, ist das kein selbstbestimmtes Handeln,
nicht im Sinne der Freiheit des Begehrens, dass ohne Einschränkung gelebt werden soll und darf.

Im Differenzfeminismus hat es keine politische Wertung mehr, wenn eine Frau im pinkfarbenen Minirock mit Geschäftsleuten,
Männern wie Frauen, Verträge unterzeichnet, außer, diejenige, dass alle wissen, dass sie heute Abend Lust hatte,
lieber einen pinkfarbenen Minirock anzuziehen, anstatt einer Hose. Einer nichtpinkfarbenen Hose versteht sich.

Alle Gedanken, die aus politischem Druck erwachsen, haben eine andere Intention als mein freier Wille,
den ich in einer Gesellschaft hätte, die dieses politische Handeln nicht notwendig machen würden,
also damit schon wieder ein unfreies Handeln impliziert ist, weil eine andere,
in diesem Fall politische Intention, mitgewirkt hätte, meine freie selbstbestimmte Entscheidung,
nach meiner freien Entscheidung im Sinne von Freiheit, Begehren, wie es der Differenzfeminismus versteht,
insoweit ich ihn für mich interpretiere, möglich machen würde.

Der Differenzfeminismus erlaubt desshalb Klischees,
weil Klischees ja durch den Differenzfeminismus bereits neutralisiert sind,
in der Form, dass sie keine Funktion mehr für Geschlechterrollen, erst recht nicht für Geschlechter haben.

Klischees sind also wirkungsneutralisiert in Bezug auf Geschlechter(rollen)bildung,
Klischees sind neutralisiert, Klischees wohlgemerkt, nicht Geschlechter.

Klischees als definitionsgebende Elemente, unbedingt als Teil eines Herrschaftssystems,
eines Unterdrückungssystems, ein Herrschaftssystem, dass die Frankfurter Schule mit der kritischen Theorie skizzierte,
daher müssen Klischees als stützende Instrumente dieses Herrschaftssystems gesehen werden.
Wenn Adorno schreibt: "Es gibt kein richtiges Leben im falschen", was trifft hier mehr zu,
als das konstruierte Abbild einer "Barbiepuppe", der man nicht mehr ansieht,
wo die Konstruktion aufhört, und der Mensch beginnt? Genauer die Frau?

Desshalb mag unsere Autofahrerin ja keine Klischees, die noch wirkaktiv sind,
Klischees die wie Backpulver wirken, und den konstruierten, gewünschten Geschlechterkuchen anschwellen lassen.

So verstehe ich ihn, den Differenzfeminismus, dass hat mir die Autofahrerin so erklärt, bzw. ich habe es so verstanden.
Dadurch kollidiert der Differenzfeminismus automatisch mit uniformen Judith-Butler Dekonstruktionen,
und dafür liebe ich ihn. Den Differenzfeminismus.

Nicht, dass ich gegen Dekonstruktionen per se wäre, sie haben dann ihre Berechtigung,
wenn Stereotype beginnen einzusperren, wenn Stereotype, ohne dass ich diese selbst aktiv wie MakeUp verwende,
mich ohnmächtig zwansgdefinieren.

Wenn die blonde Managerin im pinkfarbenen Minirock als Dummchen, als Schlampe und als Männer-Anhängsel etikettiert würde.
Dann ist Queer- wie auch Gleichheitsfeminismus in der Theorie legitim für mich.

Wenn er aber nicht gleichzeitig automatisch dann einfordert, dass unsere blonde Managerin
in schwarzer Hose und Sacko zur Besprechung gehen sollte.

Oder queerfeministisch vielleicht, mit Unisex-Outfit: T-Shirt - schwarz und möglichst weit,
dass ihre Brüste verschwinden, dazu Turnschuhe, Jeans.

Aber sobald ich meine Kleidung wähle weil...

...das Wort "weil" ist der Punkt.

Sobald ich meine Kleidung aus geschlechtspolitischen Gründen wähle, agiere ich nicht mehr differenzfeministisch,
sondern beuge mich der Gesellschaft und setze meine Person zurück.

Und ja - ich möchte hier unbedingt kategorisch unterscheiden zwischen geschlechtspolitischer Intention,
den von meiner Person losgelösten Aktivismus, und der Intention, die mein Geschlecht, also mich selbst,
besser lesbar machen soll, also Backpulver als Zutaten in Form von Stereotypen zu verwenden.

Geschlechtspolitisch schminke ich mich wenig, mache mich nicht "gut" zurecht,
um anderen Transfrauen vorzuleben, dass diese keine hohe "Passing"-Hürde zu nehmen haben.
Zumindest nicht für mich, und das soll ihnen Mut machen.

Ja- genau, um ihnen Mut damit zu machen, überhaupt in die Öffentlichkeit zu gehen.

Den Sprung zu wagen.

Eine ganz andere Intention könnte ich für mich haben, für mein Geschlecht, wenn ich
an einem bestimmten Abend eine Frau oder Mann verführen möchte.
Hier ist es für mich legitim, speziell für diesen Abend, mehr auf Äußeres zu achten.

Und ja - die Manager-Kleidung drückt die soziale Hirarchie aus,
und ja - sobald es um Hirarchien geht, geht es um Macht und Politik.

Ja - Macht und Politik ist nicht dasselbe.
Das weiß die Autofahrerin sehr gut.

Aber beides wird in unserer Gesellschaft verschmolzen, da wir Kapitalmacht über politische Prozesse verwirklichen
und sicherstellen. Wir bewegen uns also in einem völlig unfreien Feld.

Macht und Politik, damit beschäftigt sich auch unsere Autofahrerin intensiv, denn diese beiden Dinge sind es,
die sich die Wesen mit männlichem Genital, die sich selbst als Männer betiteln, einverleibt haben.

Wer also draußen steht, Diejenigen mit weiblichen Genital, müssen sich mit diesen beiden Prämissen beschäftigen.

Es ist nur logisch, dass die ersten Frauenbewegungen Ende des 19 Jhd., aus sozialistischem Umfeld kamen,
da die politische Macht vom Kapital ausgeht, und wer sich von Männern unterdrückt fühlt,
hat diese beiden Parameter gegen sich. Macht, Politik.

Desshalb, weil Macht mit Männlichkeit assoziiert wird, wirkt es unfeminin, unweiblich, diese auszuüben.

Dies ist heute nicht anders. Im patriarchalen Kapitalismus, gibt es einen anderen Kapitalismus?,
sind Feministinnen automatisch Sozialistinnen. Mindestens.

Diejenigen Männer, die Wesen mit männlichem Genital werden als Männer bezeichnet,
die sich von den patriarchalen Männern, ihren Genitalgenossen, ganz und gar nicht vertreten fühlen,
weil sie evt. ein sehr weibliches Gehirn haben und sehr hohe Empathie,
lieber Liebesromane schreiben, als im Donbass Menschen zu töten, sind auch Feministinnen,
in Genitalsprache dann Feministen genannt.

Und ja - wir haben hier Biologismen.
Je mehr Testosteron im System ist, je höher ist die Aggression.

Daher ist es sinnlos im spanischen Stierkampf eine Kuh zu reizen, die Show wäre unspektaktulär.
Sie würde sich fast nicht bewegen.

Genauso wie es keinen Sinn machte oder macht in Schlachten auf dem Feld Stuten anstatt Hengste einzusetzen,
da diese sich ungleich schwerer oder gar nicht anspornen ließen, gegen den Feind anzurennen.

Wenn wir nun salopp ausgedrückt eine Stute sind, umgeben von Hengsten in der Kavallerie,
oder wir sind eine Kuh im Stall, umgeben von Rindern, die sich schon auf den Stierkampf "freuen",
haben wir ein Problem.
Wir müssen uns differenzieren, obwohl wir genitalistisch bereits kategorisiert wurden.

Ein Gehirn, dass eher weiblich geprägt ist, oder eher männlich, bricht aus seiner Rolle aus, will Erwartungen,
die das Genital bei der Gesellschaft auslöst, nicht erfüllen.

Nonbinäry, genderqueer schmeißt hier alle Schachfiguren hinweg, zerstört das Spiel.
Das ist aber dann keine Lösung, genau dann nicht, wenn ich die Dame oder der König auf dem Brett sein will.
Sobald ich binär sein will, werde ich falsch einsortiert, aufgrund meines Genitals.

Damit ich weiterhin nicht falsch gelesen werde, bietet unsere Kleidung ein probates Mittel dagegenzusteuern,
da hier einige Stereotype noch Erkennunswert besitzen, z.B. der Rock.

Ich kann diese Geschlechter-Zwangszuweisung und damit Unfreiheit also zerstören,
indem ich die Kanone auf dem Schlachtfeld drehe,
indem ich mich wie Marlene Dietrich in damalige spezifische Männerkleidung wie Frack und Zylinder werfe.

Nur: Dann darf ich nicht in den Zwang verfallen, dieses Kostüm nicht wieder ausziehen zu können,
nachdem die Schlacht gewonnen wurde.

Sofern ich es ausziehen will natürlich nur.

Unsere Kämpferinnen schießen aber immer noch. Sie laufen jeden Tag in ihren Hosen umher.

Und viele davon, geben sich selbst nur ein Alibi, indem sie sagen: Es ist halt bequemer.
Ich muss die Jeans nicht so oft waschen, ist billiger...

Viele verleugnen dabei, dass sie ihre schönen Beine und Po doch auch gerne zeigen würden, in einem engen Stretchmini.

Aber was würde ihre Freundin dann sagen: "Wie läufst Du denn rum, möchtest Du im Beate Uhse Shop anfangen?"

Die Kanonen schießen weiter, es stehen schon lange keine Soldaten mehr auf dem Feld.
Die Frauen rennen in ihren Hosen immer weiter. Nur wohin?

Sie sollten ihre Uniform endlich wechseln, und Frauen werden.
Sie sind doch schon längst frei. Oder immer noch nicht?

Caitlyn Jenner scheint freier zu sein, sie macht was sie will.
Vielleicht gerade desshalb, weil sie sich bewußt Stereotypen bedient, weil sie es einfach will?

Es ist ein Unterschied, sich Stereotypen bewußt zu bedienen, wie mit einem Bausteinbaukasten,
um sich zu produzieren, oder einfach Du selbst zu sein.

Sagen andere über Dich dies oder jenes, weil sie in Klischees denken,
sagen dass oder jenes über Dich, weil sie bestimmte Dinge an Dir als Stereotype definieren,
oder können sie Dich davon frei und unabhängig "sehen"?

Thats the difference. Differenzfeministische Differenz.

Ich liebe es aber auch mit Stereotypen zu spielen wie mit Spielkarten. Aktiv.
Ich benutze sie.
Aber die Stereotypen benutzen nicht mich.

Wenn ich blond bin, könnte jemand sagen, ich wäre naiv.

Desshalb trage ich eine schwarze Perücke. Gehe somit diesem Stereotyp aus dem Weg.

Nicht nur das.
Ich deklariere mich ja als "nichtblond".
Dass ist bereits die Stereotypen-Spielkarte: "nichtblond."
Stereotypen zu negieren, ist auch bereits mit Stereotypen spielen.

Die Karte "nichtblond" habe ich aktiv gespielt - es gibt ja schöne Perücken.
Differenzfeministisch wäre es nur dann, wenn ich schwarzhaarig besser fände an mir.
Und desshalb zu schwarz greifen würde.
Nein, ich ertappe mich dabei, absichtlich kein blond zu wählen.

Lady Gaga spielt auch aktiv diese Karten. Seit Oktober 2013 nun aber auch ohne Spielkarten, ohne Perücken,
mit anderen Stilistiken, anderen Charakteren - Lady Gaga ist für mich eine Differenzfeministin.
Und ihr Alter Ego "Joe Calderone" hält allen den Spiegel vor, die schon die Schubläden wieder geöffnet hatten.

Zurück zu unserer Autofahrerin, der Frauenparkplatz wurde nun von Ihr eingenommen,
oder besser: Schwangerenparkplatz.

Sie schreibt dann, als Folge, dass Caitlyn Stereotype bedient, dass das eben CIS-Frauen auch machen würden,
und beklagt sich, dass Frauen eben nicht von Natur aus Feministinnen wären.

Ich versuche laut zu hupen und sie aufzuwecken - Sie scheint noch ein Schleudertrauma zu haben.
Ich hupe und sage: "Das sind alles Differenzfeministinnen!
Sie wollen so aussehen! Sie sind frei! Sie begehren dieses Outfit! Von sich selbst aus!"

Sie antwortet wie in Trance:
"Nein. Nein. Sagt Sie - aber es ist ja nicht schlimm, es beruhigt mich, es sind ja keine echten Frauen."

"Schau", sagt Sie, "es sind nur Frauen, die sich kulturellen Übereinkünften bedienen.
Und nur als Frau dann "gelesen" werden.
Ihr Frausein bedingt sich nicht aus Biologismen wie Gebärmutter...",
unsere Autofahrerin spricht öfter mit ihrer Mutter, ihrer Gebärmutter, sie führen Brieffreundschaften,
"...und aus Brüsten und dergleichen, sondern, nein - nur aus Travestie."

"Das beruhigt mich", sagt Sie - und korrigiert ihre Parkposition etwas, jetzt steht sie richtig in der Lücke,
denn da darf sie stehen, denn Sie hätte ja schwanger werden können.

"Ja", sagt Sie - "Travestie ist eine Frage der Finanzkraft, es ist ja alles machbar,
Operationen usw. - somit kann jeder die Frau sein, die er will."

Ich hupe und versuche Sie zu wecken, ich benutze nun auch noch eine Trillerpfeife,
Sie erschreckt etwas und ich nutze ihre erhöhte Aufmerksamkeit,
indem ich sage, dass diese Menschen schon Frauen sind, bevor Sie nur jemals einen Lippenstift gesehen haben,
aufgeschraubt haben, und das Innere nach außen gedreht haben, dass er länger wird und eine Erektion bekommt.

Ja - sowas können nur Männer erfinden, oder waren es Frauen?

Weibliche Gehirne, vielleicht, die sich Penissymbole schufen.
Jeden Tag werden kleine Lippenstift-Penise zur Erektion gebracht und an die Lippen gesetzt.

Ich sage ihr, sie schaut mich gerade mit ihren schönen runden Augen an:
"Die Frauen, die Du hier konstruierst, die sind schon Frauen, als sie geboren wurden,
die hatten nur das falsche Genital, wie eine Intersexuelle.
Und dass, was sie dann machen, um das lesbar zu machen für andere, was sie fühlen,
dass ist ihre Strategie, dass ist dass was in ihren Möglichkeiten liegt."

Caitlyn hat eine von vielen Möglichkeiten gewählt, Sie geht über körperliche Veränderungen,
über Optik, zieht alle Register, dass ein in Genitalien denkender, identitätsblinder Mensch Sie als Frau assoziieren kann.

Vielleicht macht Sie es auch für sich selbst, für ihre Selbstwahrnehmung,
vielleicht will Sie auch so sein, vielleicht beides.

Andere machen etwas völlig anderes: Sie realisieren, dass sie anderen Menschen niemals zeigen können,
was sie in sich fühlen und sind, weil sie aussehen wie Quasimodo aus "Der Glöckner von Notre Dame".
Sie fahren zur nächsten Brücke und springen. Viele tun das.

Die Suizidrate ist schwer zu schätzen, viele sagen, weit über 50%, es wurden auch schon 80% genannt.
80% desshalb, weil viele das TS-Thema gar nicht verhandelt haben mit ihrer Umwelt, weil ihre Umwelt denkt,
es wären Probleme mit der Freundin oder Freund gewesen, Jobsituation, Depression, Krankheit.

Unsere Autofahrerin hat mir nur kurz zugehört, Sie ist in Gedanken noch auf ihrer Schleuderstrecke,
wird links und rechts herumgeschubst im Auto, erzählt mir, dass die Autorin, die über Caitlyn schreibt,
meint, dass Caitlyn ja schon desshalb keine Frau sein könne, da sie nur ein Gender-Konstrukt sei,
ala Simone de Beauvoir`s Feststellung, und daher keine Gefahr besteht, von einer Frau sprechen zu müssen.

Ja- dieser latente Abgrenzungswille schimmert schon durch, oder nein, dass ist stark untertrieben,
man wird geblendet davon, dass hier eine Abgrenzung konstruiert wird, warum Caitlyn nun keine Frau sein könne.

Diese Abgrenzungsvariante der Autorin über ein Gehirngeschlecht mag unsere Autofahrerin ganz und gar nicht,
dass würde ja Simone de Beauvoir`s Werk nicht mehr in diesem Licht erscheinen lassen,
dass Simone für ihre Abgrenzungsargumentation nützlich sein könnte, Sie lenkt hart nach links - die Reifen quietschen auf,
und dann wieder nach rechts, indem sie die Auflösung der Geschlechterdifferenz, z.B. genderqueer, überhaupt nicht so toll findet,
als Antwort der Genderisierung als Abgrenzungsargument, dass Caitlyn zu einer "Nichtfrau" macht, also dann Mann,
durch die Autorin, nein genderqueer findet sie auch nicht gut - kein Neutrum - aber auch kein klischeehaftes Geschlechterkonstrukt.

Ich schaue ihr tief in die Augen, sie ist immer noch in Trance, ich packe sie an den Schultern, schüttle sie,
will wissen: "Was macht Dich zur Frau?! hm? Dich! Sag es mir - sags mir sofort!
Deine Abgrenzung ist wie eine asketische Sexualmoral, befreie Dich, befreie Dich davon!"

Sie hält die Augen geschlossen. Säuselt: "Schwangerwerdenkönnen. Schwangerwerdenkönnen. Schwangerwerdenkönnen."
Ich packe sie fester und schüttle sie, ihr Oberkörper wird nun richtig durchgerüttelt. Ihre mittelgrossen schönen
Brüste wippen dabei hin und her. Ihre Lippen haben eine schöne Form. Besonders an der Stelle des Wortes "können".
Richtige Blaslippen. Am liebsten würde ich sie küssen. Schwängern.
Eine Frau schwängert eine Frau, die meint eine Frau zu sein, weil sie schwanger werden kann.
Wie kann ich ihr den Genitalismus rausprügeln? Oder rausküssen?
Ist es nicht ein Anliegen der meisten Feminismusströmungen, eine Frau außerhalb ihrer Reproduktion sehen zu können?
Wie kann ich ihr beibringen, dass nicht ihre Vulva, ihre Vagina oder Gebärmutter sie zur Frau macht?
Nicht mal ihre Hormonlage?
Einzig, dass sie sagt und weiß, dass sie eine Frau ist macht sie zur Frau?
Wie schaffe ich das?

Während ich sie schüttle spüre ich, dass sie verdrängt, sie verdrängt, dass sie sehr viel Männlichkeit in sich hat,
sie sucht einen Anker, sie sucht sich. Sie weiß´nicht woran sie ihren Yang-Anteil verankern soll,
woran sie sich an ihrem für sie rein weiblichen Körper festhalten soll.

Für mich ist sie eine Intersexuelle, ein wunderschöner Zwitter. Überhaupt mag ich Zwitter,
wir haben sie immer gesucht, die 4-blättrigen Kleeblätter, wenn wir eines fanden, haben wir uns gefreut.

Warum freut sie sich nicht einfach, dass sie 4 Blätter hat?
Warum spielen Reproduktionsprozesse für sie so eine immanente Rolle?

Brüste, Vulva, Vagina und ein eher männlicheres Gehirn?
Wozu braucht Sie einen Penis für ihr männliches Gehirn?
Sie denkt doch bereits, sie spürt und fühlt doch jetzt bereits.
Mit anderen Genitalien wird sie nicht "mehr denken" können, als jetzt.

Strapons sind das meistverkaufte Sexspielzeug.

Hocherotisch, weil sie ein männlicheres Gehirn eines Menschen mit Vagina visuell sichtbar machen.

Sie zeigen, was dieser Mensch wirklich ist und mag. Für viele ist der Strapon ihr Genital.
Für mich ist mein Genital ein großer Kitzler, es ist eine Kopfsache.
Eine Sache der Kompensation, der Harmonisierung, wenn es mir gelingt,
dass meine Partner_innen mein wahres Gehirngeschlecht sehen und auch spüren,
dass z.B. eine Frau anfängt zu stöhnen, mein genitales Geschlecht nach und nach vergisst, dann bin ich am Ziel.

Frauen und Männer über Genitalien zu unterscheiden, auch über Fortpflanzungsmodule, ist eine Sackgasse.
Es führt dazu, dass wir auch patriarchal denkende Frauen über Frauenquoten in die Manageretagen wählen,
nicht immer Frauen mit sehr hoher Empathie und Sensibilität.
Eine Frau mit Empathie hätte ständig Mitleid mit Personal, dass sie rauswerfen müsste,
oder gegenüber dem sie ihre Ellenbogen ausfahren sollte.
Eher weibliche und eher männliche Gehirne nicht zu berücksichtigen führt dazu,
dass auf den Frauenquoten-Chefsesseln auch eher männliche Gehirne mit Vaginas sitzen.

Frauen agieren eher wie Männer, Männer agieren eher wie Frauen, aufgrund ihrer pränatalen Prägung,
das Gegensteuern, aus ihrer Geschlechterrolle, aus ihrer kognitiven Prägung, ist das Symptom,
die Ursache ist ihr Gehirn.

Das Gegensteuern kann sich zeigen, indem eine "Frau" sagt, ich will Managerin werden -
und zwar unter der Prämisse und denjenigen Vorzeichen der jetzigen Männerwelt,
die Manageretagen heute widerspiegeln, und zwar ohne auf diese weiblich einwirken zu wollen,
im Sinne des Differenzfeminismus.

Das Gegensteuern kann sich auch zeigen, indem eine Butch sagt: Ich bin wie ich bin.
Alle weiblichen Klischees ablehnt. Nicht dass es nicht sein könnte, dass diese Butch sagt:
Hey - ich bin eine Frau! - Sie muss nicht sagen, dass sie ein Mann wäre.

Das ist gar nicht wichtig, wichtig ist, dass sie anders gelesen werden möchte, als andere Frauen.
Allein diese Varianz zuzulassen, und auch zu verstehen, ist nur möglich,
wenn wir Frauen- und Männer-Kategorien über das Genital verwerfen.

Keine alleinige Dekonstruktion, Frauen und Männer müssen auch differenziert möglich sein, und sich abgrenzen dürfen,
und auch mit Klischees, wenn sie es freiwillig wollen, natürlich. Ganz klar. Aber nicht durch das Genital bestimmt.
Und wer nonbinär sein möchte, soll das auch sein dürfen, eben beides, oder einfach Neutrum.

Denn es geht vom Gehirn aus - das Gehirn ist für jede gewollte, bewusste Abweichung zuständig,
die uns antreibt, aus Rollenklischees auszubrechen. Gehirngeschlechter sind nonbinär, stufenlos.

Auch ein Dekonstruktions-Konstrukt ala Judith Butler ist ein Aussbrechen, es sucht nicht Links, und Rechts,
sondern sucht die Mitte.
Dekonstruktion ist von der antigenitalistischen Sichtweise her nichts anderes,
als Intersexualität zur Norm zu erheben, zwischen, undifferenziert als das Normale,
alles möglich zu machen. Nur benennen sie es nicht als intersexuell,
sondern z.B. als nonbinär, als aufgelöst, als undefiniert.
Von Reproduktionseigenschaften zweier Menschen dürfen wir uns nicht verwirren lassen,
wenn wir über Gefühle und das Denken verhandeln. Wir denken mit unserem Gehirn, nicht mit unserer Gebärmutter.

Es gibt aber auch Links und Rechts, oder eher Links und eher Rechts.
Daher sind nicht alle mit mittigen Dekonstruktions-Gedanken glücklich,
sondern nur soweit, wie es sie von Rechts und Links wegbringt,
wenn sie auf der falschen Seite gelesen werden.

Sind sie dann aufgelöst, nonbinär und mittig, undefiniert, sind sie ja schon etwas weiter in ihre Richtung gekommen.

Sollte die Mitte aber nicht ihr Ziel gewesen sein, müssen sie, wenn sie denn differenziert gelesen werden wollen,
etwas nachhelfen.
Dann kann ein Klischee wie eine Torte wirken, sehr erhellend sein, eine Klischeesahnetorte die ich jemanden ins Gesicht klatsche.

Manchmal hilft sie.

Eine schmackhafte Minirock-Sahnetorte hilft immer.


Anne hatte ihre Törtchen, es waren drei, genüsslich gefuttert, als hätte sie seit Tagen nichts mehr zu essen bekommen.
Sie beobachtete Mirabell genau, während sie laß, als würde sie die Buchstaben und Wörter verfolgen,
die von Mirabells wunderschönen Augen, groß und strahlend, aufgesaugt wurden.
Sie bemerkte dann auch gleich, dass Mirabell die letzten Zeilen gelesen hatte.

"Und, ist die Autorin in die Differenzfeministin verliebt?!", fragte sie neugierig, und war nicht mehr zu halten.

Mirabell graulte weiterhin unablässig Annes Knie durch die Bettdecke, drehte ihren Kopf Richtung Anne,
die sie fragend anschaute, als ob sie wissen wollte, was es nun zu Weihnachten gäbe.

Mirabell kannte Anne jetzt schon seit zwei Jahren, sie haben viel Zeit miteinander verbracht.
Sie kannte sie besser als manche Menschen, besser als ihre Geschwister.

"Ja Anne, sie ist verliebt. So sehr."
Mirabell schob das Buch beiseite , drückte Anne fest an ihre Schultern und küsste sie auf die Wange,
länger als sonst. Dabei ran ihre eine Träne aus ihrem linken Auge,
die sie dadurch vor den Blicken Anne`s zu verstecken versuchte,
indem sie Anne noch fester an sich drückte, und wartete, bis sie von ihrer Wange hinuntergelaufen war.


Image

"Reverie a.k.a. In the Days of Sappho"
1904
John William Godward
Bildlizenz: Public Domain


weiter mit Kapitel 1.2.25:
http://www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=555&t=1210&p=2032



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eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
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JasminRheinhessen
 
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