1.2.3 Isabell

1.2.3 Isabell

Postby JasminRheinhessen » Wednesday 7. December 2016, 14:33

"Isabell! Wo ist Sie denn?! Ich sagte doch, ich brauche Sie zum Tee!"

"Alfred, Sie kommt gleich, Sie hat Ausgang,
Sie hat noch Knöpfe und Faden besorgt in der Bleibtreustrasse."

"Ich hab Dir doch gesagt, dass Du Sie nicht mehr wegschicken sollst,
kurz vor dem Tee."

"Sie tut alles für Dich Alfred, das weißt Du doch.
Für Sie bist Du wie - wir sind für Sie wie eine Glaubensgemeinschaft,
nicht nur eine Ersatzfamilie,
Du weißt doch wie Sie aufgeblüht ist, als Sie zu uns kam.
Sie wurde geschlagen von ihrem Vater, sei nicht so streng zu Ihr.
Dann hat er noch bezahlt dafür, dass Sie in ein Heim musste."

"Ja - Du hast recht, wann kommt Sie? Sollen wir warten?"

(die Türglocke geht)

"Da ist Sie ja schon, Sie ist zuverlässig und fleissig.
Das musst Du anerkennen, nicht so ein Flittchen,
wie man sie überall auf der Straße findet."

Alfred kann sich ein verschmitztes Grinsen nicht versagen,
er dreht sich zur Bar und nimmt sich einen Cognac,
sein grinsendes Gesicht von seiner Gattin abwendend.

"Hermine, schick Sie zu mir!", befahl er seinem Weib,
während er in sein Glas roch.

Wie immmer, wenn er Isabell zu sich bestellte,
nahm er vorher in seinem antiken Fauteuil platz.
Das Glas schwenkend, blickte er auf die sich öffnende Tür.

Das Grinsen, vorher aufwendig vor seinem Weib versteckend,
zeigt er nun offen und ohne Scham, als Sie ihn begrüßte:

"Geehrter Herr Professor, entschuldigen Sie..."
Sie brach ihren Satz ab, während Sie so tat, als ob sie versuchen wolle,
seinem hypnotischen Blick auszuweichen.

"Schon gut, setz Dich Isabell, hast Du mir etwas zu berichten?
Setz Dich doch."

Isabelle durfte, wenn Hermine nicht anwesend war,
auf dem Sofa ihm gegenüber sitzen,
wenn sie sich etwas seitlich drehte,
kam dabei ihre bezaubernde Figur besonders gut zur Geltung.

"Möchtest Du etwas trinken?"

"Nein, Herr Professor, Ihr wißt doch, im Dienst..."

"Ja schon gut, Du bist ein sehr intelligentes Fräulein,
warum bist Du so gebildet?"

"Ich lese sehr viel Herr Professor. Oft auch nachts,
wenn andere schon längst schlafen."

Alfreds Grinsen verstärkte sich nun wieder etwas.

"Isabell, entspann Dich, wir können ganz entspannt miteinander reden,
ich schätze Dein Wissen sehr, und natürlich auch Dein apartes Äußeres."


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