Wir haben eine patriarchal festgelegte Kleiderordnung

Wir haben eine patriarchal festgelegte Kleiderordnung

Postby JasminRheinhessen » Sunday 26. August 2018, 11:09

"Stattdessen wird auf Frauen mit Schwanz, die Frauenkleider tragen, mit Pflastersteinen geworfen, wie erst wieder in Neukölln, solche Gewaltmeldungen werden dann als Hassgewalt und homofeindlich gelistet und diese Frauen als schwule Männer in Frauenkleidern beschrieben. Richtig müsste es aber patriarchatsverteidigende Gewalt heißen, wer sich gegen das Patriarchat stellt und die Formel Penis=Mann verletzt, bekommt ein massives Problem. Die Definition homofeindlich liefert das Patriarchat mit. Diese Definition ist völlig haltlos. Analog müssten alle Frauen in Hosen als Lesben bezeichnet werden. Außerdem könnte es, wenn es denn wirklich ein Mann war, auch ein Mann gewesen sein, der sich in dieser Kleidung Frauen sucht. Wahrscheinlicher ist aber, dass es eine Frau mit Schwanz war, die sich einen Mann sucht. In beiden Fällen hätte das die Definition hetero zur Folge. Weiterhin wird bei solchen Fallbeschreibungen regelmäßig ignoriert, dass es auch ein bisexueller Mann oder Frau gewesen sein könnte. Bisexualität wird in der patriarchalen heterohomo-Darstellung immer sehr bewusst vermieden. Da bi das Patriarchat sofort auflöst. Wer bi ist, ist immer antipatriarchal und das ist unerwünscht. Wir sind alle bi und das muss tabuisiert werden, das Patriarchat kann diese Wahrheit überhaupt nicht gebrauchen. Nein - die Jungen in der Schulklasse gehen eben nicht auch teilweise in Röckchen in die Schule, wie die Mädchen in karierten Hemden und Hosen. Genau dies ist nicht der Fall. Ein Mann, der mit Pflastersteinen auf einen Mensch wirft, den er als Mann liest, weil dieser einen Rock trägt, ist ein Fall für den Nervenarzt. Wir befinden uns hier in einer pathologischen Kategorie. Wenn Gewalt erzeugt wird, weil ein Mensch eine bestimmte Form an Stoff an seinem Körper hat. Keine Gewalt würde er auslösen, wenn er als Giraffe oder Känguruh, als Zebra oder als Kermit von der Muppetshow verkleidet herumlaufen würde. Nein, ein Rock löst die Gewalt aus. Das Patriarchat ist ein Politikum, und deshalb sind die Kleider wichtig, sie wirken wie Fahnen, die eine Zugehörigkeit symbolisieren. Und wenn Du die Fahne des Patriarchats hochhälst, müssen die Farben stimmen. Und diese sind nicht bunt und sehen nicht aus wie ein Rock wenn Du einen Penis hast, oder mit einem Penis geboren wurdest. Frauen haben sich fehlemanzipiert, indem sie das Patriarchat kopierten. Das war keine Emanzipation, es war und ist eine Stärkung, ein Überlaufen ins feindliche Heer. SIe sehen aus wie Männer, tragen männliche Frisuren, Hosen und lieben Unisexkleidung. Unisex steht hier für nichtweibliche Kleidung. Denn die Auflösung des Geschlechts mit Sportschuhen als unisex-Variante, bedeutet nicht dass sich auch das männliche auflöst, wie das weibliche, sondern Sportschuhe wirken männlich. Aber hatte ich das nicht schon gesagt? Ich wiederhole mich. Aber es wird nichts nützen, ich werde die wenigsten verstehen machen, was ich hier sage."
(aus Salammbo, Band 1)

https://www.tagesspiegel.de/berlin/homophobe-gewalt-in-neukoelln-mann-in-frauenkleidern-attackiert/22939238.html
eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
http://www.freeyourgender.de

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