Teil 1 : Ich find es schön...

Teil 1 : Ich find es schön...

Postby Sookie » Thursday 16. February 2017, 01:10

auf künstlichen wellenbrechern bis zum ende hinaus ans meer zu gehn. sich mitten drin zu fühlen in dieser atmosphäre. innerlich zu staunen und all den mächtigen träumen die entstanden und sich stauten grünes licht zu geben. die arme weit ausbreiten zu einer horizontparallele. sich die liebe herbeizuwünschen, zu zweit eng aneinandergeschmiegt hinausblicken und die wärme die aufsteigt vom schoß zu geniessen.

Ich find es schön...außen auf der kirmes im grossen kettenkarussel zu sitzen die wartende teilweise aufschauende menge zu vergessen und sich vorzustellen man fliege. den duft gebrannter mandeln und den geschmack von frischem popcorn den sinnen zu überlassen. komm lass uns zur raupe gehn, dort ist die musik am erfrischensten. wie das durch den körper dröhnt. dann auf zur krönung, vorbei an schießbuden der achterbahn und dem kinderkarussel. vorbei auch an der größten losbude. der jugend wird eine überdimensionale schaukel geboten dort holen sie sich den kick. nein ! auch kein halt an der achterbahn. jetzt das riesenrad. warten auf eine gondel und dann hinauf zum himmel wie klein und überschaubar doch vieles wirkt. ganz oben angekommen hält das riesenrad inne. mit dem metallrad in der mitte der gondel lässt sie sich drehen....juhu wie all die lichter tanzen. bestimmt strahlen meine augen verzaubert in die aufkommende nacht hinein.
Sookie
 
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Re: Teil 1 : Ich find es schön...

Postby NikiLE » Friday 13. April 2018, 09:28

Im Auto über Land

An besonders schönen Tagen
ist der Himmel sozusagen
wie aus blauem Porzellan.
Und die Federwolken gleichen
weißen, zart getuschten Zeichen,
wie wir sie auf Schalen sahn.

Alle Welt fühlt sich gehoben,
blinzelt glücklich schräg nach oben
und bewundert die Natur.
Vater ruft, direkt verwegen:
"´n Wetter, glatt zum Eierlegen!"
(Na, er renommiert wohl nur.)

Und er steuert ohne Fehler
über Hügel und durch Täler.
Tante Paula wird es schlecht.
Doch die übrige Verwandtschaft
blickt begeistert in die Landschaft.
Und der Landschaft ist es recht.

Um den Kopf weht eine Brise
von besonnter Luft und Wiese,
dividiert durch viel Benzin.
Onkel Theobald berichtet,
was er alles sieht und sichtet.
Doch man sieht´s auch ohne ihn.

Den Gesang nach Kräften pflegend
und sich rhythmisch fortbewegend
strömt die Menschheit durchs Revier.
Immer rascher jagt der Wagen.
Und wir hören Vater sagen:
"Dauernd Wald, und nirgends Bier."

Aber schließlich hilft sein Suchen.
Er kriegt Bier. Wir kriegen Kuchen.
Und das Auto ruht sich aus.
Tante schimpft auf die Gehälter.
Und allmählich wird es kälter.
Und dann fahren wir nach Haus.

(Erich Kästner)
NikiLE
 
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