1.2.13 Corpsstudenten

1.2.13 Corpsstudenten

Postby JasminRheinhessen » Friday 16. December 2016, 20:48

Barton schloss seinen Wagen auf, stieg ein.
Er legte das Päckchen mit den Kavalleriesoldaten auf seinen Beifahrersitz.
Die Verkäuferin hatte eine Geschenkpackung daraus gemacht, mit Schleifchen.

Als Barton seinen Wagen startete, fühlte er sich unsicher,
es wäre gut, noch Informationen einzuholen.
Er wies seinen Bordcomputer an, die nun gespeicherte Nummer von Stan zu wählen.
"Matthew Stannik-Morrison"...
Es waren keine 90 Minuten vergangen, nachdem er mit ihm telefoniert hatte,
als er sich mit: "Morrison hier, was gibt es Baron ?" meldete.

Barton schlich hinter einer Autokolonne her, Rush-Hour,
warum müssen diese Arbeitssklaven jetzt gerade alle nach Hause fahren,
seine Gedanken wurden durch die Stimme von Stan unterbrochen.

"Stan, ich bin auf dem Weg zu Braunstein.",
begrüsste er Morrison kurz und in privatem Modus."

"Oh, Herr Baron, da haben Sie sich aber noch viel vorgenommen heute...
haben Sie ein Konzept ?",
Stan erkannte sofort die Wichtigkeit dieses Planes und auch das Ziel.

"Ich hab ein paar Bonbons für ihn, sein Waldgrundstück...
es soll verstaatlicht werden, aber ich befürchte, das wird nicht genügen.",
offerierte Barton seine Unsicherheit in Bezug seines Haupttrumpfes.

"Ein rein ökonomisches Argument Herr Baron,
sicher, der Graf hängt sehr an seinem Besitz, auch an Geld,
aber er hat soviel davon, wenn er morgen aufwacht, und hat nur noch die Hälfte,
wird er das nicht bemerken, außer es sagt ihm jemand.",
führte Stan polemisch das Kernproblem aus.

"Den Grafen können Sie nur auf der emotionalen Ebene überzeugen..."

Barton fühlte sich bestätigt.

"Ja Stan, ich werde mir drei Stunden seine Heldentaten anhören und sie huldigen,
die er geleistet hätte, hätte er am Krieg teilnehmen können...den er verpasst hat...
...wie er immer bedauert... aber ich befürchte...
diese Jovialität wird ihm zwar gefallen, aber ihn nicht überzeugen.
Er hat genügend Speichellecker, die ihm das Wort reden.
Hast Du eine Idee Stan?"

Barton war nun am Ziel seines Anrufes, diese Frage zu stellen war wesentlich,
und er hoffte, von Stan Hilfe zu bekommen,
immerhin Stan`s Spezialgebiet.

"Baron, ja - es gibt eine Möglichkeit, versuchen sie ihn erst
mit dem Waldgrundstück vorzuwärmen, warten Sie dann mindestens solange,
bis er redseliger wird, haben sie Sherry dabei?
Nachdem er sich es etwas gemütlich gemacht hat, wird er sich mehr öffnen.
Genau dann werden Sie ihm nahelegen, dass sie etwas wissen,
was die Öffentlichkeit auf keinen Fall erfahren sollte....",
tat Stan geheimnisvoll, um sein Agentenhonorar in die Höhe zu treiben.

"Und das wäre ?", antwortete Barton, der die Sprechpause von Stan
zu diesem Zeitpunkt als sehr unpassend empfand.

"Ich habe hier authentisch-verifizierte Fotos der Überwachungskamera
einer Sauna.... einer Männer-Sauna - er hat diese vor 7 Monaten mit seinem Butler besucht.
Und zwar an genau dem Tag, an dem dort eine Party stattfand, mit dem Motto:
Freie Liebe der Corpsstudenten", Stan wußte,
dass ihm diese Information 4 Wochen Strandurlaub einbrachte.

Barton starrte auf die grüne Ampel, ohne loszufahren, hinter ihm die ersten Autos, hupend.

"Stan, welcher Wochentag ?, welcher Monat ?"

"Die Fotos sind von Freitag, 6. September 2075, 17 Uhr.
Der Butler trug ein weißes Jacket, der Graf einen braunen Anzug mit dezenten Streifen",
Stan antwortete exakt, wie man es von ihm gewohnt war.

"Fantastisch Stan, ich werde wie geplant damit erst trumpfen,
wenn er schon ein paar Glas Sherry genossen hat.
Er wird mich dann lieb gewinnen."

"Immer zu Diensten, Herr Baron."
Klack, Verbindung beendet. Stan wußte immer sehr gut, wann das Gespräch zu Ende war,
und verzichtete wie immer auf unnötige Floskeln.

Brauner Anzug, gestreift, 6. September, Corpsstudenten, Männersauna.
Sein Butler. Das sollte genügen.

Barton griff nach rechts auf den Beifahrersitz,
vergewisserte sich, ob das Päckchen mit den Kavalliersoldaten noch dalag.
Ohne den Blick von der Strasse zu lassen, die aus der Stadt hinausführte.
Er fühlte die Schleife mit den Fingerspitzen,
die die Verkäuferin angebracht hatte.

Dann sah er sie vor sich, nochmal, wie vorhin im Laden,
als sie sich bücken musste, um etwas Band für die Verpackung
aus einer unteren Schublade ihres Schrankes zu holen.

Sie gehörte zur Unterschicht, hatte eine billige Jeans an,
die weit nach unten rutschte, als sie sich bückte, und er ihren rosafarbenen
Spitzenslip sehen konnte.
Während Barton sich vorstellte, wie er sie angrapschte,
fiel ihm ein, dass er nicht genau wußte, wo er abfahren sollte,
mit enger Hose progammierte er seinen Navigationscomputer,
der ihm noch 22 Minuten Fahrzeit bis zum Wohnsitz des Grafen anzeigte.

Er würde etwas früher eintreffen, macht nichts dachte er,
es wird ein langer Abend werden, je früher er beginnen kann, je besser.


weiter mit Kapitel 1.2.14
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eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
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Postby NikiLE » Wednesday 21. March 2018, 20:56

El Médano auf Teneriffa. Das ist auf Südhälfte der Insel, die fast nur aus Steinwüste besteht. Mittendrin: die Finca. Unser Appartment war das Penthouse auf dem Hauptgebäude. Jeden Morgen kam Lucky in unser Schlafzimmer und holte uns zum Frühstück aus dem Lotterbett. Lucky - das war ein bildschöner Dalmatiner-Rüde, der dort frei herumlief und everybodys Darling war. Zum Frühstück, zu dem man bis 9 Uhr zu erscheinen hatte, kamen fast alle im Bademantel. Weil: nach dem Frühstück ging's an den Pool und die Bademäntel flogen irgendwohin. Nackt lümmelte man, machte die Beine breit. Es ging sehr frivol zu. Auch die Frauen grätschen ihre Beine weit über die Stuhlehnen, man konnte ihnen bis in'e Gebärmutter gucken, man rauchte, schlürfte Kaffee - bald kam einer aus der Bodega mit der ersten Sektflasche. "Der Tag beginnt sich zu strukturieren!" hätte mein alter Professor gesagt.

So lehnte ich an der Mauer des Pools, nackt, ein Sektglas in der einen Hand, die Kippe in der anderen Hand und in der dritten Hand das Handy. Als Wirtschaftsanwalt muß man immer erreichbar sein, auch im Urlaub. Die Bank war am Telefon, der banker, Herr Marx, war in Panik. Sie hatten ein Kreditkonto von 600.000 € vergessen bei der Insolvenz der xy-GmbH, die ich "zu moderieren hatte". Ich war der Insolvenzpapst von Südthüringen gewesen - kannte alle Player: die banker, die Inso-Verwalter, die Richter. Ich konnte mir meine Verwalter selbst aussuchen, die Richter schätzen mich, weil ich "Auffanglösungen" präsentieren konnte, deckten mich, wenn ich mich aus dem Fenster lehnen mußte. Die Verwalter schätzen mich, weil sie wohlgeordnete Verfahren vorfanden, es lief alles wie am Schnürchen, flutschte wie ein guter Mösenfick und die banker schätzen mich, weil es flutschte. Und wenn was dazwischen kam, sorgte ich dafür, das es wieder flutschte.

600.000 € vergessen - was nun ?! "Herr Marx ! Wo soll ich jetzt 600.000 € hernehmen ?! Sie wissen, wie die Lage ist ! Wir können nichts mehr tun, wenn ich wieder im Lande bin, geht's zu Gericht, der Point of no return ist überschritten, wir können nicht mehr zurück ! Das wissen Sie ! Wir sind genau im Zeitplan ! Und jetzt kommen Sie mit ihren 600.000 € ! Ihr Haus verliert 12 Millionen ! Und jetzt sollen wir wegen 600.000 € alles umkrempeln ?! Nur weil Sie diese lächerlichen 600.000 € vergessen haben ?! Sie wissen, daß das nicht geht !" Undsoweiterundsoweiter.

Irgendwann sah er es ein, der Herr Marx, wir mußten weiter nach Plan handeln, die 600.000 € waren futscht. "Also, dann sind wir uns ja einig ?! Nächste Woche sehn' wir uns ja wegen der anderen Sache in München ... Tschü-hüss Herr Marx!"

Und ich schrie: "Boah ! Diese banker ! 600.000 € !!! Wegen jeder Hühnerkacke müssen sie einen im Urlaub anfrufen! Ich hasse sie !"

1000 aufgerissene Augen starrten mich an, aus Liegestühlen, Sesseln, unter Torbögen heraus. 600.000 € sind also "Hühnerkacke" ? Was muß das für ein Typ sein, für den 600.000 € "Hühnerkacke" sind ? Was muß der für Geschäfte machen ?! Welche Macht muß der haben, wenn der einen banker am Telefon abkanzelt, wie ein Feldwebel einen Rekruten auf dem Kasernenhof ?!

Die endlos langen Beine der gertenschlanken Krankenschwester aus Köln gingen noch weiter auseinander. Ich konnte gucken, bis zum 12-Finger-Darm. Und ihre Fingerspitzen zeigten mir ihren Kitzler: "Da ! Willse haben ?!"
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