Persönliche Intention - Gedanken von mir

Persönliche Intention - Gedanken von mir

Postby Freeyourgender » Monday 28. November 2016, 13:31

Für wen ist meine Facebookseite,
https://www.facebook.com/profile.php?id=100014887091134
bzw. mein Buch interessant ?
Und Wer passt zu mir, meiner Identität, meiner Seele?
Mit welchen Menschen fühle ich mich sehr wohl,
wenn ich mich mit ihnen austausche, zusammen bin?
Abgesehen davon, dass ich aufgrund meiner Toleranz mit jedem Menschen gerne zusammen bin?

Aber mit welchen Nymphenzauberfeeseelen bin ich besonders gerne zusammen,
zusammen im Sinne von Verständnis,
im Sinne, dass Du mein Geschlecht richtig lesen kannst,
im Sinne von Zuneigung und Empathie,
im Sinne dass ich im Gegenzug auch Dich spüren lassen kann,
dass Du Dich gleichermassen von mir gesehen fühlst,
verstanden fühlst und geschlechtlich richtig gelesen siehst?

Dass Du Dich von mir verstanden fühlst, obwohl Du Dich unkonform verhälst,
in Bezug auf die Geschlechterrollen, die in unserer,
in dieser Hinsicht normierten Gesellschaft,
erwartet werden,
einer Gesellschaft, die immer noch nicht offen lässt,
was z.B. von einer Frau erwartet wird,
im Verhalten, Moral, ihren Ansichten, was sie sagt und tut,
damit diese sich selbstbestimmt als Frau dieser Gesellschaft gegenüber erklären kann?
Eine Gesellschaft, die bereits Simone de Beauvoir 1949 in ihrem Buch, "das andere Geschlecht" beklagte,
eine Gesellschaft, die durch ihre Erwartungsnormen Menschen zu "Frauen" formt,
nur aufgrund ihres weiblichen Genitals,
egal wie dieser Mensch wirklich denkt, wirklich sein will,
wie er fühlt, empfindet?
Eine Gesellschaft, die, wenn Du diese Rollenerwartungen nicht erfüllst,
Dich im Gegenzug abwertet, stigmatisiert, ächtet?

Dass Du Dich von mir verstanden fühlst, obwohl Du unkonform aussiehst,
im Bezug auf Deinen Körper, Deiner Morphologie, insbesondere Deiner Genitalien,
die nicht zu dem passen, was Du von Dir sagst, was Du wirklich bist,
die nicht zu dem normierten Geschlechterbild passen,
wie sie in Wörterbüchern beschrieben sind, unter dem Stichwort "Frau",
vieles an Dir nicht zu diesem Normbild passt,
dass eine genaue Vorstellung beschreibt,
wie körperlichen Geschlechtsmerkmale einer Frau auszusehen haben,
bezogen auf die Geschlechtermerkmale, die zur Reproduktion dienen?

Deine Selbstaussage eben nicht zu dem Geschlecht und vor allem den Gentialien passt,
anhand derer einst die Hebamme bzw. der Arzt entschieden hat,
welches Geschlecht Du angeblich hast?

Sodass heute alles was Du über Dich sagst,
nicht zu den Erwartungen,
der über Dein Gefühlsleben unaufgeklärten, unwissenden Gesellschaft passt,
nicht zu dem Geschlecht passt,
dass diese Gesellschaft Dir unterstellt, das Du hättest,
Welches aufgrund Deiner Genitalien in Dein Geburtsregister eingetragen wurde?

Und dass Du aufgrund dieser beschriebenen Problematik,
die Du mit Deinem Körper, aber insbesondere mit der Gesellschaft hast,
die Dein Aussehen und Verhalten ständig einstuft und kategorisiert, bewertet und befindet,
dass Du Dich ständig in einer fremden Welt fühlst,
die Dich nicht versteht, die nicht für Dich gemacht zu sein scheint,
umgeben von Zombies, die Dich nicht verstehen können,
da sie Lichtjahre entfernt sind im Verstehen, was Du ihnen über Dich sagst?
Dass Du angefangen hast, Dich in Deiner eigenen Bubble zurückzuziehen,
mit Menschen, bei denen Du sicher bist,
und auch spürst,
dass sie Dich richtig lesen und verstehen können,
dich in dieser Bubble zurückziehst,
in eine Kuschelzone, Deine Insel,
die Du nur ungern, nur wenn es der Alltag erfordert,
verlässt?
Dass Du aufgrund der beschriebenen Problematik nicht auf Dein Aussehen achtest,
wenn Du in diesen Alltag des Uvnerständnis eintauchen musst,
da Du ja weißt, dass Du sowieso falsch gelesen wirst,
da Du schon oft Spott und Häme dann erfahren musstest,
sonden Dein Aussehen nur dann Deinem wirklichen Geschlecht anzupassen versuchst,
für Menschen, bei denen Du davon ausgehen kannst,
dass diese Dich freudig aufnehmen, mit viel Empathie, Zuneigung und Liebe?

Mit Deinem Körper beschäftigst Du dich aber ständig,
Du bemühst Dich, dass er für Dich passend wird,
aber Du bist nicht nackt in der Gesellschaft,
daher sind immer die oberflächlichen Dinge wichtiger,
wenn Du in diesem ungeliebten Alltag eintauchen musst,
und diese Dinge, die andere dazu bringen,
dass Du falsch gelesen wirst, dem falschen Geschlecht zugeordnet wirst,
immer für diese Menschen so zu gestalten,
dass diese keine Fragen stellen,
diese Mühe möchtest Du Dir nicht mehr machen,
denn Du hast schon oft erfahren,
dass sie nur dann nicht fragen,
wenn sie glauben "es stimmt alles",
sobald sie etwas später am Abend etwas bemerken,
was von ihren Erwartungen abweicht,
war Deine Mühe wieder umsonst.

Dummen Menschen möchtest Du nichts mehr vorspielen, vormachen,
vorspielen und vormachen, was sie brauchen, damit sie Dich,
in ihre Verständniswelt einordnen können.
Du möchtest,
einfach so sein wie Du bist.

Und ja - es gibt Menschen, die Dich so lieben und toll finden wie Du bist.
Das weißt Du, und desshalb suchst Du auch wie ich diese Menschen.
Desshalb habe ich diese Facebookseite gemacht,
für Dich und mich,
desshalb schreibe ich an einem Buch,
für Dich und mich,
denn mit diesen Zeichen,
die ich in die Welt sende,
ist es möglich, dass wir uns finden,
denn im Alltag, wirst Du mich,
und ich sehr wahrscheinlich Dich,
nicht treffen.

Willkommen in Deiner Kuschelzone.



Auf meiner Facebookseite
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kannst Du die Entstehung meines Buchprojektes
"Das Heterosexualitätskonstrukt"
Artikel für Artikel online mitverfolgen.

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Warum schreibt man "sein" Buch ?

Postby NikiLE » Thursday 8. March 2018, 09:52

Die - für mich - bislang beste Antwort auf diese Frage ist heute 505 Jahre alt: Machiavellis Brief an Vettori vom Dezember 1513:

Machiavelli war ein Karrierist, Machtpolitiker. In der kurzlebigen Republik, die sich im Florenz um 1500 herum für nur 12 Jahre halten konnte, kam er sehr weit nach oben, wurde Chef einer Behörde, die für Aussenpolitik und Kriegsführung zuständig war, wurde in diplomatischen Missionen zu Päpsten, dem Kaiser, dem König von Frankreich und Caesare Borgia geschickt. Er verhandelte nicht nur mit ihnen, sondern studierte sie regelrecht. Nach der Restauration der Medici wurde er verhaftet, gefoltert, doch kam noch glimpflich davon. Er wurde auf sein kleines Landgut ausserhalb der Stadt verbannt, die er nicht mehr betreten durfte. Bemühungen, die Verbannung aufzuheben, wieder zu einem Amt zu kommen, scheiterten. Es ging ihm aber nicht schlecht - er brauchte nicht selbst körperlich zu arbeiten, führte ein behagliches Frührentnerdasein. Und er schrieb die Bücher, für die er heute berühmt ist, die immer noch mit Gewinn zu lesen sind.

Von seinem Leben und seinem Schreiben erzählt er in diesem Brief an seinen Ex-Kollegen und Freund Vettori, seinerzeit Botschafter der Medici beim Papst. Ein paar kleine Dinge muß man noch wissen, um den Brief richtig zu verstehen:

Machiavelli hatte Steuerschulden, lies einen kleinen Wald schlagen und hoffte, vom Holzverkauf die Schulden bezahlen zu können - von diesem Verkauf ist viel die Rede, auch von der Schenke, in der er sitzt - es ist seine eigene kleine Kneipe, sein Gutsausschank sozusagen. Das recht schmucklose Gutsgebäude und die Schenke gibt es bis heute und auch den Platz, an dem Machiavelli schrieb, kann man besichtigen.

Und in dem Brief erfährt man nicht nur, warum "man" schreibt, sondern auch, daß sich an den Grundbedingungen des Lebens in den letzten 505 Jahren kaum etwas geändert hat - Fortschritt ? Forget it !

Der link führt zu einer alten Ausgabe des berühmten "Fürsten", dem dieser Brief an Vettori vorangestellt ist:

http://sapientia.ch/ebooks/machiavelli-der-fuerst.html
NikiLE
 
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