1.2.71 Letztes Gericht

1.2.71 Letztes Gericht

Postby JasminRheinhessen » Tuesday 18. April 2017, 08:22

(Anm: aus Zeitgründen hier keine Zeilenformatierung)

Mittwoch, 7. April 2077, 20:12 Uhr. Klinikzentrum West. Carol's Büro.

Carol stand wieder am Fenster, es war dunkel. Die Straßen ruhig. Wenig Autos suchten sich den Weg nach Hause. SuKi müsste jeden Moment hier sein. Es war ein Gefühl in ihr, dass sie schwerlich beschreiben konnte. Befreiung und Eingesperrtsein gleichermaßen dominierte sie in ihren Gedanken. Sie wusste, dass sie für das Verlassen des Hetero­sexualitätskonstruktes, des Genitalismus, einen Preis zu zahlen hätte. Wie hoch, wird sich zeigen. Dann ein Klopfen. Chloe hatte die Vorzimmertür wie besprochen offen gelassen, sodaß SuKi direkt an die Bürotür kommen konnte, wie es sich gehört, klopfte sie an.
„Komm rein, wenn Du SuKi bist, alle anderen, heute keinen Termin mehr!“ Carol spürte, dass sie innerlich angespannt war, das schlug sich auch in ihrem Ton nieder. Ja sie war wie ein Hund, der in die Ecke getrieben wurde. Sich entscheiden müssend, ob er winseln oder zubeissen sollte. In ihr kam alles hoch, was sie die letzten Jahre verdrängt hatte, in ihrer Schulzeit, vor allem die Jahre 2039 bis 2045, im Unterricht wurde kein Wort von Homosexualität erwähnt, aber auf dem Schulfhof wurde das Wort Schwule benutzt, um andere Jungen zu beschimpfen, schwul sein war etwas, wovor Du Dich schämen musstest, kein Wort von Regenbogenfamilien im Unterricht, nichts wurde den Kindern beigebracht, was sie zu einer neutralen Meinung hätte bringen können, nur über Heterosexualität wurde geredet, sie wurde zur Normalität idealisiert, Abweichungen davon wurden von den Kindern außerhalb der Schule wahrgenommen und dementsprechend geahndet, schon auf dem Weg zum Kindergarten hatte er immer Angst vor diesem riesigen steineren Kreuz, mit diesem Mann dranhängend, mit dem verzerrten Gesicht, er träumte nachts davon, er musste auf seinem Weg zum Kindergarten und auch später wenn er zur Schule ging, immer daran vorbeigehen, er hatte Angst vor diesem Monsterkreuz, er verstand nicht, dass sich niemand darum bemühte, die Kinder davor zu schützen, aber es wurden Demonstrationen abgehalten, auf denen sich Mütter beschwerten, dass ihre Kinder in der Schule etwas von der Liebe zwischen Frauen erfahren sollten. Edward stürzte in eine tiefe Depression, Carol war schon in ihm erwacht, sie zuzulassen in diesem Umfeld eine Unmöglichkeit, ein Märtyrium, drei Jahre Therapie schon während der Schulzeit prägten ihn. Carol dreht sich nicht zur Tür, Carol wollte abwarten, was SuKi sagen würde, bevor sie sich umdreht. Es könnte als feige interpretiert werden, aber es war das, wofür sich Carol jetzt entschied. Immer noch wirkte die Schulzeit nach, wie ein unauslöschliches eingebranntes Siegel in ihrer Seele. Schuld. Sie war schuldig. Sie tat etwas, wovor Du Dich schämen musst. Was Du verstecken musst. Verheimlichen. Wie ein Diebesgut hüten. Vielleicht war SuKi nicht dass, was sie sich erhoffte. Vielleicht fand sie seinen Aufzug lächerlich. Es war schwierig. Sehr schwierig.
Carol hörte, wie die Tür sich öffnete, SuKi sagte nichts. Sie schloss die Tür hinter sich, und blieb anscheinend in der Nähe der Tür stehen. Carol wartete noch ein paar Sekunden. Waren es 5 oder 10 Sekunden? Dann nahm sie den Blick von der Straße unten, drehte sich zu ihr. SuKi war bezaubernd wie immer. Ein funkelndes Diadem und eine Rose im Haar, ein sehr kurzer, aber nicht zu kurzer Rock, und eine wunderschöne, seidig glänzende Bluse, die eher zu eng war, als dass sie etwas verstecken wollte. Ihr Gesicht wirkte bizarr. Wie ein Ertrinkender, der gerade aus Seenot gerettet wurde, Grund zur Freude hätte, aber sich noch nicht so richtig freuen konnte, da seine Kameraden umgekommen waren. Er der einzige Überlebende war, jetzt in die Sonne schauen durfte, und sich nicht entscheiden konnte, sich über die wärmenden Strahlen zu freuen oder zu trauern, dass nur er sie genießen durfte.
„Schön dass Du gekommen bist, wie Du siehst, gibt es Barton nicht mehr, Barton war immer Carol, nur durfte das niemand wissen.“ Carol blieb in einem eigenartigen sachlichen Modus bei ihrer Begrüssung, völlig konträr zu ihren emotionsgeladenen Gedanken. Vielleicht war es die Umgebung, ihr Büro, dass ja gewöhnlich bisher von Dr. Edward Barton besetzt war, und ihr Türschild mit gleichem Namen, dass Carol zu dieser Sachlichkeit hinreissen ließ. Carol spürte dabei, dass es keiner Erklärungen für eine Frau wie SuKi bedurfte, um das alles selbst zu sehen, was mit ihr war.
„Ich hab dieses Versteckspiel nun beendet. Ich weiß, was das bedeutet und welche Folgen das haben könnte. Und ich sehe in Deinem Gesicht, dass du es auch weißt. Setz Dich.“ Carol blieb in diesem Modus der verhältnissmässigen Emotionslosigkeit, sie konnte nichts dagegen tun. Vielleicht war zu viel in ihr abgestorben. Zuviele Kameraden hatte sie auf ihrem Rettungsboot verloren, war die einzige Überlebende. Kein Freudenfest wollte sich entfachen, als ihre nackten Füße den warmen, rettenden Sandstrand durchschritten.

„Es ist schön diese Nachricht zu erhalten, und auch vor mir zu sehen, ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich bin voller Freude. So habe ich mich lange nicht gefreut!“ SuKi versuchte das Fest anzustimmen, das diese Situation verdient hat. Verdient hätte.
„Es lässt mich hoffen, ich drücke Carol in Gedanken an mein Herz, ich freue mich mehr, als dass ich Schmerzen empfinde, Schmerzen, die ich habe, wenn ich daran denke, was nun folgen könnte. Ich bin glücklich und traurig zugleich. Du hast Deine Rückreise nun beendet.“

Carol hörte SuKi's Stimme, sie klang weich und einfühlsam, ihre inneren Stimmen wurden aber lauter, je einfühlsamer und liebevoller SuKi zu ihm sprach, vielleicht war es der Gegensatz, den Schmerz den sie erfuhr, im Vergleich zu sehen, der Liebe die SuKi ihm in diesem Moment gab, zu spüren, was sie damals gebraucht hätte, als sie Carol in sich das erste mal spürte, diese Differenz war so stark, dass dieses Erkennen wiederum schmerzte, Carol hörte die Stimme des Therapeuten, der Edward vor sich sah, sagte, die Therapie wäre dann womöglich erfolgreicher, wenn Edward nicht anderen dafür die Schuld geben würde, endlich damit aufhören würde, anderen die Schuld dafür zu geben,, dass er eine Pussy wäre, Carol bekam einen trockenen Hals, als diese Stimme des Therapeuten wieder hochkam, Pussy, ein Wort mit einer negativen Konnotation in diesem Zusammenhang, ein Mann darf keine Pussy sein, sicher nicht, und erst recht keine haben, heute würde er diesen Therapeuten, wenn er vor ihm sitzen würde... den Mund verbieten.

„Nein, er hat nicht gesagt, halt die Schnauze, er hat eine Peitsche genommen, und hat sie ihm in die Fresse gehauen!“
Klaus Kinski, 20. November 1971, „Jesus Christus Erlöser“, Deutschlandhalle, Berlin West-End.

„Deine Rückreise beendet, aus Deiner Verirrung, die Dir die Gesellschaft bereitet hat. Du warst schon immer Carol. Ich kann Dir nicht beschreiben, wie mich das rührt. Ich drücke Dich immer und immer wieder an mein Herz. Wir werden uns viel zu erzählen haben. Ich spüre schon jetzt den Schmerz, wenn Carol mich verlassen wird.“

Carol lauschte. SuKi war so nah, nicht nur körperlich, auch in ihrem Verstehen, wie sehr hätte er diese Nähe gebraucht, als Carol geboren wurde, aber da war niemand, der sie in Empfang nahm. Es waren nur Regeln, Normen, Wände, Mauern und verschlossene Türen. Tuscheln und Geheimnisse, das schönste was ihr jemals in ihrem Leben widerfuhr, musste sie verstecken. Der Therapeut verteidigte die Schulleitung, sie würde den Unterrichtsplan kindergerecht gestalten, er sagte, er wäre ein Anwalt der Kinder und würde den Rektor immer in dieser Frage bestätigen, seine Magnifizenz tun alles, damit jeder Schaden von den Kindern abgewendet werden würde, sagte der Therapeut mehr als dreimal in einer Sitzung, Carol bekam innere Hitze, sie spürte, wie der Stress der letzten Jahrzehnte wie eine Dampfwalze über sie hinwegfuhr.

„Du bist mir so nah. Es ist völlig anders wie vorher, als Du noch... Jetzt bist du ohne Maske. Du bist Du. Und ich werde mich nicht mehr ängstigen, dass Du wieder diese Maske überstülpen wirst, nein, die Entscheidung, mich so zu empfangen, entspringt einer kindlichen aber mächtigen Hoffnung, die durch nichts zu erschüttern ist. Kein Genieren aus Sicherheitsgründen kann diese Entscheidung verwerfen. Jede Öffentlichkeit trotzend. Welch pompöse Zukunft wird Dir nun beschert werden, wenn nur nicht diese Mächte wären...“

Carol konnte den Sinn der Worte SuKi's nichit mehr aufnehmen, sie hörte nur noch ihre Stimme, sah ihre schönen Kleider, wusste, dass sie helfen wollte, Bisexualität würde die Untreue mitliefern, sagt der Therapeut als erstes, als Edward sich vorstellte, und erzählte, er hätte eine Freundin und mag auch Jungen, dieser Therapeut stellte Bisexualität als etwas dar, was Du Dir aussuchen würdest, nein, wir sind so geboren, und bi sind wir alle, oder wir vedrängen so stark, dass wir nur noch mit Komplexen leben, die unsere Emotionsskala, die wir für Menschen empfinden können, auffressen, bis nichts mehr übrigbleibt als ein Stammeln, ein Stottern, ein komplexbehaftetes Gestorbensein. Untreue. Welche Farce. Hetero. Welche Lüge.

„Meine Kleine. Sie erkennen nicht die Tautologie zwischen Edward und Carol, sondern sehen nur das Genital. Als wollten sie die Mathematik aus der Psychologie entfernen. Dass Du heute so vor mir stehst Carol, ist eine Zäsur. Ähnlich der Errungenschaft Daguerres, nun die Welt in Bildern festhalten zu können, macht Carol nun Bilder der genitalunabhängigen Geschlechtlichkeit. Verbreitet diese in die Welt des Genitalismus, und nicht nur in die Welt, sondern in sein zentrales Machtzentrum.“

Carol war regungslos, ihr Kopf wollte zerspringen. Vielleicht war es doch ein Fehler diesen Weg zu gehen. Diese Konfrontation mit der genitalistischen Welt aufzunehmen. Der Therapeut, er meinte, dass es nicht schlimm wäre, wenn Schwule offen durch die Straßen laufen und ihre Gelüste zur Schau stellen nach dem Motto "Wir kämpfen um unsere Rechte". Edward wollte ihn damals immer unterbrechen, aber er ließ keinen Zwischenruf zu, keine Zwischenbemerkung, ich habe immer wieder versucht, Menschen beizubringen, fuhr er fort, dass es abscheulich und ekelig ist, wenn man seine sexuelle Orientierung offen im Beisein von Kindern zur Schau stellt, desshalb unterstütze ich auch die Schulpläne wie sie sind, nein, das offene zur Schau stellen soll nicht sein, und das darf nie sein, es muss verboten werden und das hat mit Diskriminierung nichts zu tun. Die Heterosexuellen gehen doch auch nicht auf die Straßen, um ihre Orientierung auf ein Schild zu heben. Carol spürte förmlich, wie es damals war, als sie diese Worte hörte, wie sie auf dem Stuhl vor seinem Schreibtisch saß, so falsch waren sie damals diese Worte, so gravierend waren die Schäden, die sie im Laufe der Jahre in seiner Seele, in der Seele Carols angerichtet haben, wie Wasser das einen Stein aushölt, im Laufe der Jahre, Carol durfte nie geboren werden, sie war im Weltbild des Therapeuten nie vorgesehen, dafür sorgte die Tatsache, dass Carol für ihn ein Mann war, und seine feste Überzeugung, dass das künstliche Konstrukt Heterosexualität die Norm wäre. Alles andere Abnorm und therapiebedürftig. Kinder müssen davor geschützt werden. Wie vor einer ansteckenden Krankheit. Carol nahm all ihre Kräfte zusammen, fing an zu sprechen. Nun war mehr Emotion in ihren Worten, als am Anfang.

„Es ist noch ungewohnt für mich auf diese Deine Worte zu reagieren, bin ich doch noch in der Pubertät, ein kleines Mädchen ohne Erfahrung, aber Du bestärkst mich und gleichst diese Unerfahrenheit aus. Niemand anders wie Du hätte mich heute besuchen dürfen.“ SuKi blieb im Raum stehen, sie war zu erregt, als dass sie sich hätte hinsetzen können. Auch Carol blieb im Bereich des Fensters stehen, klappte den Bildschirm ihres Computers auf, der in einem Regal neben dem Fenster lag.

„Ja - das Machtzentrum, sie haben eine Sondersitzung einberufen, schon vor 2 Stunden, ich zeichne alles auf. Sie haben nicht alle Kameras und Abhörwanzen entdeckt. Es sieht nicht gut aus. Ich denke nicht, dass ich hier bleiben kann. Das Büro, mein Job...“ Carol schaltet das Gerät ein, sodass ein Raum auf dem Bildschirm sichtbar wurde, ein großer weißer runder Tisch, ringsum saßen Männer in Anzügen. Wassergläser und DIN-A4 Blätter zierten die Tischoberfläche. Wasserflaschen und Computer. Ab und zu huschte eine Sekretärin durchs Bild, die aussah, als ob sie auf dem Weg in ein Bordell wäre. Vollbusig, blond, kurzer Minirock. Ein Sprecher saß vorne am oberen Tischrand. Vor ihm war ein Mikrophon platziert. Er sprach mit festem, tiefen Bariton, männlich, herrisch und dominant:

“Die Grundkonstruktion, alle Perspektiven, unser Geist, wir werden dafür kämpfen. Die Causa Dr. Barton wird uns nur Antreiben. Er hat Hochverrat begangen. Das Klinikzentrum West mit Propaganda der Selbst­be­stimmungskampagne geflutet, seine Macht missbraucht. Dieser Mensch besitzt die Illusion eine Frau zu sein. Das ist lächerlich wie der Tratsch der Dorffrauen vor dem Sonntagsgottesdienst. Die Sexologen, Psychiater, Ärzte und Richter, hohe Beamte, sind auf unserer Seite. Es kommt auf einen Esser mehr oder weniger in unseren gutbehüteten Forensiken nicht an. Eine Unterbringung nach § 63 StGB ist angezeigt. Dieser Mann ist allgemeingefährlich und durch seine Verwirrung schuldunfähig. Die Um­gebung wird für ihn keine große Umgewöhnung erforderlich machen. Sein Büro ist dann nicht mehr im 8. Stock, sondern in einer Spezialabteilung des 2. Stockwerkes. Er kann dann in einem Patienten­zimmer seine Memoiren schreiben, und sein Platz im 8. Stock wird frei für Männer, die wissen, was sie zu tun haben. Eine psychosoziale Reinte­gration wird nicht vorgesehen, eine Resozialisierung ist nicht erwünscht, das Rückfallrisiko in dieses Investment ist zu hoch, und steht auch in keinem Verhältnis zum Schaden, der für uns dadurch dann entstehen könnte. Das therapeutische Ziel ist Ruhigstellung. Wir müssen dann auch Behandlungsplätze ausbauen, auch im Kreise unseres Agenten Morrisson gibt es einige Überläufer. Stan halten wir unter Beobachtung, er soll uns weitere Informationen liefern. Die Diagnostikphase kann auf eine Sitzung beschränkt werden. Pro Forma. Das spart Zeit und Kosten. Und für alle gilt: Keine Rehabilitationsmaßnamen. Die Therapieziele entsprechen unserem gesetzlichen Auftrag. Die Behörden arbeiten von Amts wegen, Kraft ihres Amtes. Alle Psychatrien wurden in den letzten Jahren gleich­geschaltet. Es sind keine Probleme aus internen Kreisen zu erwarten. Das Sicherheitskonzept ist maximal geprüft. Es gibt nur hochgesicherte Be­reiche der Stufe 1. Es muss eine Einweisung für diesen Mann geben. Die Spezialabteilung bietet psychiatrische Betreuung, Funktionen einer Er­ziehungsanstalt sowie die Sicherungsverwahrung. Wir haben alle Maßregelmodule zu einem Gesamtkonzept kombiniert.“

SuKi hatte sich in der Zwischenzeit hingesetzt, langsam ging sie zum großen Sofa in der Mitte des Büros, auf dem am Montag Gordon gesessen war, vor etwas mehr als 48 Std. befand sich Carol noch in einer völlig anderen Welt. Auch einer völlig anderen Gefühlswelt. Carol nahm das Empfangsgerät, ein kleiner Computer, mit zum Sofa, setzte sich nicht an ihren Schreibtisch, sondern neben SuKi, platzierte das Gerät vor beiden auf den Tisch. Die Stimmen aus dem Gerät blubberten unermüdlich weiter. SuKi war in diesem Moment kein Objekt der Begierde mehr, sie war wie eine Schwester, eine Busenfreundin, Verbündete, eine Seelenfee, die Carol verstand. Sexualität rückte in weite Ferne in diesem Moment ihrer Begegnung.

„..koninuierliche Leistungen.. ...Qualitätskennzahlen... ...Kapazitäten bis 2078 ausbauen... ...oberste Ziele... Behandlungsergebnisse... ...Patienten... ...Mitarbeiter... ...erstklassige Qualität... ...Kliniken... ...Vergleichswerte... ...Nutzen optimieren...

„Warte ich bring uns etwas.“ Carol stand auf und ging zu einem Regal mit einer Klapptüre, die aussah, als gehörte sie zu einer Bar, nach dem Öffnen entpuppte sie sich aber als Naschvorratsbehälter. Darin waren allerlei Kekssorten, Schokopralinen, auch Kuchentörtchen, Gebäck in ver­schiedensten Variationen. Sie schnappte sich eine große Pralinenschachtel und eine Tüte mit Schokogebäck, dazu einen großen Glasteller, der in der Bar bereitstand und noch vollgekrümelt war, schloß die Bartür, die mit einem sanften Klack signalisierte, dass sie zu war, und kehrte zum Sofa zurück, nicht bevor sie sich noch zwei Flaschen Orangensaft mit zwei Gläsern geschickt unter ihre Achseln klemmte.

„Wir müssen ja nicht auch noch hungern, während wir dieses Szenario verfolgen“ Carol verteilte ihre Beute aus ihrem Schrank nun neben dem Empfangsgerät auf den Tisch, füllte den Glasteller mit Keksen und Pralinen. Schenkte die Gläser mit Orangensaft ein. Es war 20:53 Uhr, ein schöner Abend an diesem 7. April, nach einem sonnigen Tag, wenn Du die Umstände nicht auch wüsstest, in denen die beiden sich gerade be­fanden, hättest Du diese Szene nun der Romantik zuschreiben können, nur leider war dem nicht so.

„Danke Carol, das ist lecker, woher weißt Du, dass ich Kekse und Pralinen mag.“

Zum erstenmal hörte sie nun ihren Namen aus Suki`s Mund, ein feierlicher Augenblick, den Carol zusammen mit einer Marzipanpraline krönte.

„Ich spüre das, ich bin doch mit Dir seelenverwandt“, erwiderte Carol verschmitzt, aber auch trotzdem unruhig, es war die Verzweiflung, die ihren Flirt in Sarkasmusnähe brachte.

„Finden Sie nicht, Herr Ministerialrat, dass Dr. Edward Barton unschuldig ist? Was hat er denn verbrochen? Dass er eine Frau ist? Ich verlange vor diesem Ausschuss die Rehabilitation von Dr. Barton. 1793 schrieb Olympe de Gouge aus ihrer Todeszelle an das Revolutionstribunal:
“Unerschrocken, gerüstet mit den Waffen der Redlichkeit, trete ich euch entgegen und verlange von euch Rechenschaft über euer grausames Treiben, das sich gegen die wahren Stützen des Vaterlandes richtet. (...) Ist nicht in Artikel 11 der Verfassung die Meinungs- und Pressefreiheit als kostbarstes Gut des Menschen verankert? Wären denn diese Gesetze und Rechte, ja die ganze Verfassung nichts weiter als hohle Phrasen, jedes Sinnes entleert? Wehe mir, ich habe diese traurige Erfahrung gemacht.“
Das waren die Worte einer Frau, die zum erstenmal in der Geschichte Bürgerrechte für Frauen einforderte, als sie in ihrem Schreiben “Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne“ an die franzö­sische Nationalversammlung erklärte:
“Niemand darf wegen seiner Überzeugungen, auch wenn sie grundsätzlicher Art sind, belangt werden. Die Frau hat das Recht das Schafott zu besteigen; sie muss gleichermaßen das Recht haben, die Tribüne zu besteigen“
„Olympe de Gouge endete am 3. November 1793 an der Guillotine auf der Place de la Concorde. Möchten Sie, Herr Ministerialrat mit ihrer Ent­scheidung gegen Dr. Barton genauso handeln, wie diese Unmenschen? Haben Sie in den letzten, nun fast 300 Jahren keine kulturelle und humanistische Entwicklung durchschritten, als Menschen zu bestrafen, weil sie ihre Meinung sagen, und zusätzlich, weil sie Frauen sind?
Wollen Sie wie 1793 dies als unerwünschte Einmischung in die Politik der Männer werten?“ SuKi und Carol lauschten gespannt dem Geschehen, SuKi hatte beide Backen voll Kekse, während Carol sich an Pralinen, diesmal mit Nussfüllung festhielt. Es war schwer zu sagen, ob beide die Tragik der Argumente des Verteidigers von Carol verdrängen wollten, oder ob sie sich gegenseitig Mut machen wollten, nicht zu verzweifeln.

„Sie wollen...“

„Ja - ich will“, der Verteidiger Bartons steht nun auf, wird aber von zwei Männern festgehalten, sodass er sich nicht näher an den Ministerialrat heranbegeben konnte. Am Weitersprechen wurde er aber noch nicht gehindert.

„Der Angeklagte ist ohne festen Wohnsitz, er wohnt in seinem Büro, sammelt politische Feuilletons, schreibt seit Jahren auch selbst welche, hier ein Auszug:
Gutachteruntersuchungen und Beichten haben vieles gemeinsam, elitäre Sprache, ritualkonforme Kleidung, die das Geschwätz und der Heuchelei wissenschaftlichen Anstrich verleihen sollen, das wichtigste sind jedoch die Ablasszahlungen, und diese werden noch gekrönt mit dem Spreizen der Schenkel, besonders bei sogenannten Tr☹nsmännern wird das Speculum lüstern und gern eingeführt. Sodenn die Patienten ihre Legitimierung für das Weiterleben erhalten und das Verkünden, wie wichtig Gutachterverfahren sind. Und das Beichten.

Ein anderer meldet sich zu Wort:
„Er hat keine Freunde, mit denen er am Wochenende Golf spielt, und dessen Mätressen für ihn danach am Abend die Beine spreizen, reiche Freunde, die an der Getreidebörse handeln, während jeden Tag 18000 Kinder mangels Nahrung sterben, weil diese Aktionäre und Spekulanten dafür sorgen, dass Lebensmittel vernichtet werden, damit die Preise stabil bleiben“

Der neben dem anderen Sitzende ruft:
„Kapitalismus und Patriarchat gehen Hand in Hand. Macht der Männer wird durch Kapital gesichert. Desshalb kämpfen wir heute noch um Frauenquoten. Kapitalismus und Testosteron sind damit verwandte Faktoren.“

Einer aus den hinteren Reihen ruft nach vorne:
„Der Angeklagte wurde observiert und hatte Kontakt mit Salammbo, sie wohnt in einer ärmlichen Wohngegend. Dort hielt er sich die letzten Monate öfters auf.“

Wieder einer aus den hinteren Reihen:
„Er hält Kontakte zu Gotteslästerern und Staatenlosen“

Rufe:
„Entfernen Sie diese Männer aus dem Sitzungssaal!“

Andere Rufe:
„Lasst Sie reden.“

„Er verkehrte in Kreisen von Geflohenen. Zigeunern. Landstreichern. Huren. Nutten. Prostituierten. Behinderten. Waisenkindern. Apathischen. Kranken. Kriminellen. Revolutionären. In Ghettos, bei Asozialen. Arbeitslosen. Obdachlosen. Unterhält Kontakte zu Verurteilten. Gefangenen. veröffentlicht Breife für Gejagte. Misshandelte. Gibt Zornigen halt. Kriegs­verweigerern. besucht Verzweifelte. Setzte sich für schreiende Mütter in Kriegsgebieten ein. Er ist kein Arzt, er ist Schriftsteller, für Hippies. für Gammler. für Fixer. für Alkoholiker. für Ausgestossene. für zum Tode Verurteilte.“

„Ist ist elternlos aufgewachsen? Wer ist seine Schwester, seine Mutter?“

„Vielleicht ist seine Mutter eine Nutte?“

„Vielleicht ist sein Vater ein Gefangener oder lebt in einer Wohn­gemeinschaft, oder einer kommunenähnlichen Gemeinschaft? Bevorzugt er Damen als Adressaten?“

„Er gehört nicht der genitalistischen Gesellschaft an, er schreibt mehr Briefe als Romane, er gehört keiner Partei an. Auch nicht der Katholiken, oder anderer Christen. Keiner Religion. Er ist nicht auf Parteitagen zu finden. Auch nicht auf Versammlungen. Er hasst Parolen, sowie systemkompatible Parteiprogramme. Aus senen Briefen ersehen wir seine Geisteshaltung, mehr als aus 100 seiner Romanwerke. Nein - er ist auch nicht Protestant. Niemand kann so kurzsichtig sein, das geistige Bild zu erkennen, was sich aus seinen Briefen ergibt. Er wird auch nicht Neger genannt, auch kein Jude. Auch kein Marxist, Leninist, Kommunist. Er trägt keine Uniform oder Anzug mit Krawatte und hat nie eine große Schnauze!“

„Nehmt ihn in Gewahrsam! - Schluss! Bringt ihn in eine Ausnüchterungs­zelle. Personalien aufnehmen. Erkennungsdienstliche Ermittlung. Finger­abdrücke abnehmen. Girokonto sperren und Führerschein einziehen.

„Lasst ihn doch, er ist doch schon genug gestraft mit seinem Verstand. Kann er überhaupt noch onanieren?“

Der Verteidiger Barton's befreite sich mit einem Ellenbogenkick von seinen Bewachern, die ihn versuchten, aus dem Raum zu zerren.

„Komm Du jetzt zu mir - wenn Du so eine großes Maul hast! Los! „

Ein Mann mittleren Alters kam nach vorne, stellte sich neben dem Verteidiger und meinte:

„Ihre Verteidigungsrede klingt wie eine Anklage, ich glaube sie sind verwirrt.“

„Nein - ich bin nicht verwirrt - Nur Ihre Verwirrtheit ist moralisch und historisch so tief, das das Loch groß genug wäre um eine riesige Erdpyramide darin zu versenken! Sie wären so rießig, dass sie in eine Million Jahren nicht verwittern würden und Zeugnis geben könnten, wie verwirrt sie gewesen sein mussten!“

„Dr. Barton, angeklagt wegen Verführung, anarchistischer Tendenzen, Verschwörung, Missachtung der Staatsgewalt. Besondere Kennzeichen: Brüste durch Hormone. Solche Wesen gehören nicht der Sterblichkeit an, sondern der Geschichte. Angeblicher Beruf: Sexologe. Nationalität: Unbekannt. Der nächste Reformator ist nicht wie Luther ein Mann, sondern wie dieses Wesen, eine Frau. Ihr Deckname: Humanist. Kriegsgegner. Licht der Liebe. Erlöser.“

Carol's Blick wurde apathischer, alleinig die Parlinen und der darin enthaltende Energievorrat schien sie am Leben zu erhalten, vielleicht war das der Grund, warum sie unermüdlich weiterfutterte. SuKi war in Gedanken bei Carol, wusste, dass aber jetzt jedes ihrer Worte sinnlos wäre, sie beschränkte sich darauf, Carol genau zu beobachten, wie sie reagierte, um dann im Notfall aktiv werden zu können.

Carol kann die wunderschönen Schenkel von SuKi heute nicht genießen, die sie neben ihr sitzend übereinandergeschlagen hat, obwohl dass die Stelle wäre, ihre Reformation zu beginnen, das wäre die richtige Stelle, die es anzubohren gilt, immer gleich das Brett nehmen, was am dicksten ist. Nicht lange fackeln. Den Stier bei den Hörnern packen. Und Frauen an ihre Brüste. In ihr kreisen unermüdlich Gedanken ihrer Vergangenheit. Das Geschehen im Sitzungssaal des Machtzentrums lässt immer wieder die Vergangenheit in ihm hochkommen, sie wird immer stärker, als wäre es gestern gewesen, als der Therapeut in einer der unzähligen Sitzungen länger zu reden anfing, als ob er sich selbst therapieren wollte, ich weiss, sagte er, dass darf man eigentlich gar nicht denken, meinte er, aber was wäre denn, wenn Tr☹nssexualtiät, das Gefangensein im eigenen Körper, tatsächlich eine psychische Störung wäre, was würde es bedeuten, wenn man diese Störung für normal erklärt? Wäre es nicht absurd? Man stelle sich ein Kind vor, dass wegen eines Geburtsfehlers mit nur einem Arm auf die Welt kommt, und lässt es, weil es ja normal ist, später als Handballspieler in der Nationalmannschaft spielen, es hat ja die gleichen Rechte, wir können doch nicht aus Gründen der Political Correctness das Spiel mutwillig verlieren wollen, es gibt ja auch eine eigene sportliche Kategorie der Behinderten, wo sollen denn die Kinder herkommen, wenn alle heiraten, wen sie wollen? Ja - für Gutmenschen klingt das schecklich und widerwärtig, aber was ist mit diesem Argument, ist es wirklich komplett falsch? Ist es nicht eine wichtige philosophische Grundsatzfrage, wie man mit Anomalien umgeht? Nein, verspotten dürfen wir sie nicht, das wäre unfair. Das geht nicht. Aber wir können doch diese Anomalien nicht zu einem Normalzustand erklären? Carol versuchte sich zu beruhige, die Schokolade in ihrem Mund war jetzt die richtige Droge. Zucker ist zwar nicht gerade gesund, richtete aber im Moment weniger Schaden an als Alkohol. Außerdem macht sie die Süße müde, hatte eine sedierende Wirkung. Der Laptop gab weiterhin Stimmgeräusche von sich, SuKi neben ihr war ruhig, aber aufmerksam und hellwach.

„Veranlasen Sie alle Behörden Ermittlungen einzuleiten, Dr. Edward Barton wird einem Gericht überführt und dann wird sein Ziel die Forensik sein. Jede Amtsstube nimmt Hinweise entgegen. Wir werden nicht zulassen, dass er in die Welt hinausschreit, dass die bestehende Ordnung unter­gehen wird.“

Rufe aus den hinteren Reihen:
„Sie meinen eine Ordnung, in der Theologen Trost verteilen an Sol­datenmörder, die in Kriegsgebieten Frauen, die ihre Kinder auf ihren Armen halten, abknallen?“

Ein anderer Mann meldete sich zu Wort:
„Er ist nicht der Mann, der unter Beamten, Behörden, Bankiers, Richtern, Henkern, Offizieren, Politikern, Kirchenvertretern, oder ähnlichen Macht­vertretern geduldet wird. Er ist nicht der Sexologe, der euch weiter in euren Lügen bestätigt. Seine Rolle spielt. Und dem ihr auf sein Maul schlagt, wenn er aus seiner von euch vergebenen Rolle fällt. Und der euch desshalb nicht mehr mit seinem Munde zurufen kann. Weil ihm der Mund bereits gestopft wurde. Der Mund will sagen, dass er es satt hat, diese Show, diese Rituale weiter mitzumachen, euer ekelhafter Anzug, eure patriarchalen Symbole, Krawatten und Mätressen, umgeben mit Weihrauch, ekeln mich an, dieser Weihrauch stinkt nach verbranntem Frauenfleisch, eure Hexenverfolgung, eure Heuchelei, eure Feste, erträgt er nicht länger, betet, aber er wird nicht da sein, behaltet eure Ehren­kodexe und Preise, das ist nicht mehr seine Welt, er will das alles nicht mehr, er tanzt durch Wälder mit Eichen, Birken, Tannen, Fichten Föhren und Seidenlärchen, Barfuß auf samtenem Moose, während ihr Wäldern aus Galgenbalken euer Unwesen treibt, eure Füße auf der ein­dimensionalen Erkenntnis der Dummheit stehen, die kalt ist wie Stein, eure Schritte quälen und Füße erfrieren lassen, sodaß ihr nie stehen bleiben könnt, in der Hoffnung, eure Fortbewegung würde euch wärmen, euch Erkenntnisse bringen, während hinter euch eure Opfer an den Galgen hängen, wie Laub an den Bäumen, er wird euch keine Sicherheit mehr geben können, keine Ruhe, die eure Helfer in Zukunft mit Tränengas gewährleisten müssen, mit Gummigeschossen, mit Knüppeln, er wird euch keine Garantie mehr darüber geben, keinen Eid schwören, dass er gehorcht, oder eure Ordnung länger aufrechterhalten, eure Ordnung, die nichts anderes als ein Erziehungsheim ist, eine Anstalt, eine Gefäng­nisordnung, Zuchthausordnung, Ordnungsanweisung aus Irrenanstalten, ungehorsam und ruhelos wird er diese Ordnungen brechen, der, der in seinem Büro wohnt, kein Haus besitzt, er gibt euch euren Erfolg nicht, er läuft auf duftigem, grünem samtigen Gras, in einem Land, in der die Hitze nicht heiß ist, die Kälte nicht kalt, statt heißer Tage es nur heiße Stunden gibt, Luft wie Champagner, nein - er füllt nicht eure Sparbücher und Kon­ten, und mehrt nicht mehr euren Besitz, er ist der, der abends zum Fenster seines Büros herunterschaut und sich fragt, ob die Menschen, in ihren Autos, heimfahrend, glücklich sind, und sich fragt, welche Menschen ohne Auto auf den Lüftungskanälen der Kaufhallen sitzen, im November, wenn es anfängt kalt zu werden, er hasst Testosteron, es ist die Ursache von Gewalt, Aggression, Kriegen und letzten Endes die Ursache des Raubtierkapitalismus, des Kapitalfaschismus, der Kinder verhungern lässt, obwohl es genug zu essen gibt. Es macht gewissenlos - es macht Menschen zu Vergewaltigern. Besitz zu raffen ist auch Vergewaltigung, Vergewaltigung der Armen. Aufwiegeln ist nötig, um diese Missstände zu beenden, ein Aufschrei ist angezeigt, die Frauen und Männer, die nicht das Genital haben, dass ihr selbstbestimmtes Geschlecht zeigt, zu befreien, er wird euch Blinden, die wahren Geschlechter sehen machen, die gequälten Seelen erlösen, Liebe wird euch bekämpfen, alles Bestehende ist schwächer als die Liebe, die euch erst lebendig machen wird, euch Zombies und Vampire, Horrorclowns und Gefühllose, ihr werdet durch Liebe unsterblich, Dr. Barton - er ist da, rufen sie, Dr. Baron, nein Carol, rufen die Frauen, Lesben, die Schwulen und die Tr☹nssexuellen, die Tr☹nsvestiten und Damenwäscheträger. Carol ist da, rufen die Cross­dresser, die Tr☹nsidenten und Pansexuellen, die Bisexuellen und die Asexuellen, die Travestie-Stars und die Drag Queens, die Drag Kings und Intersexuellen, Feministinnen und Feministen, die Operierten und Nichtoperierten. Carol ist da, rufen die Asozialen, die Zigeuner, die Verurteilten, die Gejagten, die Prostituierten, die Waisenkinder, die mit Psychopharmaka von euch Vollgestopften, die Hippies, die Juden und Neger Genannten, die Alleinerziehenden, die Gefangenen, die im Straf­vollzug sich Befindenden, im offenen und geschlossenen, die in der Forensik Festgehaltenen, die schreienden Mütter in Kriegsgebieten, die zum Tode Verurteilten. Die Obdachlosen. Misshandelten und Zornigen. Die Kriegsverweigerer. Die Verzweifelten. Carol wir brauchen Deine Liebe. Wir brauchen Dich. Deine Nylons sind Befreiung, Dein Minirock stärker als das Patriarchat.

Carol ist eingeschlafen. Die Erschöpfung. Sie lehnt an der linken Seite von SuKi, die letzte Praline,die sie sich nahm, war mit Nougat gefüllt, sie zerschmilzt noch in ihrem Mund, während sie ruhig atmet, immer ruhiger und ihre Besinnung verliert, ihre Kopf an SuKi's Oberkörper gelehnt, ihrem Herzschlag lauschend. SuKi hält sie fest, legt ihren linken Arm um ihre Schultern, beobachtet das Empfangsgerät weiter, dass mit einer blinkenden grünen Lampe anzeigt, dass die Software diese Szene im Sitzungssaal der Macht aufnimmt. Für die Nachwelt sichert. Sie nimmt sich einen großen Schokokeks, laucht weiter zu. Ein ungewöhnlicher Abend. Kriegsausbruch und Erleichterung zugleich. Bizarr. Sie wird Carol heute nicht alleine lassen können. Sie wird hier schlafen. Sie muss sich ihrer annehmen. In wenigen Stunden wird sich entsheiden, ob sie morgen früh bereits dieses Büro verlassen müssen, flüchten. Vielleicht zu Salammbo. Bei Gordon wäre auch ein sicherer Ort. Bei ihm haben sie weniger Macht für Suchaktionen. Oder sie verlassen da Land. Vielleicht ist Stan schon gegangen und sie könnten ihm folgen. Alles ist offen. Was wir aus den Mädchen. In den Patientenzimmern. Den Jungen, alle sind in ihrer Identitätspubertät. Empfindsam und verletzlich. Sie müssen sich selbst durchschlagen. Sie werden wissen, wann sie zu flüchten haben. SuKi dimmt das Licht herunter, der Raum ist nun fast ganz dunkel, die Lichter der Strassen versuchen von unten ins Büro zu dringen. Die Scheinwerfer der Autos werfen Lichtreflexe auf die Schrankwände. Eigentlich sind wir immer allein denkt SuKi, uns ist das nur selten bewusst. Wir sind immer allein. Jeder stirbt für sich allein. Wenn wir allein gelassen werden, fällt uns nur auf, dass wir uns nur eingebildet haben, dass wir nicht allein sind. Wenn wir uns immer bewusst sind, dass wir immer allein sind, kann uns nichts passieren. Dann können wir in der Gemeinschaft sein, ohne Angst zu haben, dass sie uns verlässt.

Sie kommen zu Carol, die Kranken, die von der kranken Ordnung, genitalen Weltordnung Besinnungslosen, Und Carol sagt, wer mir folgen will, wird sich selbst verleugnen müssen, und sich das Kreuz des Geni­talismus aufladen müssen, eine Hure ruft Carol zu, ich will Dir folgen, was soll ich tun, Carol sagt, zieh Deine Kleider aus, und wirf sie weg, dann folge mir nach, eine Stimme sagt, ich will Dir nachfolgen, wohin Du auch gehst, was soll ich tun Carol, Carol sagt, verteile alles was Du hast, unter denen, die es nötig haben, dann folge mir auch Du nach, der oberste Sexologe sagt, ich will Dir folgen, was soll ich tun, Carol sagt, schweige nun, und lasse Deine Lügen sterben, und folge mir nach, Carol sagt zu allen die ihr nachfolgen wollen, ihr werdet gehasst werden und verleumdet, um meinetwillen ausgelacht, verhöhnt, ihr werdet einge­sperrt und misshandelt, gejagt und getötet, habt keine Angst, sie töten nur euren Körper, eure liebenden Herzen kann niemand auslöschen, das die Materie Seele hat, sagt man, aber ihr werdet es empfinden, euer Geist und eure Seele immer im Überschuss, Sinne sind die Offizianten der Macht, Verstand die Elfen, die sie umgarnen, was euch hinter vor­gehaltener Hand gesagt wird, dass sagt öffentlich, was euch geflüstert wird, verbreitet es in allen Netzwerken, es gibt nichts zu verbergen, was nicht sowieso sichtbar werden wird, nichts kann geheimgehalten werden, was nicht doch irgendwann ans Tageslicht kommt, geht unter die Genitalisten und sagt, es ist Zeit. Befreit Tr☹nssexuelle, heilt Operierte von ihren Schmerzen, erlöst sie von ihren Qualen, macht Genitalisten sehend, dass sie euer selbstbestimmtes Geschlecht sehen können, weckt die Gewaltopfer der Transphobie, aus ihrem Todesschlaf, treibt den Wahn aus den Genitalisten aus, die gesunde Babys mit dem Skalpell verstümmeln, weil sie ein Genital haben, dass ihnen nicht genehm ist, wenn Du Dein Leben dabei schonst, wirst Du Dein Leben verlieren, wer keine Angst hat, vor der Wahrheit, dass Geschlechter unabhängig des Genitals sind, der kann nie sterben, der wird auch wenn er stirbt leben, die Liebe wird ihn unsterblich machen, jeden Tag folgen Carol mehr Opfer der Macht­netzwerke, die alle voneinander partizipieren, Opfer des Genitalismus, Opfer des Patriarchats, der Religionen, des Kapitalfaschismus, Opfer des Heteronormativismus. Frauen die Opfer von Männern wurden. Es strömen immer mehr hinter Carol zusammen, sie erdrücken sich fast, so viele sind es, alle wollen die Liebe von Carol spüren, ganz nah, alle wollen sie berühren, ihr Gesicht sehen, sie spüren die Kraft der Liebe, die von ihr ausgeht, Frauen laufen umher und zeigen uns die Erdpyramiden, durch Dummheit tief wie der Mariannengraben, Carol ruft ihnen zu, glücklich werdet ihr sein, wenn ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen, glücklich werden die Intersexuellen sein, auch Hermaphroditen und Zwitter Genannten, Tr☹nssexuelle Genannten, Tr☹nsvestiten Genannten, Tr☹ns­idente, Tr☹nsmenschen Genannten, Tr☹nsaliens, verzweifelt nicht, wenn sie euch misshandeln, verhöhnen und anspucken, dass haben sie mit mir auch gemacht, ans Kreuz genagelt, darüberhinaus können sie nichts tun, ihr Reichen, jede Hure und jeder Gefangene ist besser wie ihr, wehe euch, die jetzt satt sind, denn ihr werdet hungern, beim Souper exponiren sich die Charakter auf ihre Weise, lassen nichts unverschleiert, wenn Du nur gut interpretieren kannst, wehe euch, die jetzt lachen, denn ihr werdet weinen, aber denen, die mich lesen und hören, euch sage ich, liebet euren Nächsten wie euch selbst, die Antithese aus Realismus und Idealismus, aus eingehüllten Frauenkörpern und nacktem Busenfleische, hält die Welt fortlaufend in Atem, wer zwei Hemden hat, gebe eines dem, der keines hat, und wer genug zu essen hat, gib dem Hungernden davon ab, wer Dich bittet, dem gib etwas, und fordere das Gegebene nicht wieder zurück, wenn Du etwas gutes tut, dann posaune es nicht heraus in alle Welt, und schmücke dich damit, damit ihr Lob bekommt, für euer Opfer, wenn ihr Gutes tut aus Überzeugung, braucht ihr keine Posaunen, wie die Heuchler, sie entstellen ihr Gesicht mit ihrer Heuchelei, tun so, als ob sie leiden, während sie geben, ihr Gutachter und Quacksalber, warum tut ihr das alles überhaupt? Sagt mir, welchen Schaden wollt ihr vermeiden? Was richten Menschen eurer Mei­nung nach in der Ge­sellschaft an, die ihr nicht zu den soge­nann­ten Tr☹nssexuellen zählen würdet, sodass ein all­gemeines In­ter­esse bestehen würde, die Gesellschaft von diesen zu schüt­zen und daher deren Freiheit einzuschränken? Mache Dein Gesicht froh und freue Dich, dann wirst Du schnell vergessen, dass Du ein Opfer bringst, lasst das Geld sein, da, wo niemand Dich versteht, weil Dummheit und Borniertheit herrschen, haltet euch nicht auf, geht weiter, ihr braucht kein Gold, kein Silber, nichts irdisch wertvolles, keine unnötige Hemden, Kleidung, keine Gepäckstücke und keine Reserven, Mit welchen Instrument, Methode, wissen­schaftlichen Erkenntnissen, möchtet Ihr Tr☹nssexuelle von Nicht­tr☹nssexuellen unterscheiden? Seit ihr der Meinung, das Tr☹nssexualität beweisbar ist? Wenn ja, auf was stützt ihr eure Vermutung? Deine Arbeit ist seines Lohnes wert, die Gewinne eines reichen Mannes, wollte dieser nicht weggeben, ich brauche noch mehr davon, noch mehr Konten, noch mehr investieren, deponieren, operieren, transferieren, in allen Ländern der Welt, er fuhr überall umher, kaufte und tauschte, investierte, operierte, deponierte, transferierte, überall war er, dann stellte er fest, Du bist reich, so reich, ich muss mich ausruhen, trinken und etwas essen, und amüsiere Dich, durch welche Maßnahme glaubt Ihr die Suizidraten von sogenannten Tr☹nssexuellen und Stigmatisierungen von sogenannten Tr☹nssexuellen in der Gesell­schaft zu lindern, durch Gutachterverfahren oder durch freie Selbst­bestimmung? Du hast keine Sorgen mehr, Du hast alles für Dein Geld nun zur Verfügung, es wird nie weniger werden, es wird sich vermehren, von ganz alleine, da sagte zu ihm ein Arbeiter, Du Narr, noch heute Nacht, wirst Du Dein Leben geben müssen, wozu hast Du das alles zusammengerafft, Du brauchst keine Schätze, ihr könnt nicht gleichzeitig der Wahrheit dienen, und dem Besitz, sorgt euch nicht ängstlich, um euer Leben, was ihr essen und trinken sollt, noch was ihr anziehen sollt, natürlich ist der Alltagstest unter patriarchal-stereotypisierter Kleidung zu vollziehen, das ganze TS-System entspringt dem Patriarchat, daher kann eine Segnung durch die patriarchale Gesellschaft nur durch Assimiliation in demselben stattfinden, Differenzfeministinnen laufen aber unentdeckt, das verstehen die meisten dann nicht mehr.
Ministerialrat Freisler, rufend in die Menge, die Gutachter sollen dafür sor­gen, dass keine Tr☹nsvestiten, effeminierte Homo­se­xuelle, Feti­schisten, Tr☹nsgender und Tr☹ns*wasweißich keine Gut­achten be­kommen. Weil diese Personen sind nicht tr☹nssexuell son­dern sind geistig gestört. Diese von mir aufgeführten Per­sonen­gruppen brauchen keine Hormontherapie, diese Personen brau­chen eine Elektro­schockbehandlung, und wenn das nicht hilft eine stereotaktische Hirnoperation. Nur dies kann zu einer Heilung führen. diese Sätze konnte ich, Herr Freisler, für euch retten aus dem Diskurse, und die Autorin, die hierfür ihr Urheberrecht einklagt, möchte es herausschreien, sodass jeder sehen kann, wer dies gesagt und geschrieben, gedacht und veröffentlicht hat, es war ein Genuß diese kurze Rede zu hören, ein Meisterwerk von Exposition, dieser Geist der an­spruchslosen Naivität, der hier über diesen Zeilen schwebt, mit ge­bührender Emphase, bezaubernder Ostentation, war das Selbst­be­wußtsein nicht zu verschwenderisch, wie sie die Gefühle von Frauen mit männlichem Genital empfand, keine Spur von Ehrgeiz, nur ein Schauspiel, von tausenden Transphoben so unterschrieben, mit ihrem Herzen und Ver­stande in voller Inspiration, als ob es gar nicht Verstand wäre, was könnte reizvoller, reizender sein, ist nicht Intelligenz ohne Philosophie ein Zeichen und Beweis von Weiblichkeit und genau deren Zauber, diese Frau mag jetzt mehr als ihre gute Stunde haben, ja - ihre guten Tage, Monate, voller Leben, Gesundheit, Heiterkeit und Spannkraft, jeder wird eines Tages einer dem anderen geben, das was nötig ist, sorgt zuerst für die Liebe, jetzt, heute, in diesem Augenblick, und ihre werdet sofort bemerken, dass eure Zeit nicht reicht dafür, eure Seele ist mehr als das Essen, euer Körper ist mehr als Kleidung, die Blumen, sie wachsen auf den Feldern, und ich sage euch, keiner der Milliardäre, mit all ihrem Mammon, sind gekleidet wie eine dieser Blumen, ein Ruf aus den hinteren Reihen, Ministerialrat, tragt doch Ihr T4-Programm bei der nächsten IMAG Fachtagung vor, vielleicht findet es einige Fürsprecher, eine andere Stimme ruf, warum gibt es Gutachten, beantworten sie mir diese Frage Herr Ministerialrat, ich möchte sehen, sie sie mit ihrer Antwort scheitern, was ändern Gutachten, Herr Ministerialrat, paradoxerweise bedienen sich viele Betroffene, Realo-TS Genannte, der Argumente ihrer Peiniger, die sie nur in dem Geschlecht sehen, dass dem Genital entspricht, dass sie bei der Geburt hatten. Aber das hohe Ziel sogenannte Tr☹nsvestiten aus dem Feld zu räumen, ist eben doch zu verlockend... da verrät 'man' sich eben schon mal, einen Tod muss 'man' sterben, eine Frau ruft Carol zu, welch glückliche Mutter, die Dich in ihrem Bauch getragen hat, und Carol ruft ihr zu, ja und aber noch glücklicher sind die, die meine Botschaft hören, Genitalisten nicht entsprechen zu wollen, und danach leben, liebe die Genitalisten, hasse sie nicht, aber lasse Dich nicht von ihren Erwartungen auffressen, liebe alle, tu ihnen allen gutes, aber siehe, dass sie nicht mit ihren Erwartungen, die Du nicht erfüllst, Dir Schmerzen bereiten, aber hasse sie dafür nicht, wenn sie es tun, habe die Kraft, diese Erwartungen zu ignorieren, liebe Genitalisten, denn wenn Du sie hasst, wird dieser Hass Dich selbst zerfressen, Gutachten sind wichtig, denn je mehr komische Vögel draussen herumlaufen, desto schwerer kann die Gesellschaft Tr☹nssexuelle verstehen, durch eure Liebe zu ihnen schützt ihr Euch, und macht Genitalisten vielleicht sogar zu Sehenden, aber es soll nicht Vorraussetzung sein, für Euer Glück, sie sagen, Du sollst nicht behaupten, dass Du eine Frau bist, obwohl Du von Geburt an einen Schwanz hast, sie sagen, Du sollst nicht behaupten, Du seist ein Mann, obwohl Du von Geburt an, eine Vagina hast, aber Carol sagt, Du sollst überhaupt nicht auf Dein Genital schauen, denn es sagt Dir nicht, welches Geschlecht Du hast, auch wenn der Gesetzgeber Dir zugesteht, dass er nicht auf das Genital schauen würde, und dir Papiere ausstellt, nachdem er Dich für krank erklärt hat, denn es werden diese Papiere in dem Maße nicht das wiedergeben, in dem Maße wie dieser Gesetzgeber nicht zu verstehen, zu vermitteln und zu kolportieren bereit ist, zu sagen, dass Du schon immer qua Geburt dasjenige warst, was du aus Deinem Munde formulierst, in dem Maße werden diese Papiere eine Lüge formulieren, wie Dein Gesetzgeber zeigt, dass er diese Aufgabe nicht zu erfüllen bemüht bleiben wird, zu sagen, dass Du seit Geburt eine Frau und ein Mann bist, und nicht, weil Du ein weibliches oder männliches Genital hast, nicht nur nicht der Gesetzgeber, sondern keine der Religionen, kein Lehrer, kein Arzt, kein Vater und keine Mutter, keine Schwester und kein Bruder, kein Arbeitgeber, kein Freund und keine Freundin, kein Nachbar und kein Verkäufer, der Dir Dein Brot reicht, keine Verkäuferin, die Dir die Butter reicht, niemand wird das Denken, was Du denkst, sondern nur die, die mir folgen, die es verinnerlicht haben, dass Genitalien nicht das Geschlecht bestimmen, die es in sich auch spüren und wissen, für die ich nur Be­stätigung bin, es ist unumstößlich, dass Ja der Genitalisten ist ein Ja, und das Nein der Genitalisten ist ein Nein, das wirst Du niemals ändern können, verschwende keine weitere Energie darauf, dies ändern zu wollen, kümmere Dich um die, die neben Dir stehen, und vor Schmerz zerbrechen, halte sie, damit hast Du Aufgabe genug, bist Du so schwach bist, dass Du selbst gehalten werden musst, Das Nein und das Ja der Genitalisten ist unumstößlich, sagen sie etwas anderes ist es Heuchelei und verlogenes Geschwätz, Du wirst sie dafür nicht hassen, Du wirst sie dafür nicht töten, denn sie sagen, im Krieg könntest Du das tun, und es ist Krieg für Dich, wenn Dir jemand sagt, dass Du nicht existieren würdest, töte sie nicht, keine Anarchie wird Dir helfen, kein Glaubenskrieg diese Menschen ändern, sie sind nicht fähig, Deine Gefühle zu verstehen und Deine Schmerzen zu verhindern, nein, es ist noch schlimmer, Deine Schmerzen werden sie Dir sogar vorwerfen, weil sie sagen, du wärest selbst Schuld an ihnen, sollst Dich zusammenreissen, Deine Krankheit bekämpfen, dabei ist es selbst eine Krankheit, zu meinen, eine Frau ist desshalb eine Frau, weil sie eine Vagina hat, als ob eine Vagina denken könnte. Also ob Reproduktionsmerkmale eine Rolle spielen würden, um das Geschlecht zu bestimmen. Dein Geschlecht spürst Du, wenn Du Deine Augen schließt und Sehnsüchte hast. Das ist kein Wahnsinn sondern Dein Sinn, das andere Dir sagen, welche Sinne Du angeblich hättest, ist Wahnsinn, das genitalistische Sedativum lähmt jegliches Denkvermögen, nicht mehr zu verstehen, dass Genitalisten jeden Tag Krieg führen, Kriege beginnen, sich an Kriegen beteiligen, die gegen uns, mir, geführt werden, sie sind schon bereits tot, es ist daher sinnlos, mit ihnen zu reden, sie können die einfachsten Fragen nicht beantworten, warum für sie eine Frau mit nur einem X-Chromosom eine Frau ist, die keine Kinder desshalb bekommen kann, und der Gutachter zu einer Frau mit XY-Chromosm sagt, sie wäre ein Mann, weil sie keine Kinder bekommen kann und XY-Chromosome hat, sie können es nicht, es ist wie mit einer Labor­prüfung, wenn das Wasser des Gemisches eine bestimmte Farbe annimmt, ein Ausrufezeichen einer ausweichenden Antwort zeigt dann eine sehr grelle Farbe an, danke dafür, sie haben ihr Yin, ihr Yang, ihre zweite Hälfte so massiv verdrängt, als hätten sie es in einer Kammer ihres Zimmers ein­gemauert, so dass es nie mehr ein Wort zu sprechen vermag, verhungert ist, leblos, unbelebbar, irreversibel, in der Dunkelheit der Kammer ver­storben, an mangelnder Liebe, der Hass jedoch, der Stein für Stein gesetzt hat, bleibt draussen und bekämpft uns, denn wir sind dasjenige Yin, dasjenige Yang, dass noch eingemauert werden soll, wir leben aber, und das macht diese Kammerjäger zu Wahnsinnigen, sie nutzen Religionen des Wahnsinns, um uns zu jagen, unser Glücklichsein lässt ihren Hass noch weiter entfachen, bis zur ungefesselten Transphobie, bis zum Mord. Genauso wie sie ihr Yin, wie sie ihr Yang ermordet haben, zusahen, wie es langsam verkümmerte, in der dunklen eingemauerten Kammer, ermorden sie jeden Tag Menschen, die genitalistische Denk­weisen nicht nachvollziehen können, weil ihre Sinne davon unabhängig sind. Wenn Dir Genitalisten mit ihrem Gedankenhass die Haut abziehen, schlage sie nicht, wenn sie Dir Deine Hände festbinden wollen, so gebe ihnen Seil für Deine Füße, und wenn sie Dich zwingen, Du sollst Dein Geschlecht verleugnen, verleugne es zweimal, was Du willst, was Geni­talisten tun sollen, das tue für sie, wenn Du nur die liebst, die euch lieben, das ist nichts besonderes, das tun auch die Genitalisten, wenn Du nur denen ein Ohr schenkst, die euch zuhören, kann das eine Veränderung bewirken? Wenn Du nur diejenigen mit Dank begegnest, die euch mit Dank überschüttet haben, kann das etwas verändern? Das tun auch die Genitalisten. Wenn Du nur denen gibts, wo Du weißt, dass dieses Invest­ment sich lohnen wird, was kannst Du dann verändern? ist Altruismus nicht das einzige Mittel gegen den Kapitalfaschismus? So danke den Genitalisten, dass sie ihre Meinung kundtun, auch wenn Du für Deine Meinung keinen Dank sondern Hass bekommen wirst. Liebt die Genitalisten, ihr werdet dafür nichts bekommen. Liebt trotzdem. Liebe ist immer selbstlos. Sie ist keine Ware und Deine Kraft, die Du aus dem selbstlosen Geben Deiner Liebe bekommst, ist der Dank, den Du erhälst. sei gewiss, dass Du diesen in Dir selbst erzeugen kannst durch diese Gabe. Auch durch Dein Zeichen, dass Du für andere setzt, es Dir gleichzutun. Verurteilt die Genitalisten nicht, damit ihr nicht verurteilt werdet, sprecht frei, und ihr werdet freigesprochen werden, was siehst Du in dem Anderen, zu bemängeln, doch Deine eigenen Mängel, die Dich leblos werden lassen, prangerst Du nicht an, wie kannst Du dem Anderen helfen, seinen Mangel zu beseitigen, wenn Du selbst vor Mangel Dich nicht bewegen kannst, ihm zu helfen, kannst Du es aufrechterhalten, so zu tun, als ob Du Mangel beseitigen willst, obwohl Du nur von Deinen eigenen Mangel ablenken willst, es wird Dir auch nichts nützen, dass Du einen weißen Kittel trägst, und Dich Gutachter nennst, an Deiner Tür zu Deinem Besprechungszimmer sollte nicht Dein Name, sondern Heuchler stehen, damit alle wissen, aus welcher Intention Du handelst, auch wenn Du das selbst nicht weißt, oder vorgibts zu wissen, so bleibt das Ergebnis dasselbe, der Schmerz der Menschen, die Dir zuhören müssen, geschickt von der Regierung eines Staates, die das Schild Heuchler durch Namensschilder mit Doktortiteln ersetzt haben, zuerst hänge das Schild wieder an seinen Platz, bevor Du anfängst, mit anderen Menschen über deren Gefühle zu reden, erst dann wirst Du die Ehrlichkeit und Weisheit erlangen können, die Aufrichtigkeit und Liebe, mir Rat zu geben, er, der Heuchler, Opportunist und Geschäftemacher auf Tennis- und Golfplätzen wird dann als erstes seinen weißen Kittel ablegen, und seinem Gast die seelischen Wunden heilen, und ihm nicht neue bereiten, durch seine Worte, es gibt keine Tr☹nssexualität. Damit kann auch kein Gutachten darüber ausgestellt werden. Es gibt keine Definition von Tr☹nssexualität. Nur von Sexologen entworfene Glaubensschriftsätze. Es gibt keine evident bekannten Ursachenbeweise von Tr☹nssexualität. Es gibt nichts. Das TS‑System, Gutachter, und alles was sich um Tr☹nssexualität rankt,
ist Scharlatanerie, eines ist aber evident, das Patriarchat, traumatisierte Intersexuelle, die umoperiert wurden, und Rollenzwänge durch Erziehung, Carol, umarme unsere Freunde, unsere Nachbarn, unsere Eltern, unsere Arbeitgeber und Ärzte, unsere Gynakologen und Endokrinologen, unsere Richter, Gutachter, Psychiater und Psycholgen, unsere Ehefrauen und Ehemänner, umarme und küsste sie, gib ihnen Deine Liebe, damit sie uns nicht weiter Schmerzen bereiten, dann umarme uns, damit wir Dich nicht anzweifeln und Dich spüren, uns die Du uns Hoffnung machst, und wir uns an Dir festhalten können, lasst sie zu mir, die Gutachter zuerst, und hindert sie nicht daran, dass ich sie umarme, denn wenn ihr nicht dann so seid, wie die Gutachter, nachdem ich sie umarmt habe, und meine Botschaft, so hoffnungsvoll annehmt, wie ein Gutachter, der für mich seinen weißen Kittel ausgezogen, so werdet ihr niemals Früchte von meiner Liebe und Umarmung in euch tragen, ihr wißt, die, Eliten, die Verkünder einer repräsentativen Demokratie, die nichts anderes als ein Feudalsystem im falschen Kleide ist, ist nicht das, was ihr wollt, desshalb sei auch Du nicht einer von Ihnen, der nach Macht strebt, sondern danach strebt, zu dienen und zu umarmen, zu lieben und zu geben, wer sich erniedrigt, in Devotheit und Hingabe, wird größer als sein Herrscher werden, als jeder Genitalist, jeder Faschist, Henker und Folterknecht, Nehmt diesen Aphorismus, den wollte ich den Anspruch einer Be­schreibung machen, so käme ich nicht zu Ende. Genießt den Sonnenshein nach dieser großen dunklen Wolke, Carol, Deine Eltern wollen zu Dir, Deine Schwester, Dein Bruder, sie finden Dich nicht, nein - ich bin da, sie können mich lesen, hören und sehen, und alle die das verstanden haben, und nach dem leben, was ich verkünde, sind meine Mutter, mein Vater, meine Schwester und mein Bruder, höret, was ich euch gesagt habe, liebt und hasst nicht die Genitalisten, aber gebt eure Kraft für die, die so fühlt wie ihr, die ihr Geschlecht nicht von ihrem Genital abhängig machen müssen, dass sind die Menschen, die ihr braucht und die euch brauchen, und sie sind auch eure Mutter, euer Vater, alle diese Menschen sind eure Schwester, und euer Bruder, es sind die, die Dir sagen, dass Du eine Frau bist, wenn Du es ihnen sagst, wenn Dir der Kopf platzt, von den Stimmen der Gutachter, sie haben xy-Chromosome, Sie sind ein Mann, sie haben einen Penis, und Hoden, sie sind ein Mann, während Du vor seelischen Schmerzen verbrennst, weil Dein Spiegelbild Dir nicht das zeigt, was Du fühlst, werden Deine Brüder und Schwestern, Deine Schwestern und Brüder zu Dir halten, während Du Nachts weinst, weil Dich niemand sieht, werden nur sie Dich halten können, nicht die Ärzte, die Genitalfaschisten, die Dein Geschlecht aus ihrer Aktennotiz lesen, aus dem Manifest der Lüge und Heuchelei, der Vedrängung der Wahrheit, Steigbügelhalter des Patriarchats und angeschlossener Religionen, flüstern sie den Politikern ins Ohr, die daran partizipieren, dass Du ein Mann bist. Warum willst Du Dich operieren lassen? Auf die letzte Frage gibt es viele Antworten und Möglichkeiten. Die Operation zu vermeiden, setzt die Selbstliebe voraus. Aber sie ist kein Garant die OP zu vermeiden. Aber ohne Selbstliebe ist die OP zwingend. Liebst Du Dich selbst, und machst die OP für Dich, zerbrichst Du aber nicht nach der OP an der Gesellschaft, wie viele, die sehr hohe Suizidrate nach der OP trägt Zeugniss davon, wenn der Traum zerplatzt, dass Genitalismus keine OP berücksichtigt, sondern nur das geborene Genital, die Gesellschaft denkt genitalistisch, zuviele oppor­tunen Kräfte verhindern den Paradigmenwechsel, Carol sagt zum Gutachter, der ihr sagt, sie wäre eine Frau, warum sagst Du mir, dass ich eine Frau bin, wenn Du, wenn ich Deinen Raum verlasse, das Geschlecht der nächsten Frau in Frage stellst, die Deinen Raum betritt? Wenn Du mir sagst, dass ich eine Frau bin, musst Du allen sagen, dass sie Frauen sind, die es von sich sagen. Oder möchtest Du nur, dass Geld erhalten, dass für deine Dienste gegeben wird, oder Dich an der Nacktheit ergötzen, die Du einforderst, während Du Deine Untersuchungen durchführst, oder Deine Macht spüren, oder Deine Deutungshoheit bewässern? Ihr nennt sie Männer wie es euch gefällt. Und Frauen, deren Vagina ihr mit eurem Speculum untersucht, wissend, dass es nichts zu untersuchen gibt, als der Stimme des Mannes mit weiblichen Genital zuzuhören, die euch sagt, dass sie ein Mann ist. Ihr untersucht ohne Grund, wenn einer das Recht zur Untersuchung hat, dann ist es der Mensch, der zu euch gekommen ist, und er hat diese Untersuchung selbst vorgenommen, meist jahrelang, und bittet euch nun, euren Stempel der Heuchelei in das verdammte Gutachterpapier zu drücken, aber ihr dehnt stattdessen seine Vagina mit eurem Speculum. Moralisch legitimiert durch die weiße Weste eures Arbeitskittels. Woher weiß dieses Schwein mit seinem Speculum, wie oft ich meine Vagina bereits untersucht habe, und es besser wissen muss, als 1000 Gutachterschweine dieser Welt, was ich bin? Ja, es ist wichtig für das Gutachterschwein, damit er von anderen Gutachterschweinen anerkannt wird, auf den Golf- und Tennisplätzen am Wochenende, davon berichten kann, welche Macht er über Frauen hat, die meinen sie wären Männer, und wie er ihre Vagina gespreizt hat, wie er Männer gefragt hat, warum sie keinen Rock zum Besuch in seinem Büro tragen, keine Heels und keinen Lippenstift auflegen. Während er das erzählt, wählt er den richtigen Schläger aus, um den nächsten Ball zu spielen. Sein Freund, das andere Gutachterschwein berichtet ihm von einer Frau, die ein Mann werden will, und ihm angeboten hat, mit ihm zu ficken, wann immer er will. Auch seine Frau, von der niemand wissen darf, dass sie auch auf Frauen steht, wird mit ihr ficken. Nein - er schämt sich nicht, während er den Ball spielt, er ist ein Gutachterschwein. Es zeichnet ihn aus, wenn er seine Kundschaft, seine Clienten, oder wollen wir sie Patienten nennen, als Objekte behandelt, als Frischfleisch, das jeden Tag in seine Praxis gespült wird. Oder ist es nur ein Büro mit Gynostuhl, egal, Hauptsache sie liegt nackt mit gespreiztem Beinen vor ihm. Und es ist immer wieder erregend, wenn sie ihn Doktor nennt. Es klingt wie Gott. Es macht dann noch mehr Freude, das Spekulum zu drehen, ach wüsste sie doch, die Frau oder der Mann, dass dieser Gutachter sie nie akzeptieren würde, auch nicht nach der perfektesten Operation nicht, auch nicht nach einer medizinischen Maßnahme, die wir vielleicht erst in 100 Jahren haben werden, die keinen Unterschied mehr feststellen lässt, zwischen Geburt und späterer Veränderung, selbst dann wird die Geburt wichtig sein, für die patriarchalen Herrscher, selbst dann werden sie mit dieser Unter­scheidung, wer mit Schwanz und ohne Schwanz geboren wird, die Menschheit spalten wollen, in Herrscher und Unterdrückte. Warum soll ich einem Menschen dienen, nur weil er einen Schwanz hat, warum ist er etwas besseres, und warum sind Ärzte Götter? Erst recht dann, wenn sie einen Schwanz haben? Soll ich diese Götter segnen, indem ich ruhig auf meinem Stuhl bleibe, während er mir in meine Seele schaut? Oder soll ich ihm das Speculum entreissen, es nehmen und gegen das Designerbild werfen, dass er sich für 12.000 Euro aus der letzten Kunstausstellung mit­genommen hat? Ist er der Gott von Tr☹nssexuellen? Von Tr☹nsvestiten? Zigeunern? Hippies? Arbeitslosen? Drag Queens und Drag Kings? Von Bettlern, Prostituierten, Schwulen und Lesben? Von Gefangenen und Verurteilten? Travestie-Stars und politisch verfolgten Künstlern? Ist er der Gott von Alleinerziehenden? Oder von den schreienden Müttern in Kriegsgebieten? Der Gott der von vielen als Neger bezeichneten, oder der Juden? Ist er der Gott von den armen Seelen, die sich selbst gerichtet haben, von den Müttern und Vätern der Selbstgerichteten? Von Witwen und Waisenkindern? Nein - ihr seid keine Götter, ihr seid Gesetzesbrecher. Die Gesetze des Humanismus, ihr Wahnsinnigen, in euren Kongresssälen und Vereinshinterzimmern, Universitäten und Staatssekretärpalästen, die Büros werden regelmässig gereinigt, wie auch die Praxen, die Uni­versitätssääle, die Kongresssäle, sie sind sauber und rein, nur die Schweine, die diese Räume benutzen, sind innen verpestet, vor allem von Dummheit und von Schlechtigkeit, eure untersuchende Hand, die das Speculum führt, ist hygienisch und desinfiziert, die Gedanken die es in das weiche Fleisch der Frau drückt, voll von Bosheit und Niedertracht, kein Hygienemittel wurde bisher erfunden, diese Hand von diesem Schmutz zu befreien, mit einer Handbewegung am Waschbecken des Humanismus, reinigt eure verpesteten Gedanken und Ziele, damit seit ihre Jahre beschäftigt, und dafür gibt es kein Reinigungsmittel, dass ihr euch auf eure Hände gebt, sondern einzig eure Bereitschaft zu lieben kann euch reinwaschen. Dann seid ihr rein, auch eure Hände, die kein Waschen mehr benötigen, denn sie benötigen kein Speculum mehr. Sie benötigen auch keine Lüge mehr, Frauen und Männern vorzugaukeln, sie könnten ihnen sagen, was sie wären. Welches Geschlecht sie haben. Ja - sie wären beleidigt und entrüstet, würden wir ihnen das ins Gesicht sagen. Sie würden es nur gut meinen, helfen wollen. Nach dem Gelöbnis der Ärzte handeln. Nein, sie werden nicht müde, anderen zu sagen, welches Geschlecht sie haben, stürzen diese Menschen ins Unglück, noch bevor diese ihr Büro betreten haben, egal welches Urteil gefällt wird, schon alleinig die Infragestellung ihrer Selbstaussage führt zum Dilemma, aber sie selbst, die Gutachterschweine, fragen sich nicht selbst jeden Tag, welches Geschlecht sie haben, das verhindert ihre Verdrängung, die gegen ihre Weiblichkeit arbeitet, wenn sie einen Schwanz haben, und gegen ihre Männlichkeit, wenn sie eine Vagina haben. Diese Verdrängung nimmt ihnen das Überlegen ab, dass es anders sein könnte. Und sie lassen nicht zu, dass diese Verdrängung aufgebrochen wird, niemals, werden sie Dich, der Du vor ihnen stehst, akzeptieren, auch wenn sie Dir ins Gesicht sagen, dass Du eine Frau bist, während Du im Rock vor ihnen stehst, auch wenn Du eine Operation hattest, werden sie Dir wieder ins Gesicht sagen, dass Du eine Frau bist, und es wird in ihrem Sinne eine Lüge sein, da sie Dich immer als Mann sehen werden, Da sie sonst, ihre eigene Weiblichkeit bejahen müssten, und somit ihr konstruiertes Männerbild, dass sich alleinig aus „mit Schwanz geboren“ definiert, aufgeben müssten, dass werden sie niemals zulassen. Niemals. Es ist die Säule des Patriarchats. Auch wenn Du dabei vor die Hunde gehst, während Du spürst, dass sie lügen, oder sie sagen es Dir offen, dass Du ein Mann bist, es kommt immer auf das gleiche Ergebnis heraus. Du wirst Schmerz empfinden, wenn Du von Genitalisten etwas anderes erwartest. Wenn sie es euch direkt ins Gesicht sagen, dass ihr Männer seid, sind es Mörder, die nicht einmal eine Lüge zu eurem Schutz bemühen. Wenn ihr dann den Freitod aus Verzweiflung gewählt habt, werden sie die Kirche besuchen, und für euch beten, in dem für euch abgehaltenen Gottesdienst, alle werden diesen Ort an diesem Tag besuchen, der Ort, der ein Denkmal sein soll, für einen Märtyrer. Kerzen werden angezündet, und jeden Tag werden wir an sie denken, aber mindestens einmal im Jahr, am Tr☹nsgender Day of Remembrance. Ihr selbst, habt sie erst zu Tr☹nsgendern und dann zu Märtyrern gemacht. Ihr seid die wahren Kriminellen, die die Wahrheit verschleiern, ignorieren und mindestens dieser nicht nachgehen, euch mindestens durch Unterlassung strafbar gemacht, den Menschen, die dies aussprechen, habt ihr den Mund ver­boten, sie entmündigt, pathologisiert, für verwirrt erklärt, Eure Recht­fertigungen dafür sind keine Wissenschaften, sondern nur Tricks, die eure Verdrängung bewässern, euren Machterhalt dienen, hättet ihr doch wenigstens eine in euch brennende, entstandene, manifestierte Meinung, aber eure Worte dienen nur dem Opportunismus, dem Genitalismus und eurem sicheren Bürostuhl, ihr seid zum ausspucken, immer mehr Gut­achterschweine werden ihren Hass nicht mehr verstecken können, Carol wird sie alle outen, zu viele werden ihr folgen, sie bekommen die Unsicherheit in ihr Handeln, aus Unsicherheit wird Angst, sie wollen wissen, in welchem Auftrag Carol handeln würde, fragen sie, was ihre Ziele sind, wessen Agentin sie ist, wessen Agent, es muss jemand hinter ihr stehen, der sie schützt, ihr das Recht gibt, das alles zu sagen und zu tun, Theure, Verehrte, kaum findet sie diesmal den Anfang ihres Briefes, Carol sagt, sie ist niemand, sie ist ein Zeichen der Zeit, nur ist es nicht jedem gegönnt, diese Zeichen lesen zu können, die Gutachterschweine beschliessen in Kongressen, dass Menschen wie Carol sterben müssen, nicht mit dem Tode ihres Körpers wird sie bestraft, sondern mit dem Absterben ihrer Seele, das verspricht Straffreiheit für Gutachterschweine, und sie wird später selbst als Täter dastehen, die sich selbst gerichtet hat. Niemand anderes als sie selbst sind und waren Schuld an ihrem Schicksal. Sie war verwirrt und krank. Niemand hatte Schuld daran, außer sie selbst. Die prachtvollen Bauten der Kirchen und goldenen Altäre haben damit nichts zu tun, sie bieten nur Schutz für die Trauernden. Das Carol diese Bauten in seine einzelnen Steine zerlegt hat, mit ihren Worten, das Gold der Altäre den Armen gegeben, wir tunlichst verschwiegen, wie das Operieren des Babys, das als intersexuell angesehen wurde, und dem Skalpell überantwortet wird, dass Konformität herbeischneidet. Konformität schmerzt, es schmerzen nicht nur die Metallstäbe, die das Zuwachsen der Wunde verhindern sollen, regelmässig eingeführt, das Kind mit Tabletten sediert, wird es in die gefühllose Wüste des Genitalismus entsandt werden, sondern es schmerzt auch das Wissen um das Geschehene, wenn das heranwachsende Indidivuum dies erfährt, es augenblicklich aus dieser Tatsache heraus traumatisiert wird, die Weißkittel sind sich sicher, sie haben nur Gutes getan. Dem Kindeswohle gedient. Hören sie auch das Schreien und Wimmern? Aus schneidenden Skalpellen wird keine Moral, und aus eindringenden Metallstäben kein Glück. Carol sagt es allen, sie schreibt Bücher, sie erzählt es jedem weiter, die ganze Welt weiß es bald, sie senden Häscher los, wie bei Rosa Luxemburg, Ulrike Meinhof, sie wird zur Gejagten, wer zuviel von Frieden und Menschenrechten redet, wird zur persona non grata, im Zweifelsfalle muss diese entfernt werden, John Lennon und Michael Jackson, Norma Jean und Kennedy, ein Mord ist hier sehr nützlich, wird von manch oberer Stelle unterstützt, eine sogenannte Tr☹nsfrau muss sich bescheinigen lassen, dass sie ein kranker Mann ist, damit er einen Ausweis bekommt,
der es ihm erlaubt, im Staat als Frau zu leben, Carol soll verhaftet werden, von der Exekutive der Behörden, derer Behörden, die Gutachterschweine als legitim und nützlich ansehen, in ihrem politischem Sinne handeln, niemand wird es wagen, sie direkt festzunehmen, der Imageverlust wäre zu groß, sie hat schon zu viele Anhänger_innen, sie werden sie verleumden, alle gegen sie aufhetzen, bis die nun aufgehetzte Meute selbst Hand anlegen wird, die wahren Verursacher in ihren Verstecken werden nicht beschmutzt, und weil Geschlecht im Staat eine politische Kategorie ist, siehe Patriarchat, wird dieses Wechselspiel limitiert, damit das Geschlecht keine Beliebigkeit wird, und sich somit das Patriarchat nicht mehr legitimieren könnte, was es nur kann, wenn die Formel: geborenes männlihes Genital = Mann, aufrechterhalten wird, für die Legitimierung werden pseudo­wissenschaftliche Hürden eingebaut, mit Ablasszahlungen versehen und dazu eine Gesellschaft weiterhin für dumm gehalten, die diese Desserteure des Patriarchats psychisch den Garaus machen wird, transphobe Übergriffe werden von patriarchalen Kräften billigend in Kauf genommen, Medien, die von umoperierten Männern schreiben nicht belangt, nichts anderes steht ja im Prinzip im ICD und DSM, andere Spinner wie Gendermainstream-Anhänger usw. werden wie LGBT offen bekämpft, soweit es die linkspolitische Szene zulässt, in Reih und Glied, Patriarchat <-> Kapitalismus - Patriarchat <-> Religionen, Patriarchat <-> Heteronormativität - Patriarchat <-> Konser­vatismus > Wir halten zusammen! Alle sind verzahnt und parti­zi­pieren voneinander, die Aussenstehenden sind Abnorm, un­kon­form und müssen sich mindestens rechtfertigen. Der Mensch, der privilegiert ist, die andere Hälfte der Menscheit unterdrücken zu können muss sich ja ausweisen können, das ist im Patriarchat das angeborene männliche Genital, das muss auf jeden Fall verhindert werden, nicht umsonst sind auch Religionen Institutionen, die das Patriarchat kolportieren, hätten wir keine patriarchalen Kräfte, hätten am 16. April 2017 halbnackte Frauen in Istanbul auf den Tischen tanzen können, und die Türkei wäre entschleiert und Istanbul eine Stadt wie Berlin, Paris oder London. Carol wirft sich ihnen entgegen und sagt, wenn Du Deine Hand erhebst, erhebst Du sie gegen Deine eigene Zwischengeschlechtlichkeit, die Du verleugnen musst, nicht gegen mich, Du schlägst Dich selbst, mich kannst Du auf den Boden prügeln, aber Dich selbst, wirst Du niemals loswerden, bis Du die Augen schließt, die Obrigkeit drängt auf Aburteilung, damit Ruhe und Ordnung wieder hergestellt wird, zur Sicherheit und zum Wohl unserer Mitbürger, die ein Recht haben auf die Einhaltung unserer Gesetze, viele raten Carol, aufzugeben, Genitalisten kannst Du nicht überzeugen, sie begreifen nichts, sagen sie, sie weiß, dass sie zu den Menschen­freundlichsten sprechen wird, sie kann aber trotzdem keine gute Nachricht geben, die Obrigkeit wird sie verfolgen, Carol, sie hassen Dich, sie werden Dir nie verzeihen, dass Du die Wahrheit sagst, Du kannst nichts ausrichten, sie haben ihre Behörden, ihre Ämter und ihre Amtsgewalt, die von Amts wegen handeln und exekutiert, sie haben Waffen, Tränengas, Maschinenpistolen, Carol verschiebt lange ihren Brief an die höchsten Ämter, alle anderen Briefe schrieb sie früher, an die höchsten Ämter wollte sie ihre beste Meldung machen, Carol sagt, dass sie Erbarmen mit diesen Menschen hat, sie möchte nicht gehen, sie möchte dass auch sie es begreifen, sie werden es eines Tages begreifen und danach leben können, ich habe euch ja gesagt, dass jeder, der nach meiner Wahrheit lebt, auch weiterlebt, wenn er stirbt, Das kann ich euch verkünden, das ist meine Meldung, die Erklärung dazu, bleibt aus, hätte gerne eine Erklärung dazu gegeben, aber muss verkünden, und muss froh sein, dass ich zwischen Freude und Trübseligkeit einen Nullpunkt verzeichnen kann, Carol sagt, dass sie dazu geboren wurde, zu sagen, was alle wissen müssen, damit ihr Worte in deinem Nachttischchen liegen, das Buch und ihre Worte darin, die Kerze sind, die Deine dunkelsten Nächte in Licht hüllen, ich möchte euch lebendig machen, ich bin nicht geboren worden, um Hasserfüllte zu bestrafen, sondern zu verkünden, dass wer meine Wahrheit verweigert, bereits durch diese Verweigerung seinen Richter gefunden hat, meine Wahrheit wird ihn richten, meine Wahrheit bedeutet ewiges Leben, ihr werdet vor Trauer schreien, wenn ihr mich getötet habt, warum wollt ihr mich also töten? Das Schweigen ist immer der Alliierte für jene, die einen Genozid begehen. Religionen - der humanistische Anteil derselben - werden nur benötigt, weil es Gewalt durch Testosteron gibt - Liebe ist etwas naturgegebenes und benötigt keine Ideologien, die den Humanismus missbrauchen, um diese zu predigen. Testosteron ist die schlimmste Waffe, und die produziert mindestens die Hälfte der Menschheit in zu hohem Maße. Hormontherapie mit Östrogen und Progesteron, als Zwang für alle testogesteuerten Männer und Frauen, die beste Maßnahme gegen Krieg, Besitztrieb, Vergewaltigung, Gewalt, gegen alles, was nicht Liebe ist. Die Frau wird durch das Kapital zu beherrschen versucht - weil die Männer sie sexuell nicht beherrschen können - Kapitalismus und Patriarchat sind Gegner der Liebe. "
„Also, es tut mir wirklich leid für die anderen Leute, aber in diesem Augenblick ist die Vorstellung zu Ende“, Klaus Kinski, 20. November 1971, „Jesus Christus Erlöser“, Deutschlandhalle, Berlin West-End.


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"Danaë and the Shower of Gold"
1908
Léon Comerre
Bildlizenz: Public Domain



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eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
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JasminRheinhessen
 
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