1.2.34 Das Wasser der Liebe

1.2.34 Das Wasser der Liebe

Postby JasminRheinhessen » Tuesday 14. February 2017, 18:22

"Eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen.
Eine männliche Identität kann, muss sich aber nicht durch einen Penis bestätigt wissen.
Eine intersexuelle Identität, die in innerer Harmonie liegt,
ohne von der Gesellschaft durch eine Angleichung sich vergewaltigen zu wollen,
müsste sich nicht rechtfertigen, wenn die ersten beiden Aussagen verstanden würden."

Barton stellte das Autoradio leiser, nicht weil er nicht hören wollte, was die Selbstbestimmungskampagne für Argumente vortrug,
sondern weil er den Sommer geniessen wollte, es war 33 Grad, das Fenster auf seiner Fahrerseite hatte er abgelassen,
es war ein Duft in der Luft, nach Honig, nach Chloe, nach ihrer Nässe, Eisdielen waren geöffnet, Pärchen saßen draussen,
saugten an Strohhalmen ihrer Eisbecher, die Frauen waren fast nackt, nur noch wenig Stoff bedeckte ihre Reize,
viele Frauenpärchen waren zu sehen, offizieller Sprachjargon: Freundinnen.

Barton trug eine enge Hose, die sich weich anfühlte, und die seine Beine spüren ließ, wie ein Netz,
seine Erregung spürte er beim Fahren, ein beengendes Gefühl, komm näher, näher an mich heran,
mit deiner wunderbaren warmen Weichheit meine Chloe, lass mich Dich spüren, flehten seine Gedanken,
während er seinen Wagen an einem See parkte, flaches Gras, das Wasser umspülte das Ufer, links ein Waldstück,
es waren wenig Sonnenhungrige, es war Vormittag, der Kapitalismus entließ seine Sklaven erst am frühen Abend.

Wer jetzt hier war, gehörte zu den Glücklichen, die Geld und Zeit hatten, oder schon verloren hatten,
und ihre Zeit gegen Lebengslück eintauschten, was ohne Geld hier sichtbar möglich ist.

Wenn sie gelernt hatten, dass Geld für Status sie zu Sklaven macht, waren sie die Gewinner,
die aber als Looser benannt wurden. Glücklichsein ohne Geld ist im Kapitalfaschismus nicht vorgesehen und
nicht nur unerwünscht, sondern verboten. Faulenzer, Schmarotzer von Sozialkassen, oder einfach Arbeitslose,
Langzeitarbeitslose, Almosenempfänger, egal welcher Titel, er führt zum Witzbrötchen. Eben kein normales Brötchen.
Das Witzbrötchen war nur 1/10 so groß wie das normale, obwohl es gut schmeckt, das gleiche wiegt, und genauso satt macht.
Witzbrötchen und Arbeitslose haben eines gemein: Sie sind nicht normal. Und das ist Programm.

Das Unnormalsein gehört zum Faschismus des Normalen. Die Normalen sind die, die alles sanktionieren, unterbinden, diskriminieren und schlechtreden. Wehe Du bist nicht normal, wehe Du bist ein Witzbrötchen. Bist keine Freundin sondern eine Lesbe.
Bist ein Wesen mit Penis und Brüsten. Eine Wesen mit Vagina, Vulva, und wünscht Dir zu ficken, wie ein Mann.
Dann bist Du unnormal, geächtet, musst Dich rechtfertigen.

Barton fühlte sich nackt, als er am Grasufer entlanglief, seine Beine fühlten sich gut an, als hätte er eine Strumpfhose an,
und seine Erregung konnten alle sehen, er trug nur diese Strumpfhose, niemand reagierte, sein Penis war dauersteif,
er spürte ihn ständig, er konnte nicht wieder kleiner werden, nicht mehr schrumpfen, es war einfach zu schön, zu echt,
zu wahr und zu wichtig, dass er automatisch sein Wohlgefühl durch seine Erektion ausdrückte. Ausserdem hatte er es nicht selbst im Griff,
konnte nichts dagegen tun. Die Luft war warm, lau, angenehm, schöner als im Auto bei 33 Grad.

Er ging Richtung Wald, die ersten Bäume tauchten auf, etwas idyllischer als das reine Grasufer, an einer Rotbuche, ein Pärchen.
Schön wie der Schatten auf ihre Decke fiel. Er lag unter ihr, sie ritt ihn. Barton sah nur ihren Rücken, sah sie von hinten.
Er bewegte sich nicht unter ihr, sie bestimmte den Rhythmus, ihre Vulva war wunderschön, sein Schwanz war tief in ihr.
Weiße Creme kam aus ihrer Vulva, umschlang beim Reiten seinen Schaft.

Ob er auch seine Beine so fühlt, wie er? Ob er auch das Gefühl einer Strumpfhose im Moment spürt?
Und gleichzeitig eine Frau auf ihm, die ihn aufnahm, das Harte, was in der Strumpfhose war, die seine Weiblichkeit ausdrückte, aufnahm,
ja - dann lieben sich zwei Frauen, wie schön, dachte Barton, als er weiterging.

Kein Wunder, dass sie nicht schauten, auf seine Erektion unter seiner Feinstrumpfhose, sie hatten ja selbst Spaß.
Es war ganz normal, dass eine Erektion möglich sein durfte. Hier am See unterstützen alle die Kampagne, die er bekämpfen wollte.
Sie sind frei. Sie genießen. Keine Regeln. So schön.

Barton kam jetzt in ein dichter bewachsenes Gebiet, die Bäume standen bis zum Ufer.
Ein schönes Waldstück, etwas separiert vom freien Ufer.

Jetzt sah er Sie. Sie stand im Wasser. Nackt. Blonde Haare. Er erkannte sie sofort. Ihr Rücken, ihre Brüste sah er seitlich von hinten.
Ihr Po, wunderschön, so androgyn, so bezaubernd. Es war SuKi. Sie erzählte ihm oft vom See. Dass sie schon im Frühjahr dort badete,
auch dann, wenn das Wasser für viele noch zu kalt war, kein Wunder, dass sie jetzt auch hier war.

Sie hat wunderschöne Beine, das Wasser ging ihr bis zu den Knien, dadurch wurden ihre Oberschenkel noch besser in Szene gesetzt.
Schöne runde Oberschenkel, die in einen wundervollen Po übergingen, der sich bis in den Rücken fortstetzte, der obere Poansatz,
war einfach zauberhaft, genau wie der untere, der in ihre wunderschönen Oberschenkel überging.

Barton näherte sich in Hörweite. Sie stand immer noch im Wasser, ging nicht weiter in die Fluten.
Ab und an bückte sie sich herunter, um ihre Arme einzutauchen, mit dem Wasser zu spielen,
als ob sie die Zeit festhalten wollte, mit den Händen, aber sie rann ihr zwischen die Finger, wie das Wasser,
wenn sie ihre Unterarme und Hände wieder aus dem Wasser zog, um sich mit ihren nassen Händen ihre Haare glattzustreichen.

Ihre Wangen, ihr Kinn, ihr Gesicht, seitlich auch wunderschön,
es gibt nichts was nicht schön ist an ihr. Androgyn, und so authentisch. Vielleicht war es das, was Stan suchte.
Diese Mischung. Sie hatte diese Mischung in der Ausstrahlung. Weibliches und männliches gleichzeitig.

Jetzt stand sie ganz ruhig. Ihre Hände hingen seitlich an ihrem Körper herab. Die Fingerspitzen berührten gerade noch das Wasser,
als ob sie einem Hilfesuchenden ihre Fingerspitzen reichen wollte, "Nimm sie! Ich helfe Dir!", sagen würden.

Das Wasser bleibt aber von diesem Zuruf unberührt. Die Wellen bleiben gleich hoch, umschlingen sie nicht,
schlingen sich nicht an ihrem Körper empor. Vor Wolllust, vor Begierde.
Wie konnte es das Wasser nur aushalten, sie nicht verschlingen. Vielleicht ist das Wasser dumm.

Frigide.

Vielleicht hat das Wasser keine Empathie für das, was Barton spürte: Er sah dieses Zwischenwesen in SuKi. Dass Sie beides war.

Warum dreht Sie sich nicht in seine Richtung, will Sie nicht wieder zum Ufer zurück?
Dann könnte er Ihre Spalte sehen, Ihre Brüste, Ihre Augen, alle vier, Ihre Burstwarzenaugen und Ihre blauen Augen,
die Sie immer leicht umrandete, mit Kajalstift.

Barton küsste in Gedanken Ihr unteres Augenlid, küsste den mit Kajalstift angemalten Rand, der plötzlich alle Farben annahm, wie ein Regenbogen.
Je mehr er küsste, je öfter änderten sich die Farben, wenn er die Augen beim Küssen öffnete, sah er eine Rose seitlich in ihrem Haar,
die ebenfalls ihre Farbe und Größe änderte. Mal war sie rose, mal rot, mal weiß, mal violett, als ob sie anzeigen würde, was sie fühlt,
wie stark und gut sein Kuss ist.

Er würde sich an sie drücken wollen, Ihr zeigen wollen, wie wunderschön er sie fand. Ihre Nippel saugen, sich lächerlich machen,
sich ihr so schwach zeigen, dass von der Kategorie "Mann", die er in dieser Gesellschaft verkörpern sollte, nichts mehr übrig war.

Er kniete sich vor Ihr, umschlang ihren Po, drehte den Kopf seitlich vor ihrer Vulva und begann plötzlich zu weinen.
Sie graulte seine Haare, sagte nichts. Eine Erregung haben und weinen, eine seltsame Kombination, vielleicht waren es Glückstränen.

Sie stand immer noch mit dem Rücken zum Ufer, Barton konnte ihre süße Michaelisraute bewundern, Sie hatte eine bezaubernde Rückenlinie.
Die Sonne spiegelte sich in ihrem Rücken, das Wasser und die Wellen veränderten ständig ihre durch den Sommer wunderschön gefärbte Haut.

Barton stand neben einem Baum, traute sich nicht näher, er war in Rufweite, brachte keinen Ton heraus.
Er spürte seine Strumpfhosen an seinen Beinen, als ob sie wie Fußfesseln wären. Als ob sie ihn davor abhalten würden,
zu ihr zu gehen. Mit ihr zu flirten. Warum blieb er versteckt. Warum.

Jetzt bewegt Sie sich wieder. Sie bückt sich wieder, taucht ihre Hände und Unterarme wieder ins Wasser,
umspült und benetzt ihr Gesicht, ihre Brüste, ihren Rücken. Das Wassser läuft an ihrer Haut ab, die kurz danach wieder trocknet.
Sie kühlt sich ab, möchte aber, dass die Sonne sie bräunt, denkt Barton, desshalb geht Sie nicht ganz ins Wasser.
Oder möchte Sie nicht aufgesaugt werden, von ihrem Liebhaber, der Sie schon bis zu den Knien umschlingt?
Möchte noch die Kontrolle über ihn behalten?

Die Frau von vorhin, hat jetzt auch das Wasser aufgesucht, sie lag nicht weit entfernt.
Sie sucht eine flache Stelle, bleibt mit dem Rücken zum Ufer stehen, stellt sich etwas breitbeinig ins Wasser, dann bückt sie sich.
Barton kann direkt in ihre Lustgrotte sehen, die von weißer Creme umrandet ist,
ihr Hände spielen an ihren Schamlippen, reinigen sie mit warmen Seewasser,
waschen die weiße Creme ab.

Barton kann beide gleichzeitig sehen, SuKi und diese Frau vom nahen Ufer.
Sie hört nicht mehr auf sich zu waschen. immer mehr. Ihre Hände spielen an ihren Lippen.
Schaufeln Wasser zwischen ihre Beine, dass wunderschön an ihren Schenkeln herunterläuft.
Unglaublich erregend, authentisch, Barton schwirren die Sinne.

SuKi benetzt sich immer noch ihre Brüste, bückt sich und stellt sich wieder aufrecht,
streckt ihre Brüste gegen die Sonne, damit sie diese wärmen, küssen, saugen soll.

Beide bewegen sich in einer Choreographie, als würden sie ein eingespieltes Team sein,
dass sich verabredet hat, sich im Gleichklang zu bewegen.

Ihre Hände an ihren Lippen, SuKi`s Hände an ihren Brüsten, die sie knetet.

Minutenlang.

Dann passiert es.

Beide drehen sich um.

Schauen ihn an, direkt in die Augen.

Keine Chance anzunehmen, dass sie nur zufällig schauen.

Beide schauen auf seine Strumpfhose, ihre Mundwinkel zeigen ein Lachen,
aber kein Geräusch, ihre Lippen öffnen sich, ihre Zungen lecken ihre Lippen.

Sie schauen, immer noch, sie schauen mich an.

Wissen es.

Sie wissen es.

Barton spürte das Zucken zwischen seinen Beinen, danach Nässe auf seinem Bauch, zwischen seinen Beinen.
Es zuckte lange, vier, fünf oder sechsmal. Alles nass.
Er lag in seinem Bett, es war dunkel.
Wieviel Uhr ist es. 4 Uhr morgens. Noch kein Lichtstrahl.
Die Strumpfhose war voll mit seinem Samen.

Barton stand auf, zog sie aus. Legte sie zu seiner Wäsche, nahm eine Dusche.

Er war immer noch erregt, er könnte jetzt sofort Chloe ficken.
Dass er gerade gekommen war, schmälerte seine Lust nicht sonderlich.
Er könnte jetzt zu ihr, wenn er um 5 Uhr bei ihr wäre, hätten sie noch bis 7 Uhr,
dann könnten sie gemeinsam einen engen weißen Pullover für sie suchen, und ins Büro fahren.

Nein, unmöglich, wenn er gesehen würde. Er mochte das Geheime, es sollte nicht jeder wissen,
dass er seine Vorzimmer-Sekretärin vögelte.

Aber denken das nicht sowieso alle?

Wie lächerlich, an diese Idioten nur einen Gedanken zu verschwenden.

"Sie vögeln doch ihre Sekretärin? Nicht wahr?" Hörte er eine Stimme, eine männliche.

Und er hörte sich antworten: "Ja natürlich, sie vögelt mit jedem, wollen Sie?"

Dabei stellte er sich vor, wie er vor diesem Idioten Chloes Pullover nach oben zieht und ihre DD-Titten rauspringen läßt.

Der Idiot sagte nichts mehr, glotzt nur noch dumm auf ihre Melonenbirnen, die jeden Mann um den Verstand bringen.

Nur ihn konnten sie nicht mehr um den Verstand bringen.

Er war schon ein Idiot.


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"Reverie"
1912
John William Godward
Bildlizenz: Public Domain

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http://www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=555&t=1227



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