1.2.29 Anne's Mirabell und Mirabell's Anne

1.2.29 Anne's Mirabell und Mirabell's Anne

Postby JasminRheinhessen » Friday 10. February 2017, 02:07

Liebe Leser_in, in diesem Buch wirst Du verschiedene kleine Artikel finden, wie Du Nichtakzeptanz bewältigen kannst,
ich werde Dir nicht alles auf einmal wie ein Schwall Wasser über Deinen Körper schütten, dass wäre zuviel,
sondern Dich immer nur partiell, wie in einem Dampfbad, in dem Du Dicht mit Salz abreibst, oder abreiben lässt,
Körperbereich für Körperbereich, mit kleinen Tips versorgen, wenn Du das Dampfbad verlässt, hast Du ein erfrischendes Peeling,
kuschelst Dich in Deinen Frottee-Bademantel, und fühlst Dich stark, jeder Konfrontation zu begegnen.

Eine Seelenfreundin schrieb mir diese Tage einen wichtigen Denkansatz, den ich hier für Dich in meine Worte übersetze.
Konfrontationen, egal welcher Art, lassen uns zweifeln, wir haben immer weniger Selbstbewußtsein, es nagt an unserem Mut,
und irgendwann, kommen wir zu einem Punkt, wo wir uns nicht mehr "vertrauen".

Wir sagen irgendwann selbst zu uns, ich bin nichts Wert. Werden depressiv und ziehen uns zurück.
Verlassen die Wohnung nur noch, wenn es sein muß.
An diesem Punkt angelangt, kannst Du natürlich keine Entwicklung und aufbauendes mehr tun, Dinge, für die Du Mut, Elan brauchst,
und natürlich Vertrauen, dass sich automatisch in dein Vorhaben übertragen würde, andere Menschen begeistern würde.

Das Gegenteil spürst Du, wenn Deine Identität ständig falsch gelesen wird.
Es lähmt Dich, enttäuscht Dich, wenn Dir ständig gesagt wird, Du wärst ein Mann, der nur verkleidet ist.

Natürlich gilt das auch vice versa , wenn Du weißt, Du bist ein Mann, und alle behandeln Dich "wie eine Frau".
Diesen Hinweis auf beide Richtungen werde ich in meinem Buch nicht mehr so oft machen, es versteht sich von selbst,
wenn ich das Problem von einer Seite, meist der Seite, wenn ich von Frauen spreche, die als Männer gelesen werden, betrachte,
dass dies andersherum genauso gilt.

Meine Seelenfreundin gibt zu Bedenken, dass Du nun versuchen sollst, den Fehler nicht bei Dir zu suchen oder zu sehen,
sondern den Betrachtern Fehler einzuräumen, Dich völig falsch einzuschätzen.
Du sollst verstehen, dass diese Menschen das bisher nicht lernen konnten,
dass Du Fehler bei anderen fast schon erwarten musst, und dass Du diese Fehler
nicht auf Dich projezierst, als ob Du diese ausgelöst hättest.

Du sollst verstehen, dass Du dann, diese Menschen über diesen Fehler hinaus liebst, nicht nur den Fehler siehst, der Dich verletzt,
und Dich wie eine Muschel zusammenziehen läßt, sondern das Du Dich abkoppelst von ihrem Denken, ihrem Verhalten,
dieses nicht persönlich nimmst, und sie trotz und gerade ihres Fehler wegens liebst, nicht erwartest, dass sie diesen Fehler,
diese Verletzung nicht machen sollen.

Natürlich ist es ein Unterschied, wenn Du Dir sicher bist, dass sie diesen Fehler absichtlich machen, genau wissend,
dass ihr Verhalten Dich nun tief verletzen muß.
Dies ist dann kein Fehler mehr, sondern ein vorsätzliches, bewußtes Handeln, was ein Ziel hat.

Diese Menschen haben ein Problem mit sich selbst, warum sie so handeln, sie verdrängen, greifen Dich daher an,
meinen, sie würden sich selbst damit retten, für sich dann ein Alibi haben, um sich besser zu fühlen.

Meist ist ihr Hass gegen Dich eine Form von eigener Unzufriedenheit, diese tragen sie nach außen, um sich selbst abzulenken.
Sich selbst zu suggerieren, meine Welt ist in Ordnung, die Welt der anderen ist schief.
Diese Verdrängung kann bis zu Hass gegen andere Menschen gehen, sie hassen andere, weil sie selbst in sich zerfressen sind.
Das ist eine Art Selbstzerstörung, die sich nach außen richtet.

Diese Menschen machen keinen Fehler, "über den Du sie hinauslieben könntest".
Diese Menschen musst Du aus Mitleid lieben, darfst Dich mit Ihnen aber nicht in der Sache streiten. Das wäre sinnlos.
Versuche ihnen aus dem Weg zu gehen, oder tausche Dich über andere Themen mit ihnen aus.
Reibe Dich nicht mit ihnen an Themen, die sie aggressiv machen.

Aber Menschen, die einen Fehler machen, ohne Gedanken daran verschwendet zu haben, dass sie Dich damit verletzen könnten,
darfst Du nicht grollen. Dies musst Du unterscheiden, z.B. wenn Dich ein Mensch aus Versehen mit falschem Pronomen anspricht.

Sicher, es würde nicht passieren, wenn dieser Mensch verinnerlicht hätte, dass es Dir wichtig ist, dass er hier aufpasst,
das hat er eben nicht getan, es war ihm eben nicht so wichtig, dass er es verinnerlicht hat.

Diese Oberflächlichkeit muss aber nichts negatives sein, muss keine Ignoranz sein, sondern kann auch bedeuten, dass dieser Mensch
vielleicht gar nicht so wichtig nimmt, ob Du eine Frau oder Mann bist. Er denkt unbewusst wie die GenderQueer-Bewegung,
dass Du in erster Linie ein Mensch bist, unique, Dein Genital unabhängig ist, und setzt sich daher mit der Thematik von einer anderen
Sichtweise auseinander, von einer Sichtweise, die Fahrlässigkeit und Oberflächlichkeit, die Dein Frausein manchmal nicht mit jedem Wort
bestätigt, mit sich führt.

Du wirst bald entspannter sein mit Menschen, wenn Fragen kommen wie: "Bist Du eine Transe?", oder "Bist Du eine Frau?"
Du wirst schnell erkennen, ob diese Suggestivfragen provokativ gestellt wurden, frech und beleidigend,
oder ob sie aus Hilflosigkeit gestellt wurden, und einen "Fehler" bedeuten, wie sie ein Mensch macht, der noch lernen muss.

Wenn sie beleidigend, abschätzig gestellt wurden, hab Mitleid mit dem Menschen und setze Dich nicht weiter in diesem Punkt
mit ihm auseinander, dieser Mensch hat sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt, sonst würde er Dich nicht provozieren wollen.

Er kam für sich zum Ergebnis, dass er Menschen wie Dich nicht versteht, und lieber vorsichtshalber "hasst", als sie zu lieben,
damit seine eigenen Verdrängungen nicht aufbrechen. Er hat sich entschieden, Ablehnung zu zeigen.

Diese Vorurteile und Vorentscheidungen siehst Du dann als Symptom in seiner Provokation und Frechheit.

Du musst daher mit diesem Menschen nicht am Thema arbeiten. Diese Menschen sind rational nicht mehr zu erreichen.
Mit Argumenten und Logik. Emotional ist dieser Mensch in diesem Moment auch nicht zu erreichen, da er sich ja schon entschieden hat,
für Dich nicht mitfühlen zu wollen, weil alles sich wehrt in ihm, dies zu tun.
Diese Menschen zimmern sich dann Rechtfertigungen für sich, damit sie ruhig schlafen können.

Sie sagen sich, dass Du krank bist oder spinnst, und dass es Dir guttun würde, wenn jemand sagt, was Du wirklich bist.

Vielleicht denken sie auch noch, Du wärst eingebildet und sie können damit nicht umgehen, dass jemand stolz und glücklich sagt,
er wäre ein Frau, obwohl er nicht wie eine Frau aussieht, so wie es dieser Mensch erwartet.
Das macht sie dann noch aggressiver, da sie Deine Selbstsicherheit als Provokation auffassen.

Du siehst, dass hier kein Diskurs gewinnbringend geführt werden kann mit diesen Menschen.
Gehe daher diesen Menschen verbal aus dem Weg.
Als Konsequenz ist es dann auch besser im Nachhinein dafür zu sorgen, ihnen körperlich aus dem Weg zu gehen.

Sie führen diesen Diskurs auf einer anderen Ebene. Und sie führten in bereits, sonst hätten sie dieses Symptom nicht gezeigt.
Das Symptom, die Frechheit und Provokation ist ihre Konsequenz aus dem Ergebnis, dass sie für sich entwickelt haben.

Dies ist der Kampf mit sich sebst. Und immer wenn diese Menschen daran erinnert werden,
dass sie hier kämpfen, z.B. wenn sie Menschen wie Dich treffen, dann fletschen sie ihre Zähne.

Menschen die nur "Fehler" machen, kannst Du für Dich gewinnen mit Deiner Selbstsicherheit, hier erreichst Du genau das, was wichtig ist:
Du zeigst ihnen, dass Du Dich nicht versteckst, das Du völlig normal bist, und dass Du gerne mit ihnen redest, sie darüber aufklärst,
was sie nicht verstehen. Dies wird in Sympathie umschlagen und Anerkennung.

Je mehr Du dich Menschen öffnest, die nur "Fehler" machen, je leichter fällt es Dir, Menschen zu meiden,
die Ablehnung für sich als Vorurteil in ihrem Kopf gespeichert haben, und diese nur abrufen.

Du wirst dann auch an den Punkt kommen, diese Ablehnung nicht mehr persönlich zu nehmen.



Anne legte das Buch "Das unsichtbare Geschlecht" von Jasmin Rheinhessen leise auf ihr Tischchen neben ihrem Bett.
Mirabell schlief, sie schlief sehr viel. Nach dem Mittagessen immer. Meistens bis ca. 16 Uhr.
Sie kauerte sich immer zur Seite, so eine Art Löffelchenstellung, süss wie sie aussah, wenn sie die Augen geschlossen hatte.
Wie eine Elfe, eine Prinzessin. Wunderschön. Anne`s Beschützerinstinkt wollte sie immerzu umarmen.

Es war 15:30 Uhr, sie schlief noch ganz fest. Es war sehr ruhig im Trakt. Sie hatten Glück,
das Zimmer nebenan, aus dem immer Lärm kam, oft Geschrei und laute Musik, wurde vor 2 Tagen geräumt.
Es wurde nicht neu belegt und war leer. Ansonsten gab es nur ruhige Patienten, oder besser gesagt, Gäste dieses eigentümlichen "Hotels".

Anne freute sich auf Yvonne, sie müsste bald an der Zimmertür klopfen. Vielleicht wird sie kommen, wenn Mirabell wieder wach ist.
Das Zimmer war fast quadratisch, sie lag an der Strassenseite, hier gab es 3 Fenster, die den Raum gut ausleuchteten, Südseite.
Links an der anderen Wandseite des Zimmers lag Mirabell und rechts, auch wieder eine fensterlose Wand, war das Bett von Yvonne.
Es war frisch hergerichtet worden. Geradeaus war die Tür zum Flur und links noch eine kleine Ecke zum waschen, mit Vorhang davor.
WC war draussen auf dem Flur.

Wenn man bedenkt, so ein Zimmer kann gemütlich sein, wenn sich darin Menschen befinden, die sich verstehen.
Ist man darin alleine, kann es grausam sein, noch grausamer wenn sich Menschen zusammen darin befinden, die sich hassen.
Dann kann man die Luft schneiden, so eine negative energetische Spannung befindet sich dann ganz nah an einem.

Anne dachte gerade nach, ob sie lieber alleine wäre, oder mit Menschen zusammen, die sie hassen.
Sie entschied sich für ersteres, JasminRheinhessen hatte das auch geraten. Nicht nur die geistige Distanz,
sondern dann auch die körperliche Distanz zu suchen.

Wie grausam muss es sein, wenn Menschen ihr Zuhause mit einem Menschen teilen müssen, der sie hasst.
Wenn sie dann zurückhassen, ist das die Hölle, die Hölle in einem Bereich, der Geborgenheit und Schutz bieten soll.
Halt und Hoffnung, ein Ort um Kraft für den nächsten Tag zu tanken. Wie soll das gehen, wenn sämtliche Energie verschwendet wird,
für diesen emotionalen Krieg? Der jede Sekunde, jede Minute stattfindet, auch wenn der andere schweigt, nur anwesend ist?

Warum trennen sich diese Menschen nicht. Sie zerfleischen sich lieber. Meist ist ein Haus da, oder Kinder, Existenzen würden
bei einer Trennung oft zerstört.
Wenn ein Partner sich mit seinem wahren Geschlecht outet, der andere Partner das gar nicht, oder sogar falsch versteht, als Angriff,
sind da zwei Menschen, die sich lieb hatten, und sich desshalb streiten, weil ein Partner sagt, er sei nicht das Geschlecht,
was sein Genital zeigt. Das ist schrecklich, wenn diese Menschen zusammen bleiben, wird bei jedem Streit oder Gespräch
dieser Mensch, der sich geoutet hat, während seiner Geburt zerstört. Das ist nicht tragbar für diesen Menschen.

Jasmin schreibt, dass diese Menschen sich trennen müssen. Nur, was ist, wenn die Situation noch schlimmer wird, bei einer Trennung.
Wenn Kinder da sind, wer bekommt sie dann? Wo schnell eine Wohnung finden, wenn Wohnungsnot herrscht?
Wenn der Partner das Outing nicht mitträgt, wie soll das unverstandene Wesen Halt in der von Mißverständnis geprägten Gesellschaft finden?
Wenn der Anker in der Partnerschaft keinen Halt mehr bietet, treibt das Schiff einfach auf dem Meer, ohne Ziel und ohne Sinn,
oder nein, das wäre ja noch erträglich, ohne Anker bleibt das Gefühl des Schutzes und der Geborgenheit zurück,
zurück in den Wirren der Erwartungen der Gesellschaft, die jeden Tag auf die neugeborenen Sinnesgeschlechter einprasseln.

Anne muss an ihre Freundin denken, sie hat wie ihre Mutter reagiert, mit Ablehnung. Nicht offen, aber indirekt, was sie fast noch schlimmer empfand. Dieses so tun als ob. Dieses Versuchen, dass man "es" ja verstehen würde, aber. Immer das Komma mit dem aber.
Anne spürte, dass sie anfing sich zu ärgern. Sie dachte an die Zeilen die sie eben laß und versuchte ihre Ex-Freundin zu lieben,
auch ihre Mutter. Es gelang ihr. Sie beruhigte sich. Wurde ruhiger. Es gibt nur zwei fundamentale Gefühle, Liebe und Angst.
Entscheiden wir uns für Hass, also das Gegenteil von Liebe, werden wir Angst ernten. Angst vor allem, vor dem Leben, vor uns selbst.
Angst in Form von Zweifeln und Vertrauensbrüchen. Wir brauchen Liebe. Liebe die wir wegschenken, auch den Menschen gegenüber,
die uns nicht verstehen oder uns hassen. Wir werden diese Menschen mit unserer Liebe nicht ändern können.
Aber wir können uns selbst vor dem Verlust unserer inneren Harmonie schützen. Ja, das Problem wird dadurch für unseren Körper neutralisiert.
Wir haben keinen hohen Puls, keinen ständigen seelischen Schmerz, der uns chronisch krank machen wird, früher oder später.
Körperlich krank. Wir werden dann Tabletten benötigen, um überhaupt noch Appetit zu haben, essen zu können, schlafen zu können.
Wenn wir lieben, können wir unseren Körper in Harmonie halten, auch wenn wir gehasst werden. Wir dürfen nicht zurückhassen.

Anne sah wie MIrabell die Augen öffnete, sie hatte einen schönen Traum, sie strahlte über das ganze Gesicht.
Ihre Blicke trafen sich, als sie wach wurde. Anne liebte diesen Moment, wenn sie gleich bei ihr ist in Gedanken, wenn sie wach wird.
Mirabell natürlich auch, sie ist immer in Gedanken bei Anne. Sie legt sich auch immer extra mit ihrem Gesicht in ihre Richtung.

"Was treibst Du denn?". fragte Mirabell frech, als ob sie wüßte, dass Anne wieder mit ihren Gedanken Dinge ausheckt.

"Ich bin ganz brav...", gab sich Anne scheinheilig, obwohl sie eben gerade nicht brav in Mirabells Sinne war,
da sie kurz anfing, sich über ihre Ex-Freundin und ihre Mutter zu ärgern, als sie sich an Dinge erinnerte, die sie erlebte.

"Hast Du an Deine Mutter gedacht?", Mirabell grinste, als ob sie die Antwort kannte, und diese nicht mehr von Anne bestätigt werden müsste.

"Ja Mirabell, aber nur kurz, aber ich bin ok. Es ist alles ok - ich fühle mich gut", gab Anne als Statusmeldung von sich,
und dies war ehrlich, denn sie hatte schon lange in Mirabell eine Helferin ihrer Stimmungslage gefunden,
und es war immer das beste, wenn sie die Wahrheit erfuhr, was Anne gerade dachte.

"Gut mein Schatz", liebte Mirabell Anne an, "Das ist gut. Du wirst das in den Griff bekommen."
Mirabell setzte sich nun auf und spielte mit ihren Haaren, die seitlich über ihre Schultern bis zu ihren Brüsten reichten.

"Ja, das werde ich, versprochen Liebes", liebte Anne verbal zurück.
"Was machen wir mit Yvonne? Sie glaubt, sie kann sich so angleichen, dass sie keine Probleme mit Akzeptanz mehr hat...",
dachte Anne laut über das Thema nach, was in wenigen Minuten sicher auf die drei zukommen wird,
um die gemeinsame Strategielinie abzusprechen.
"Sollen wir versuchen, sie davon abzubringen? Oder sie in ihr Unglück rennen lassen?", Anne schaute während sie diese Frage stellte,
auf Yvonne`s leeres Bett.

"Das ist eine Schachmatt-Situation Anne, wir können ihr das nicht ausreden, es gehört zu ihrer Bewältigungsstrategie.
Wenn Du ihr diese nimmst, fällt sie genauso in ein Loch, wie wenn diese Strategie von denen enttäuscht wird, die sie
trotz Angleichungen nicht akzeptieren werden. Der einzige Unterschied wird sein, wenn wir es versuchen,
dass sie nicht nur die Gesellschaft für ihre Nichtakzeptanz hasst, sondern uns auch noch.
Wir müssen versuchen, Verbündete zu bleiben, aber ihre Strategie trotzdem kritisieren.
Wir müssen sie so kritisieren, dass sie nicht verletzt wird, am besten geht das, wenn wir so tun,
als hätten wir das gleiche Ziel wie sie, und sind eben noch am zweifeln. Unsere Kritik an ihrer Strategie bringen wir
dann über unsere Selbstzweifel zum Ausdruck. Dann versucht sie uns zu helfen, indem sie ihre Ideen vorträgt,
und fühlt sich nicht angegriffen, aber sie ist dann bereits im Denkmodus, dass sie trotzdem über ihre eigene Strategie
zum Nachdenken bringt. Auch wenn wir sie nicht direkt kritisiert haben. Ich denke, so könnte es gehen,
ohne dass sie uns in der Luft zerreisst, was passieren würden, wenn wir ihr sagen,
dass der Weg, ein maximales Passing erreichen zu wollen, eine Sackgasse ist."
Mirabell drehte ihre Haare in ihren Fingern und prüfte genau, wie Anne reagierte.

"Ja, das ist sehr gut, so machen wir es. Wir müssen aber sehr vorsichtig sein, Yvonne ist nicht dumm.
Sie wird sofort etwas bemerken, wenn wir wie ein eingespieltes Team agieren.
Eventuell sollten wir uns auch ab und an streiten, damit unser Plan nicht so auffällt, damit sie nicht misstrauisch wird."
Anne zwinkerte mit den Augen, und zog die Augenbrauen hoch, wie nur sie das konnte.

"Streiten, oooohhhh - das wird mir aber schwer fallen, da brauche ich meine gesamten schauspielerischen Qualitäten",
versuchte Mirabell sich vorzustellen, wie es klingen würde, wenn sie Anne anschreien würde.
"Meine Stimme wird versagen, und sagen: ich liebe Dich", grinste Mirabell jetzt und machte einen Kussmund vom Bett herüber.

Anne lächelte, "Nein - wir müssen verhindern, dass Yvonne merkt, dass wir uns lieben, puh - das wird schwer,
ich glaube das ist schwerer, als ihr auszureden, zu meinen, sie könnte in der CIS-Frauenwelt verschwinden".
Anne machte einen noch schöneren Kussmund und schloss dabei die Augen.

Das lies sich Mirabell nicht nehmen,
sprang wie ein Kätzchen aus ihrem Bett und küsste Anne auf ihre wunderschönen vollen Lippen.
Viel länger, als das Freundinen aus Spass machen würden.

Image
"Athenais"
1908
John William Godward
Bildlizenz: Public Domain


weiter mit Kapitel 1.2.30
http://www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=555&t=1218



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eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
http://www.freeyourgender.de

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