"als" Frau beschreibt für FYG Travestie

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"als" Frau beschreibt für FYG Travestie

Beitrag von Freeyourgender » 11 Nov 2014, 16:47

Die genitalistische Floskel? "lebt als Frau" wird immer dann verwendet,
wenn auf den Sachverhalt gezeigt werden soll, dass ein Mensch die Gesschlechterrolle
gewechselt hat.
Dies bleibt immer dann als einzige Redewendung übrig,
wenn z.B. eine Frau, die mit männlichem Genital geboren wurde,
gedanklich im Genitalgeschlecht (männlich) belassen wird,
und dann ihre gesellschaftliche "Situation" nach dem Rollenwechsel beschrieben wird.

Hier wird dann (suggestiv) unterstellt,

A) es hat ein Rollenwechsel stattgefunden
dies wäre in der Tat nicht das Problem
(wenn die Information mitgeliefert würde, warum)

B) die Frau wird im biologisch männlichem Geschlecht belassen
Fatal, denn dann bedeutet "als Frau" nichts anderes als: ein Mann, der lediglich in der "Frauenrolle" lebt

C) es hat ein biologischer? Geschlechtswechsel stattgefunden
ebenfalls fatal: die angeborene eher weibliche Gehirnarchitektur,
die die biologische Ursache für den sozialen Rollenwechsel darstellt,
und die diese Frau nach dieser Sichtweise auch biologisch zu einer Frau macht,
wird ignoriert, und es wird so getan, als ob man ein Geschlecht wechseln könnte,
wie ein Hemd. Biologisch ist das nicht möglich.
Das Geschlecht (nicht Reproduktionsgeschlecht) ist angeboren.

Für die FYG Denkweise zeigt das Gehirn das Geschlecht an, und der Körper,
wird je nach individuell möglicher Harmonisierungsmethode angeglichen.
Daher sind auch Wörter wie "Geschlechtsumwandlung"(SIC!) oder "umgebaut"(SIC!)
genitalistisch und abzulehnen.

Die soziale Rolle ist immer die Folge der Gehirnarchitektur, die ein Mensch als Identität wahrnimmt.
Identität allein, darf nicht als Geschlecht erhoben werden,
ohne die biologische Ursache zu benennen,
sonst hätten wir einen Schauspieler, der sich in einer Travestierolle befindet.

Richtig in der Mediendarstellung wäre für FYG,
wenn anstatt "lebt nun als Frau" geschrieben würde,
"Sie lebt nicht mehr als Mann".
Journalist_innen müssten hier keinen Paradigmenwechsel
Richtung "Gehirngeschlecht" vollziehen,
denn auch in ihrem genitalistischen (falschen) Verständnis ist
diese Aussage immer noch richtig,
diese Redewendung würde aber den Paradigmenwechsel des "Gehirngeschlechtes" ermöglichen und verbal nachvollziehen.

Ein Paradigmenwechsel mitgehen müssten Journalist_innen dann,
wenn sie z.B. schreiben würden:
"Sie lebt nicht mehr in ihrem falschen Reproduktionsgeschlecht als Mann"

Identitätsdefinition:
http://www.freeyourgender.de/forum/view ... f=138&t=77


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Beispiel: Artikel auf Freitag.de 10. April 2015

Beitrag von Freeyourgender » 10 Apr 2015, 20:02

Ein Beispiel für die Falschdarstellung mit der "ALS"-Formulierung, liefert ein Freitag-Artikel,
eine Kritik einer Amazon Serie, die sich auch mit dem Thema "Transsexualität" beschäftigt,
im Rahmen einer Serie (Daily Soap-Format)


Zitat:
"Im Zentrum von Transparent steht Maura Pfefferman (Jeffrey Tambor), eine Mann zu Frau Transsexuelle, die zu Beginn der Serie noch als pensionierter Politologie Professor Mort lebt und mehrere Versuche braucht, um sich ihren Kindern zu offenbaren und in der Öffentlichkeit als Frau aufzutreten."

Nun wissen ja alle Nichtwissenden wieder mal Bescheid,
dass ein Geschlecht umgewandelt werden kann;
oder zumindest kann die
"Mann zu Frau Transsexuelle" dann
"ALS" Frau leben.

Das ist die Wand gegen die wir laufen:
Genitalismus, das Ewige Verbleiben im Hebammengeschlecht.

https://www.freitag.de/autoren/kallewir ... ign=buffer
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