Geschlechtsidentität vs. Identitätsgeschlecht

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Geschlechtsidentität vs. Identitätsgeschlecht

Beitrag von Freeyourgender » 08 Jan 2015, 13:34

Geschlechtsidentität >
angeborene Anteil, pränatal
> viele eher weiblich oder eher männlich gewichtete
Teilbereiche (Gehirnaspekte)
> Geschlechter-Mischung nicht binär,

Identitätsgeschlecht >
Geschlechtsidentität + die kognitive Prägung des Gehirns
(Sozialisation)

Mit unserem Identitätsgeschlecht justieren wir uns
innerhalb der Gesellschaft ein,
die Justierung wird mitbestimmt, von unserer
Geschlechtsidentität (nicht binäres Gehirngeschlecht)


der kognitive Einfluss und damit Justierung erfolgt in dem Moment schon,
da es das Wort Frau und Mann gibt.


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JasminRheinhessen
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Geschlechtsidentität Kurzdefinition

Beitrag von JasminRheinhessen » 18 Feb 2015, 22:03

.
Geschlechtsidentitäten:

biologisches Gehirngeschlecht
und
kognitives Identitätsgeschlecht
interagieren


Gehirngeschlecht
http://www.freeyourgender.de/forum/viewforum.php?f=137

Identitätsgeschlecht:
http://www.freeyourgender.de/forum/viewforum.php?f=138


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Rosi
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Re: Geschlechtsidentität vs. Identitätsgeschlecht

Beitrag von Rosi » 22 Feb 2015, 00:31

Freeyourgender hat geschrieben:...
der kognitive Einfluss und damit Justierung erfolgt in dem Moment schon,
da es das Wort Frau und Mann gibt.
"Ich lebte frei und unbeschwert, bis zu dem Tag, an dem mir gesagt wurde,
dass Jungen keine Mädchenkleider tragen (dürfen)."

:-(
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"

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Re: Geschlechtsidentität vs. Identitätsgeschlecht

Beitrag von Freeyourgender » 22 Feb 2015, 09:33

Ab diesem Moment spürte ich,
dass etwas
meine Freiheit einschränkte.

Von Politischen Systemen wußte ich aber nichts,
und von Heteronormativität.

Später sollte ich verstehen,
dass es hier um etwas geht,
dass man Macht nennt.

Nicht dass die Geschlechtsidentität eine direkte Aussage zur sexuellen Präferenz hätte,
dies wird aber vom genitalistischen patriarchen Machtsystem unterstellt:
Es wird dann gesagt: Ein Junge, der Mädchenkleider anziehen möchte, wäre schwul.
Und da "schwul" "verboten" ist, wird automatisch die Geschlechtsidentität verboten.
Dass der "Junge" kein Junge ist, sondern ein Mädchen,
wird dabei zwingend in den indiskutablen Bereich verschoben.

Heteronormativität - obligatorisches Machtsystem ->
http://www.freeyourgender.de/forum/view ... 1071#p1071

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Re: Geschlechtsidentität vs. Identitätsgeschlecht

Beitrag von Rosi » 23 Feb 2015, 16:55

Freeyourgender hat geschrieben:...
Es wird dann gesagt: Ein Junge, der Mädchenkleider anziehen möchte, wäre schwul.
.....
Dass der "Junge" kein Junge ist, sondern ein Mädchen,
wird dabei zwingend in den indiskutablen Bereich verschoben.
Es gab ein paar "Vorkommnisse" in meiner Familie, die eigentlich zu einem
"klärenden" Gespräch hätten führen müssen. Es wurde aber kein Wort
darüber verloren.

Bei meiner "Offenbarung" dann, war die spontane Reaktion:
"Ach sooo, und wir dachten schon du wärst schwul"

:o :shock:
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"

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Re: Geschlechtsidentität vs. Identitätsgeschlecht

Beitrag von Freeyourgender » 23 Feb 2015, 21:24

Rosi hat geschrieben:Es wurde aber kein Wort
darüber verloren.
wie traumatisierte Eltern die kein Wort gegenüber ihren Kinder über ihre Erlebnisse im 2. Weltkrieg verlieren,
wird es tabuisiert, totgeschwiegen, was nicht verarbeitet werden kann.
Der Weltkrieg ist zu Ende.
Das Nichtredenkönnen über Aussagen, dass man eine Frau wäre,
trotz männlichem Genital, wirkt ähnlich:
Es wird tabuisiert, es ist nicht erklärbar, und wird totgeschwiegen.
Andauernd und immer wieder von neuem,
dieser Genitalkrieg ist nie zu Ende,
wenn es als etwas abnormales angesehen wird,
was ein Grund liefern könnte, zu Schweigen,
da es stigmatisiert werden soll.

Es ist aber so, dass bereits die Natur nicht geschwiegen hat,
sie hat bereits die Normativität geoutet, als Lüge.
Die Natur ist nicht normativ.
Das normative der Natur ist, dass sie nicht normaltiv ist.
http://www.freeyourgender.de/forum/view ... =629#p1092
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