innenliegende und außenliegende Geschlechtsidentität...

innenliegende und außenliegende Geschlechtsidentität...

Postby JasminRheinhessen » Saturday 29. November 2014, 09:35

Dieser Artikel focussiert auf die Tatsache, dass falsch zugewiesene Frauen (wie auch Männer) verschieden ausgeprägte Fähigkeiten haben, sich zu harmonisieren.
Die einen benötigen z.B. zwingend eine körperliche genitale Angleichung, die anderen kommen ohne diese aus.

Dieser Sachverhalt macht sichtbar, wie harmonisiert wurde.

Und er macht auch sichtbar, warum nicht anders harmonisiert werden konnte,
dass ist dann zu verstehen, wenn wir verstehen, das es 2 verschiedene Gewichtungen gibt,
unter welcher Prämisse eine Harmonisierung erfolgen soll/muß:

Benötige ich die Harmonisierung eher für meine Eigenwahrnehmungsdisharmoniezone (EWDZ)
http://www.freeyourgender.de/forum/viewforum.php?f=323
oder muss eher meine Fremdwahrnehmungsdisharmoniezone (FWDZ) harmonisiert werden:
http://www.freeyourgender.de/forum/viewforum.php?f=324

Diese Harmoniezonen, die jeweils abhängig (FWDZ) oder unabhängig (EWDZ) von der Fremdwahrnehmung sind,
gilt es sich bewusst zu machen, um den nachfolgenden Artikel verstehen zu können.

Diese Zonen sind immer in einer beliebigen Gewichtung vorhanden,
daher ist auch der Einfluss, den ich habe, bzw. die Gesellschaft auf meine Harmonisierung hat,
immer verschieden groß.

Beispiel:
ist die FWDZ sehr groß, brauche ich die Fremdwahrnehmung für meine Harmonisierung.
Ich werde schwerlich in der Lage sein, ohne gaOP eine Harmonisierung mit mir selbst zu erreichen,
da ich ständig fremdbestimmt werden würde, da die Gesellschaft im Moment in Genitalien denkt (Stand 2014),
und keine Gehirngeschlechter in ihrem rationalen Denken und auch in ihrer Assoziierung berücksichtigt.
"Berücksichtigen kann" ist dann gültig, wenn wir uns vor Augen halten, dass dies auch unbewußt geschieht,
ohne dass diesé Menschen eine Chance hatten, dies zu lernen.
Diese falsche Zuweisung des Geschlechts, über die Fremdbestimmung die allein auf das Genital abstellt,
führt zu einer immer wieder neu erlebten Falschzuweisung, und das mehrmals am Tag,
immer wenn wir uns bewußt werden, dass wir von unserem Gegenüber falsch wahrgenommen werden.
Wenn die FWDZ sehr groß ist, erleben wir eine ständige neue Triggerung unserer Diskrepanz zwischen Gehirn und Körper,
es ist somit nicht einmal mehr möglich die Diskrepanz durch eine Verdrängung zu bewältigen,
da durch den Einfluß der Fremdwahrnehmung bei hoher FWDZ eine ständige offene Wunde schmerzt, sie kann nicht heilen,
und auch nicht betäubt (durch Verdrängung) werden.


2 Beispiele, wie die FWDZ und EWDZ Einfluss auf die Harmonisierung nehmen:

Ist die FWDZ sehr groß, spielt Passing eine große Rolle, wir sind empfänglich für Nichtakzeptanz,
und werden stark verletzt, wenn dies geschieht.
Wir können aber auch durch Akzeptanz eine starke Stütze erhalten,
da unsere Harmonisierung stark von außen abhängig ist.
Eine gaOP ist bei hoher FWDZ unumgänglich,
sind wir in einem Umfeld, das starke Nichtakzeptanz übt,
führt das zu einem unlösbaren Koflikt, da wir uns nicht selbst harmonisieren können (kleine EWDZ)

Ist die EWDZ wiederum sehr groß, sind wir unabhängig unserer Fremdwahrnehmung, was unsere Identität angeht,
wir sind oft (aber nicht immer) in der Lage ohne ausreichendes Passing, wie auch ohne gaOP eine Harmonisierung zu erreichen.
Wir sind aber wiederum nicht harmonisierbar durch außen, d.h. wir könnten uns auch in einem Umfeld,
das maximale Akzeptanz übt, nicht harmonisieren, solange wir mit uns selbst nicht im Reinen sind.
Wenn wir für uns selbst keine gaOP benötigen, oder kein perfektes Passing, ist dieses ok die Stütze,
wir brauchen hier dann keine Fremdwahrnehmung die dies nochmals bestätigt.
Die bestätigende Fremdwahrnehmung ist ein Zusatz, was als schön empfunden wird, aber es ist keine Bedingung für
die Harmonisierung.
Wenn wir die gaOP totz hoher EWDZ benötigen, dann ist das immer eine gaOP die wir für uns selbst machen.
Bei einer hohen FWDZ wird die gaOP für die Fremdwahrnehmung gemacht, dies ist aber oft nicht bewußt,
es wird assimiliert, daß sie für sich selbst ist, es ist hier keine objektive eigene Differenzierung möglich.
Daher wird selten die Aussage getroffen: ich mache die gaOP, für den Betrachter.
Eine falsch zugewiesene Frau oder Mann, die selbst eine hohe Anforderung an ihr Passing stellt,
hat keine Chance mehr, wenn sie dies nicht erreichen kann.
Wenn ihr Körper absolut kein Passing erreichen kann, und auch durch Operationen für sie keine Entstressung erfolgen kann,
weil sie für sich sagt: ich werde nie wie eine Frau aussehen, wie ein Mann, kann durch die kleine FWDZ,
auch keine Hilfe durch Akzeptanz von außen erfolgen.
Diese Situation ist aussichtslos, und führt oft in den Suizid.
Eine Frau wie im 1. Beispiel beschrieben, könnte noch ihr Umfeld wechseln, evt. sogar das Land in der sie lebt,
um ihre grosse FWDZ durch Akzeptanz zu befriedigen.
Hier in diesem Beispiel ist keine Flucht möglich - dies ist tragisch.

Die folgenden Grafiken veranschaulichen die EWDZ und FWDZ, die eine wesentliche Rolle spielen,
welche Auswirkungen Nichtakzeptanz jeweils hat,
danach folgt der eigentliche Artikel, der den verschieden grossen Zonen, jeweils eine Identättsdefintion gibt:
IWG (innenliegende weibliche Geschlechtsidentität) und AWG (außenliegende weibliche Geschlechtsidentität)
bzw. IMG, und AMG (M steht dann für männlich)


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Eine außenliegende Geschlechtsidentität ist dann gegeben,
wobei dies immer auch mit der innenliegenden vermischt sein kann,
wenn der Fokus, wie ich mich meiner Umwelt mitteilen will, in welcher Form ich sagen will:
Schaut, ich bin eine Frau ! - durch äußere Angleichung hergestellt werden muss - und muss ist hier nicht zufällig gewählt -
es ist ein Zwang - wenn dies nicht erreicht wird, kann die weibliche Identität für die außenliegende Geschlechtsidentität nicht gelebt werden.
Es besteht für Sie keinerlei Chance, keine Alternative, dies in einer anderen Form zu tun.
Da selbst wenn Akzeptanz von außen kommen würde nichts nützt,
da diese ohne gaOP nicht selbst für sich geschenkt werden kann. (> bei gleichzeitig hoher EWDZ)

An diesem Beispiel erhalten wir nun bereits 4 Schnittstellen-Situationen,
wer den oberen Teil des Artikesl (EWDZ, FWDZ) aufmerksam gelesen hat,
erhält nun zusammen mit der außen- und innenliegenden Geschlechtsidentität die Konstellationen,
am Beispiel einer falsch zugewiesenen Frau:

1. innenliegende weibliche Geschlechtsidentität (IWG) mit hoher FWDZ
2. innenliegende weibliche Geschlechtsidentität (IWG) mit hoher EWDZ
3. außenenliegende weibliche Geschlechtsidentität (AWG) mit hoher FWDZ
4. außenenliegende weibliche Geschlechtsidentität (AWG) mit hoher EWDZ

Das definierte Frauenbild, dass ich innen für mich bereits habe, bedeutet die einzige Form,
meine Geschlechtsidentität zu bestätigen.
Dieses definierte Frauenbild muss also für die außenliegende Geschlechtsidentiät außen auch vorhanden sein.

Für außenliegende weibliche Geschlechtsidentitäten ist es also unerlässlich den Körper maximal anzugleichen.

Ohne Frage auch über eine geschlechtsangleichende Operation.

Durch alles was die Medizin zu leisten vermag, die hier sozusagen ein Grundpfeiler darstellt für die zukünftig zu lebende Identität.

Alle Massnahmen sind im Prinzip erforderlich, das geht dann teilweise bis zu Operationen im Gesicht.

Und können diese nicht durchgeführt werden, aus welchem Grund auch immer, wird dies Leid erzeugen und als Defizit wahrgenommen.

Zukünftig zu lebende Identität habe ich auch nicht zufällig so ausgedrückt: Diese falsch zugewiesenen Frauen mit außenlienliegender Geschlechtsidentität (AWG) sprechen dann oft von "angekommen".

Sie meinen damit einen Status der Angleichung, der ihnen erlaubt und ermöglicht, sich innen auch als Frau zu fühlen.

Das heisst, solange sie nicht "ankommen", können sie keine innere Harmonie erreichen.

Oft glauben Frauen(IF) (>IF - Identitätsfrauen) mit AWG, dass sie angekommen sind, aber wenn sie ehrlich zu sich selbst sind,
sind sie nie angekommen, da immer etwas besser sein könnte.
Sie suchen auch bei anderen falsch zugewiesenen Frauen ständig "Beweise" - und zwar äußerlich,
ob denn diese auch Angleichungswünsche haben, und vor allem in welchem Umfang.
Haben diese diese nicht in dieser ausgeprägten starken Form wie sie selbst, dann "glauben" sie Ihnen nicht,
dass sie auch Frauen seien.

Die Beweise für sie sind äußere Dinge, nicht nur Körperangleichungen, sondern auch soziales Verhalten,
ob rund um die Uhr und auch im Alltag die Frauenrolle sozial gelebt wird,
ob ich eine Personenstandsänderung (PÄ) mache und meinen Ausweis ändere usw.

Diese Dinge gehören alle zum Äußeren, was ihre weibliche Identität zu leben erst ermöglicht.
Sie verstehen daher andere falsch zugewiesene Frauen (IWG-Frauen) nicht,
die bereits ihre Identität leben - ohne äußere Veränderungen zu machen, bzw. geringere Veränderungen wie sie selbst benötigen.
Z.B. nur eine Hormonsubstitution für Busenbildung avisieren, aber keine gaOP.

Sie verstehen auch nicht, dass diese falsch zugewiesenen Frauen (IWG-Frauen mit kleiner FWDZ) weniger wie sie-
oder oft gar nicht unter äußeren Umständen bezüglich der Fremdwahrnehmung leiden, keine PÄ benötigen.
Das sie keine gaOP benötigen, gehört in Folge ebenso dazu, sie benötigen Harmonisierungsmodule, die für äußeres, sichtbares zuständig sind,
in bedeutend weniger Maße.

Dieses "nicht benötigen dieser Module" sind für AWG-Frauen Indizien für "nicht Frau zu sein",
da sie ja von sich selbst ausgehen,
daher nur daraus schließen können, dass diese Menschen keine weibliche Identität haben könnten.

Dieser Artikel wird von mir, einer IWG-Frau geschrieben, und ich bin sicher, das eine AWG-Frau,
allein schon bedingt durch ihre Identitäts-Defintion, diese Analyse der Kausalitäten nicht sehen könnte.
Eine IWG-Frau kann eine AWG Frau deshalb auch akzeptieren,
umgekehrt ist dies nicht möglich, da die AWG Frau sonst ihre Harmonisierungsstrategie aufgeben müßte,
das ist aber nicht möglich, da sie sonst ihre Identität aufgeben müßte.

Doch, IWG-Frauen haben aber eine für die AWG-Frauen wiederum unsichtbare Identität.

Genau wie die Menschen, denen AWG-Frauen entsprechen wollen, die AWG-Frauen nicht sehen können, als Geschlecht, können AWG-Faruen, IWG Frauen nicht sehen,
da ihre Frauendefinition, die sie mit ihrer Harmonisierung umsetzen, keinen anderen Schluß zulässt,
dass IWG-Frauen keine Frauen seien.

Aber IWG-Frauen haben eine weibliche Identität- wie auch die AWG-Frauen, nur ihre Harmonisierung ist eine andere.
Sie etablieren für ihre Harmonisierung zwischen Gehirn und Körper eine andere Bewältigungsstrategie,
kompensieren diese Diskrepanz auf einem anderen Weg.

Eine innenliegende Geschlechtsidentität definiert sich - nicht wie die außenliegende durch den Betrachter -
dies kann auch die AWG-Frau vor dem Spiegel selbst sein,
eine innenliegende Geschlechtsdefintion harmonisiert sich mental - sie benötigt keine Veränderungen, und wenn,
sind diese keine Bedingung für ihre Harmonie.

Natürlich gibt es für diese IWF-Frauen alle Mischformen und alles Scalierungen, einige möchten nur Busen, einige möchten Busen und Personenstandsänderungen. Aber man kann davon ausgehen, das eine falsch zugewiesene Frau, die keine gaOP für ihre Harmonie benötigt - eine starke, in sich ruhende innere weibliche Harmonie hat - und daher ihre weibliche Identität bereits lebt - bereits "angekommen" im Sinne der AWG-Frauen (AWG > außenliegende weibliche Geschlechtsidentität).

In dieser Verständniswelt werden auch Peusdo-Definitionen, wie DWT, DQ, TV, TG, TI aufgelöst,
es handelt sich hier um Frauen, um AWG-Frauen mit gleichzeitig grosser EWDZ.


Die Folge der Denkweise der AWG-Frauen ist dann, dass sie IWG-Frauen im Kern deshalb nicht akzeptieren können,
da diese ja ihren Penis behalten, ohne das sie in Disharmonie geraten.

IWG-Frauen sagen z.B. sie empfinden ihren Penis als grossen Kitzler - damit haben sie sich harmonisiert.
Es genügt Ihnen - das ihre Harmoniefindung innen stattfindet.

AWG-Frauen sind dazu nicht in der Lage, da sie sich über Äußeres definieren (müssen) und lehnen diese IWG-Frauen massiv ab,
da wenn sie diese akzeptieren würden, sie ihr Gefühl spüren, das sie spüren, während sie noch nicht angekommen sind.
Angekommen bedeutet in der Verständniswelt von FYG (>Freeyourgender) übersetzt:
Ihre Harmonisierung soweit abgeschlossen zu haben, dass sie nicht länger leiden.

Dieses unangenehme Gefühl - bis zum Penis-Hass reichende Gefühl, dass ihnen nicht ermöglicht,
ihre innere Frau zu mit männlichem Genital zu leben und zu sein.
Eine Frau mit Penis kann daher für sie niemals eine Frau sein.

Eine Akzeptanz von IWG-Frauen ist für sie unmöglich, ohne selbst wieder in Disharmonie zu geraten.

Das Dilemma bei AWG-Frauen wird hier offensichtlich:

Sie haben ein Idealbild, dem sie nie entsprechen können: Eine geborene Frau sein zu wollen.
Und zwar nicht nur eine Frau mit weiblichem Gehirngeschlecht (nach der Verständniswelt von FYG sind das bereits biologische Frauen),
sondern eine biologische Frau mit allem was einem Frauengeschlecht bei der Geburt mitgegeben werden kann.
Und das bezieht alles mit ein, jede Abweichung würde das Geschlecht als Nicht-Frau definieren,
im Falle einer Intersexuellen ist diese Abweichung sichtbar, im Falle einer AWG-Frau ist dies nur für sie selbst spürbar,
für andere und sie selbst wird dieses spürbare Geschlecht erst sichtbar bei einem entsprechendem Passing,
dass die Assoziation für einen unwissenden Betrachter als Frau ermöglicht.

Ein Betrachter, der sich wiederum in der FYG-Verständniswelt zu denken und damit zu spüren vermag,
kann eine IWG Frau aber bereits mit seiner Wahrnehmung voll erfassen und damit "sehen",
genau wie es die IWG-Frau für sich zu leisten vermag, nach ihrer mentalen Harmonisierung.
Sie sieht sich auch nackt vor dem Spiegel "als Frau" -
ihr Körper und ihre mentale Identität können sich verheiraten und versöhnen.


Zurück zum Dilemma der AWG-Frauen und ihrem Idealbild, ihrem Identitätsbild, das sie in sich tragen mit ihrem Körper
entsprechen zu wollen, zu müssen, damit sie in Harmonie kommen können:
Das Dilemma liegt in der Tatsache, das sie wissen, das dieses Ziel nicht erreicht werden kann,
und das sie nun die Aufabe haben, einen Teil ihrer Harmonisierung auch mental zu bewältigen,
wie dies bereits die IWG-Frauen zum größten Teil tun.

Auch bei einem 100%igen Passing, bleibt die Tatsache bestehen, das sie selbst immer noch wissen,
das sie operiert wurden.
Bei einer grossen EWDZ haben sie hier immer noch für sich die Harmonisierungsaufgabe,
mental ihre Neovagina als Vagina zu harmonisieren, auch wenn der Betrachter sie für eine geborene Frau hält.
Diese mentale Aufgabe ist nicht zu unterschätzen, vor allem dann nicht,
wenn sie im Glauben sind, nach den Angleichungen würde sich das durch die Operation von selbst mit erledigen.
Dieses Nicht-Beschäfitgen mit mentaler Harmonisierung wird gerade nach der OP meist zu einer neuen Herausforderung,
sie müssen dann nochmal an sich arbeiten, viele kommen hier in schwere unlösbare Konflikte,
da sie diese Harmonisierungsform nicht gelernt haben, bzw. ihre IWG-Identität diese fast gar nicht ermöglicht.
Viele Suizide von AWG-Frauen gerade nach der OP gehen auf dieses Unvermögen,
ein Operationsergebnis, dass keine Entstressung ermöglicht mental abzufangen.

Oft wird bei AWG-Frauen die Harmonisierung mit Verdrängung durchgeführt,
sie lügen sich was ihren Körper angeht selbst an,
das ist kein Vorwurf, sondern jede Bewältigung ist legitim,
sondern es gibt nur Nachteile und Vorteile einer Bewältigung.
Der Nachteil dieser Bewältigung ist, das sie ab und an an ihre Verdrängung erinnert werden,
und sei es nur durch die Benutzung des Wortes "Neovagina".



Ihr Ziel ist körperlich ohne eigene Verdrängung nicht erreichbar - alleine der Knochenbau wird sie verraten.
Sicher - es gibt falsch zugewiesene Frauen, die haben ein sehr sehr gutes Passing.
Und es gibt geborene Frauen, die nicht sehr weiblich wirken, und hier ist schon ein gewisser Akzeptanzspielraum gegeben,
den ich durch äußere Angleichung, auch durch Kleidung, erreichen kann.

Aber für die meisten falsch zugewiesenen Frauen ist dieses Akzeptanzfenster über das Passing nicht erreichbar.

Sie werden sofort als "Männer" assoziiert - und dazu müssen sie noch nicht einmal nackt sein -z.B in einer Sauna - sondern sie erreichen das Passing mit ihrem Gesicht, ihrer Statur - oder beidem nicht.

Wenn dies nun AWG-Frauen sind, leben sie meist undercover sozial als Mann, wenn sie es trotzdem versuchen werden sie verzweifelt und depressiv - oft drogenabhängig, oder sie begehen Suizid.

Natürlich würde eine grössere Akzeptanz für diese falsch zugewiesenen Frauen helfen,
aber man kann davon ausgehen, dass es nicht sehr viel nützen würde, da sie sich selbst nicht akzeptieren.

Dies wird darin deutlich, indem sie IWG-Frauen bekämpfen,
die sich Akzeptanz von ihnen als Frauen wünschen.

Allein diese Einstellung, diese Akzeptanz nicht schenken zu können, zeigt ihren Kampf gegen ihre eigene,
für sie unvollständige äußere Form.

Und diese Nichtakzeptanz geht von ihnen selbst aus, gegen sich - und gegen andere ,
die in Harmonie sind und mit von ihrem Idealbild Äußeren dies schaffen, mit einem Äusseren,
dass sie selbst nicht akzeptieren können.

Bei dieser Nichtakzeptanz, die von ihnen ausgeht, ist die Gesellschaft unbeteiligt.

Daran sieht man deutlich, dass, wenn wir morgen eine Gesellschaft hätten, die falsch zugewiesene Frauen in Gänze akzeptieren würde,
wenn es Transphobie nicht gäbe,
es für diese AWG-Frauen keine Hilfe wäre.

Ihr Problem liegt in ihrem Denken begründet - wie sie versuchen, ihre Frau zu leben.
Wie sie sich harmonisieren müssen.
Daher ist es wichtig zu erkennen, das ein wichtigerr Unterschied
zwischen der Harmonisierung zwischen falsch zugewiesenen Frauen (und Männern) besteht.
Hier in diesem Artikel durch die AWG und IWG Definition, bzw. AMG / IMG differenziert.

IWG-Frauen werden von AGW-Frauen daher gerne in die TransGeschlechts-Schublade verschoben,
damit sie dort "aufgeräumt" sind, und ihre eigene Definition nicht stören,
ihr äußeres Bild, dass sie für ihre Identität dringend brauchen,
nicht stören.

IWG--Frauen brauchen bedeutend weniger körperliche Angleichung, meist genügt ein Busen,
sie leben sehr oft ein soziales Doppelleben in männlicher und weiblicher Rolle.

Sie sind meist wenig leidend, erleben nach ihrer Harmonisierung sogar einen extrem positiven Impuls,
dieser Impuls schafft ihnen ein Glücksgefühlt, dass sie in der Gesellschaft darstellen wollen,
indem sie ihre Weiblichkeit überzeichnen, mit Minirock und Heels auffallen wollen.

Da sie sich in Harmonie befinden, ja ich würde sagen, die Freude, die sie mit dem Ausleben ihrer inneren Frau verbinden,
überwiegt über die Anstrengungen, die geringe Angleichungswünsche die sie evt. noch haben,
um ihre innere Frau zu untermalen.

Wichtig hier der Unterschied: untermalen, unterstreichen, bekräftigen, das was schon da ist - nicht erst erschaffen müssen.

Das ist der wesentliche Punkt.

Die Angleichungen sind keine Bedingung, sondern eine Ergänzung, ein verfestigen.

Wichtig hier ist immer: die IWG-Frau hat bereits im inneren die Möglichkeit - ihre Frau zu leben - und ist in Harmonie.
Alle anderen Veränderungen, sei es Busen, sei es die soziale Rolle als Frau, sei es die Kleidung, sind nur die Folge,
das Ergebnis, was sie innen bereits spüren und bereits genießen können.
Im Gegensatz zur AWG-Frau, die von äußeren Dingen abhängig ist,
wie eine Drogensüchtige, die ihre Droge braucht.

Bei der AWG-Frau ist Glücklichsein erst möglich, wenn ein äußeres Ergebnis dem Inneren Leben einhaucht.
Es kann vorher kein Ergebnis, sie nennen es dann gerne "Frau", entstehen,
da innen von außen getriggert werden muss.

Daher celebrieren AWG-Frauen ihre Weiblichkeit sehr selten, während ihrer Harmonisierung,
die ihre Phase der Angleichung ist, die sie Transition nennen.
Dieses Celebrieren ist das fast nicht möglich.

Im Gegensatz zu IWG-Frauen,
die sich auf CSD Umzügen sexy mit schriller Kleidung zeigen, und feiern,
alles andere als betrübt sind.

AWG-Frauen können meist erst an Harmonie denken, wenn ihre Angleichung in ihrem Sinne vollzogen ist.

Aber danach ist ständig die Angst präsent "entdeckt" zu werden, und sie verhalten sich eher unauffällg (stealth).
Auch in ihrer Kleidungsauswahl. Das Äußere spielt immer eine wesentliche Rolle, wird dieses in Frage gestellt,
bricht die innere Identität zusammen.

Daher unaufällig - lieber die Kittelschürze, als den Minirock.

IWG-Frauen kleiden sich meist gerne sehr feminin, auffällig, bunt, sie wollen "entdeckt" werden, begehrt werden,
weil sie ihre innere Harmonie bereits haben.
Da sie ihre "Zwischenstufe " harmonisiert haben, haben sie auch kein Problem damit, das der Betrachter eine Zwischenstufe assoziert, eine ausgebeulter Minirock ist für sie kein Hindernis sich begehrt zu fühlen.

Diese Zwischenstufen, sind in der Gesellschaft aber nicht als Geschlechtsidentitäten assimiliert,
daher werden die IWG-Frauen dann als TV, DWT, CD, TI, TG, verhandelt,
diese Begriffe lehnen AWG-Frauen, die "angekommen" sind,
also nicht mehr als "Zwischenstufen" assoziieert werden,
ab.
Dadurch haben die AWG-Frauen ein doppeltes Interesse, nicht mit IWG-Frauen in einen "Topf" geworfen zu werden:
1. Sie würden ihre Idenität verlieren, da sie keine Zwischenstufe harmonisieren können (z.B nongaOP)
2. Sie würden neben ihrer inneren Harmonisierung ihre Fremdwahrnehmung verlieren, und nicht mehr als Frau gesehen werden.

Am Punkt 2 sind aber nicht die IWG-Frauen schuld, sondern die Gesellschaft, die Geschlechter über Genitalien definiert.
Wenn eine Gesellschaft nicht in der Lage ist, eine nongaOP-IF (IF= Identitätsfrau), weil sie einen Penis hat,
als Frau zu sehen, und dafür Erklärungen wie Travestie bereithält,
wie soll sie dann eine IWG-Frau als Frau akzeptieren können,
zumal zusätzlich eine AWG-Frau eine IWG-Frau als Feitschmann bezeichnet, um ihrer Identität zu "retten".


Die AWG-Frauen tragen also im Gegensatz zum "nichtanerkannten, weil unsichtbaren Geschlecht",
dass die IWG-Frau nach außen darstellen,
das Bild in die Öffentlichkeit, wie eine Frau auszusehen hat, die falsch zugewiesen war.
Genauso eben, wie eine "geborene Frau", in der genitalen Verständniswelt auszusehen hat.

Wann sie als Frau gelten kann, und was "getan" werden muss , bestimmt diese Welt,
und sie deckt sich mit ihrem Denken, mit ihrer Art wie sich harmonisieren muß,
da sie sich über diese Verständniswelt ja selbst darüber definiert.
Das diese eine genitale ist, macht die Tatsache, das sie mit falschem Genital geboren wurde,
besonders dramatisch für sie.

Durch die genitale Fremdbestimmung, bleiben die IWG-Frauen in einer Akzeptanz-Grauzone,
die nicht immer aber für manche ein Problem ist.
Sie können ihre innere Frau leben - für sich, aber wenn sie falsch gesehen werden, ist auch für sie nicht immer leicht,
auch schwierig, je nachdem, wie stabil ihre Harmonisierung ist, wie groß ihre FWDZ ist.

Es gilt daher festzuhalten: eine andere Denkweise der Gessellschaft könnte AWG-Frauen nicht helfen,
da sie für ihre Problemlösung, die nur durch eine äußere Angleichung geschehen kann,
selbst verantwortlich sind.
Niemand könnte ihnen helfen, der sagt, Du bist für mich eine Frau, auch wenn du einen Penis hast.
Da ihr Angleichungsdruck aus ihnen selbst erwächst.

Das die Gesellschaft gleichzeitig genauso denkt wie sie, ist dabei erstmal unerheblich.
Die Gesellschaft sagt auch: Wenn Du einen Penis hast, bist Du ein Mann.

IWG-Frauen kann eine Gesellschaft helfen, die modern und geschlechtsneutral - im Sinne von Auflösung von Assoziationen denken könnte.
,denn sie werden, da sie äußeren Normen und Erwartungen nicht entsprechen, ständig falsch zugewiesen.

Wenn es morgen eine Gesellschaft gäbe, die Akzeptanz in Gänze schenken würde. und nicht transphob wäre,
wären die IWG-Frauen noch etwas glücklicher, wie sie im Vergleich zu AWG-Frauen ohne gesellschaftlichen Einfluss bereits unstrittig schon sind.

Da sie nicht dem Angleichungsdruck ständig ausgesetzt sind, sind sie glücklicher und in Harmonie.

Das heißt - es macht Sinn für die IWG-Frauen, für Akzeptanz in der Gesellschaft zu kämpfen, für eine Gesellschaft, die eine falsch zugewiesene Frau mit Penis als Frau akzeptiert, wenn diese ihren Penis als großen Kitzler harmonisiert.
Genau wie eine AWG-Frau ihre Neovagina als Vagina.

Für AWG-Frauen - und das spiegelt sich häufig auch in entsprechenden Selbsthilfegruppen wieder,
ist die Akezptanz der Gesellschaft ein Nebenkriegsschauplatz.
Besonders dann wenn wir uns daran erinnern, wie hier im Artikel bereist erwähnt,
das sie stealth anstreben, und sich dadurch der Akzeptanzdiskussion von "Zwischenwesen" komplett entziehen wollen.

In den meisten Fällen liegt in den SHG`s (Selbsthilfegruppen) daher der Fokus meist auf maximale Beratung der
Angleichung und die Integration in die bestehende Gesellschaft durch Unauffälligkeit.

Denn es liegt ja auf der Hand:
Ein Betrachter auf der Strasse, also die Gesellschaft - denkt genauso wie die AWG-Frau.

Er schaut auf das Äußere. daher, was sollte die AWG-Frau an diesem Sachverhalt ändern wollen, wenn sie das genauso bei sich selbst macht.

Wenn wir also eine Gesellschaft hätten, die morgen für falsch zugewiesene Frauen maximale Akzeptanz schenken würde, und nicht transphob wäre, würde das den IWG-Frauen zugutekommen,
und nur den AWG-Frauen, die stealth nicht erreichen, sondern unfreiwillig durch ihr äußeres geoutet werden,
somit würden sie einen Vorteil dann haben, in der Fremdwahrnehmung,
aber gleichzeitig, ihre Identität verlieren.
Ein Betrachter der nicht "transphob" ist, und ein Zwischenwesen akzeptiert,
hat ja schon Akzeptanz gegenüber etwas geschenkt, was der AWG-Frau ihre Identität nimmt.
Sobald sie im Diskurs des "Zwischen" ist, hat sie bereits verloren.
Das Ideal für eine AWG-Frau ist, das sie als Frau gesehen wird, und ihre Vergangenheit nicht bekannt ist.
Ein wahrlich fast unlösbares Unterfangen, deshalb haben wir tatsächlich das eine Bild der leidenden,
und das andere Bild der feiernden falsch zugewiesenen Frauen - paradox,
aber nach Lesen dieses Artikels dürfte hier bedeutend mehr Licht ins Dunkle gekommen sein.

Dieser Artikel liefert ein Erklärungsmodell ab, er hat nicht den Anspruch medizinischer Beweise,
aber der philosophische Ansatz ist in sich logisch, und das macht dieses Erklärungsmodell interessant,
denn es löst Abgrenzungen auf, die Abgrenzung zwischen falsch zugewiesenen Frauen,
die sich gegenseitig nicht verstehen,
und nur deshalb, weil sie verschiedene Harmonisierungs-Bewältigungsstrategien haben,
und Bewältigungsstrategien mit Geschlechtsdefinitionen verwechseln,
z.B. indem eine AWG-Frau sagt: Ich bin eine Frau, weil ich eine gaOP habe, und DU nicht, weil du keine gaOP hast.


Bleibt die Frage, ob die AWG-Frauen ein Teil dieser Akzeptanz-Gesellschaft sein könnten,
diese Frage kann nur mit Nein beantwortet werden.

Wenn es diese Gesellschaft gäbe, wären die AWG-Frauen die letzten Überlebenden einer Spezies,
die ihre Identität von außen nach Innen definiert.
Und in dem Moment, wenn ich sie durch "antitransphobes Handeln" akzeptiere, hat schon ein Outing stattgefunden,
in dem Moment hätten sie schon ihre Identität verloren.

Vielleicht spüren sie dann, das sie selbst ihr Problem sind, nicht die anderen.

Im übrigen sind wir beim GLAUBEN,
wenn AWG-Fauen IWG-Frauen diskreditieren, diskriminieren, durch ihre Nichtakzeptanz,
oft mit dem Satz:

Das glaube ich dir nicht,

weil sie sie nicht verstehen,
das z.B. keine gaOP benötigt wird,
denn dann bleibt nur noch den IWG-Frauen zu glauben.

Wir sind dann bei einer Religion.

Religionen haben die Eigenschaft, dass ihre Gläubigen gerne ihre Welt als alleinig gültig ansehen,
sonst bricht ihre eigene Welt zusammen.

Das gleiche sehen wir hier bei den AWG-Frauen,
die IWG-Frauen nicht akzeptieren können, ohne ihre eigene Welt in Frage zu stellen,
bzw. ihr Erklärungsmodell verlieren, ihre Welt zu verstehen.

Es geht nicht um Glauben und Beweise, sondern um Identitäten.

Ich kann den Spieß umdrehen und zu einer AWG-Frau sagen,
Du bist nicht glaubwürdig, "DU bist ein Mann."

Wir sind dann bei Willkür.

Beim Glauben, bei einer Religion.

Oder ich vertrete eine Meinung.

Meinung ist aber eines.

Diskriminierung etwas anderes.

Einen Menschen, der sich als Frau erklärt, nicht zu akzeptieren, ist Diskriminierung und keine Meinung.

Etwas also nicht zu glauben,
und aus dem eigenen Glauben abzuleiten, etwas anderes zu meinen,
stellt Den Glauben über das Individuum,
dass Du durch einen (Deinen) Glauben verletzt wird.

Ist Dir das bewusst ?

Ich sage zu einer AWG-Frau: "Ich glaube Du bist ein Mann."

Wie findest Du das - fühlst Du Dich dabei gut ?

Nein - Sie wird sich dabei mies fühlen, verletzt und gekränkt - gekränkt ist das passende Wort,
denn dieses Gefühl der Diskrepanz ist es, dass sie sich nicht erkannt fühlt, da ihr Äußeres nicht passt.
Sie leide darunter, und ich verstärke dieses Gefühl durch meine Nichtakzeptanz.

Nein, niemanden als Mann bezeichnen, der mir sagt er wäre eine Frau.

Respekt ist das mindeste, ihre weibliche Seele zu schützen,
aber das wichtigste ist,
ihr die Akzeptanz zu schenken.

Das Festhalten Rückschlüsse aus morphologischen Erscheinungsformen auf Identitäten ziehen zu wollen,
muss fehlschlagen, da ja offensichtlich ist, das es sich bei Identitäten nicht um Strukturen handelt,
die äußerlich bedingt sind,
sondern davon frei.

Den Beweis liefern uns die Intersexuellen,
bei denen diese Unabhängigkeit von äußerem und Identitäten sichtbar werden.
Nicht umsonst wird diese Sichtbarkeit möglichst schon als Baby mit dem Skalpell von der Gesellschaft besetiigt,
da die Gesellschaft keine Abweichung ihrer genitalen Verständniswelt zulassen möchte (Stand 2014).

Das eine Identität eine Struktur verlangt,
sich wünscht, ist legitim.

Aber eine Identität darf nicht in Frage gestellt werden,
wenn sie keine bestimmte Struktur besitzt.



Indizes:
Harmonisierung - FYG0010
Nichtakzeptanz - FYG0025
Gehirngeschlecht - FYG0023
Passing - FYG0015
Genitalismus - FYG0005


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"The Jewel Casket"
John William Godward
1900



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