Was bekämpft wird, wird pathologisiert

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JasminRheinhessen
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Was bekämpft wird, wird pathologisiert

Beitrag von JasminRheinhessen » 19 Mai 2015, 02:04

Die WHO hat also 1990 aufgehört, Homosexualität weiterhin als Krankheit einzustufen.
Erfreulich ist das im Prinzip nicht, zeigt es doch wie hartnäckig sich dieser Status gehalten hat, bis 1990 !

Dass die Pathologie gerne zur Diskriminierung eingesetzt wird,
sehen wir ja bis heute am F64.0 Code.

Das Pendant - die Dublette dazu.

Interessant ist an dieser Stelle aber noch das Paradoxum,
zumindest auf der Seite der Diskriminierer,
dass in Deutschland der Paragraph 175 erst 1994 aus dem Strafgesetzbuch verschwand.

Es wurde also eine Krankheit strafbewehrt.
Eine Krankheit wurde bestraft - > und dass bis 1990,
denn solange galt Homosexualität ja als krank.

Dass ist perfide. Aber nicht sonderlich überrraschend.

Dass wir es hier mit dem Gegner namens Patriarchat zu tun haben,
sehen wir an vielen Dingen,
z.B. dass Lesben im Strafgesetzbuch nicht auftauchten
und nur die schwulen Männer eine Gefahr darstellten,
das Patriarchat zu demontieren,
gleichsam diejenigen, vom TS-System genannten Männer,
die das Symbol des Patriarchats unter ihrem Rock tragen.

Wenn nun schon die Pathologisierung dieser "rocktragenden Verräter" ab 2017
mit dem ICD11 nicht mehr "funktioniert",
dann zumindest die biologische Unsichtbarmachung des Geschlechtes,
indem nur noch von einer Geschlechtsidentitätsstörung geredet wird.

Ist das nicht gnädig ?


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