das Internet - Du und Ich - unsere Welt

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Postby JasminRheinhessen » Tuesday 3. March 2015, 03:45

Antje Schrupp schrieb im November 2012 einen Blogpost über Facebook,
er ist aktueller denn je.
Nachts war ich zu müde für meinen Feminismus-Strömungen Artikel
http://www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?t=642
Solche Themen muss ich vormittags schreiben, da brauche ich jede meiner Gehirnzellen...
also schreiben wir ihn morgen fertig, fehlen ja nur noch 2 Strömungen - na denn.

Antjes Facebook-Artikel von November 2012
http://antjeschrupp.com/2012/11/22/euer-facebook-gejammere-nervt/#comment-233924
Die letzte Antwort von Mai 2014,
da passt ja dann eine anschließende von März 2015,
der Monat sieht ähnlich aus, fängt auch mit M an, und hinten hat sich nur eine Ziffer geändert
an der Jahreszahl.
Warum sind manche Dinge so erschreckend pragmatisch.
Was ist eine Ziffer schon ? Ein Nichts - für Gefühle, Empathie und Leidenschaften.
Tja - jetzt weiß mein Leser nicht mehr was ich schreibe, und ich weiß nicht wie man Leser_innen nun wieder zurückholt, dass man ernst genommen wird. Will ich das überhaupt ?
Vielleicht will ich gar nichts. Wie das Internet, dass will auch nie was.
Doch - Follower und Likes - > die Währung der Anerkennung.
Die Anerkennung reizt mich nicht so sehr, für mich ist es faszinierend,
dass Du noch liest, und noch nicht diesen Artikel entsorgt hast,
indem Du das Fenster zumachst - warum bist Du noch hier ?
Ah - Du wolltest meine Antwort lesen auf Antjes Blog - siehst Du - so hält man Aufmerksamkeit aufrecht, und erzählt was völlig anderes in der Zwischenzeit.
Was hab ich gerade erzählt ? Nicht mehr als das Netz jeden Tag erzählt:
Es lenkt Dich ab - vielleicht von Deinen Problemen - Das ist legitim.
Sofern Du das willst.


Der Zeitstempel meiner Blogantwort zeigt 2:24 Uhr -
das klingt doch intim - wer schreibt schon Nachts Antworten -
muss also schon strange sein diese Person - vielleicht auch nicht -
aber hier - nun - die Antwort klingt wirklich gut -
ich lese ja meine Antworten selbst gerne 3 mal durch,
warum = ich muss doch wissen wer ich bin - das erfahre ich am besten
indem ich lese was ich schreibe -
Der Vortrag von Peter Kruse - ja das ist ein interessanter Mensch der sowas postet,
scheint intellektuell zu sein - oder einfach ein Nerd -
spielen Nerds Rachmaninow ? Gute Mischung.



Blogantwort - oder nicht - je nachdem:

Aber schreiben wollte ich noch etwas, der Artikel faszinierte mich,
und so blubberte ich im Halbschlaf einen Text,
der - wenn ich mich so zurücklehne, fast sinnbildlich für das ganze Internet ist:
Es ist wach und doch schlafend, blubbernd und doch manchmal genau auf dem Punkt.
Immer in Bewegung und muss nicht ernst genommen werden, unterhaltend und manchmal
gravierend und erschreckend realistisch.
Internet ist mehrdimensional - nah am Menschen oder sehr weit weg.
Fernsehen und Radio dagegen wirken wie Ferngläser oder Fernrohre: Steinzeit-Mythen.




Jetzt - das ist die Antwort - endlich:

Dein Blogpost hat nichts an Aktualität verloren, er könnte gestern geschrieben sein. Als Antwort von meiner Seite möchte ich Peter Kruse hier zitieren.



besonders die 2. Hälfte des Vortrags sind eine Ode an Social Media. Der Trick ist denke ich mehrgleisig zu fahren: Facebook als "öffentlicher Platz", Twitter um in Echtzeit zu kontakten und lebendige Nachrichten zu erleben, und die eigene Blogseite für die "Besprechung in der WG-Küche" mit Gleichgesinnten, ja und wenn man sich mal verabreden will oder ein Event bewerben will, hängt man kein Plakat ins Jugendzentrum, sondern bewirbt es in Facebook. Trivial ? Eigentlich schon. In Facebook sieht man schon bevor das Event startet ob es überhaupt ein Erfolg werden kann - die Resonanz ist da oder auch nicht. Und Plakatedrucken kann man sich auch sparen. Wer in youtube Erfolg hat, ist schon fast ein Medienstar. JA - Medien sind es, die wir hier nutzen. Ein Traum, wenn man bedenkt wie noch vor 10 Jahren kommuniziert wurde. In Gästebüchern. Und 10 Jahre davor ? Man hat vom Unglück von Falco aus dem Radio erfahren, Radio - das klingt wie Grammophon - surprised ? Wir werden in 10 Jahren das Problem der Informationsfilterung lösen müssen, oder wir verlieren uns in der Informationsflut. Informationen aufzubereiten wird das Wichtigste werden, wichtiger als weitere Vernetzung. Jasmin
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