Begreift endlich, dass es Schwanzfrauen gibt !

Begreift endlich, dass es Schwanzfrauen gibt !

Postby JasminRheinhessen » Sunday 26. April 2015, 19:43

Ich möchte nicht wissen,
wieviele Menschen bereits durch
genitalistische dualgeschlechtlich Denkende, transphobe Transmenschen
in die Genitalverstümmelung getrieben wurden
durch ihr Hassgerede auf ihr eigenes Genital

ich mache diesen Menschen keinen Vorwurf, ihr Genital zu hassen,
aber bitte lasst es doch bleiben,
das Genital anderer Transmenschen zu hassen,
und diesen Menschen jegliche Selbstbestimmung für ihre
eigene Art der Harmonisierung mit ihrem Körper zu nehmen

Dieser Genitalfaschismus ist transphob und diskriminiert jede Form
der eigenen Bestimmung über den eigenen Körper.
Es gibt Schwanzfrauen, begreift das endlich !



Indizes:
Genitalismus - FYG0005
eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
http://www.freeyourgender.de

Image
User avatar
JasminRheinhessen
 
Posts: 591
Joined: Thursday 11. September 2014, 19:18
Location: Würzburg

Anomie - Robert K. Merton

Postby NikiLE » Wednesday 14. March 2018, 10:18

Robert K. Merton (1910 - 2003) war ein US-amerikanischer Soziologe, der eine Theorie des "abweichenden Verhaltens" - der Anomie aufgestellt hat, die in der Kriminologie sehr bedeutsam geworden ist - ich habe sie in meinem Jurastudium kennengelernt. Sie beruht auf einem ganz einfachen Kathegorienmuster: der gesellschaftlichen Akzeptanz der Ziele, die ein Individuum verfolgt, der Akzeptanz der Mittel, mit denen er diese Ziele verfolgt und der jeweilige Erfolg oder Mißerfolg. Ich bemühe mich nicht um einen vollständigen Überblick über diese Theorie, sondern beschränke mich auf diejenigen Teile, auf die es hier ankommt:

Wer gesellschaftlich akzeptierte Ziele anstrebt, mit gesellschaftlich akzeptierten Mitteln erreicht, ist Konformist. Er stellt die jeweiligen Normen zwar nicht infrage, neigt aber zur "Toleranz des Saturierten". Daß andere "abweichende" Ziele anstreben und wie sie diese Ziele verfolgen, interessiert ihn wenig.

Wer gesellschaftlich akzeptierte Ziele anstrebt, sie mit gesellschaftlich akzeptierten Mitteln verfolgt - aber daran scheitert, trotzdem aber weder die Ziele, noch die Mittel infrage stellt, reagiert darauf mit "Ritualisierung" (Merton). Die gesellschaftlichen Normen werden hypostasiert, es entsteht der typische Spießer. "Nur mit ehrlicher Arbeit bringt man's zu was!" verkünden regelmässig solche, die viel und "ehrlich" gearbeitet, aber es zu nichts gebracht haben.

Die Konformität für diesen Typus zu wichtigsten, manchmal sogar zur einzigen Quelle "narzisstischer Zufuhr" geworden. Auf Nonkonformität reagiert dieser Typus mit Neid, Mißgunst, offener Aggression. Er ernennt sich selbst zum ehrenamtlichen Hilfspolizisten, wird - in anderer Schattierung des Begriffs "Narzissmus" - zum passiv-aggressiven Typus.

Wenn jemand das Ziel erreicht, Frau zu sein, als Frau anerkannt, begehrt und geliebt zu werden, aber dies auf nonkonforme Art und Weise erreicht, ist es für den passiv-aggressiven Typus eine "narzisstische Kränkung", die ihn in seinem eigenen Selbstwertgefühl tief verletzt - vor allem dann, wenn es sich bei diesen Typen um Frauen handelt, die bei all ihrer Konformität weder anerkannt, noch begehrt und auch nicht geliebt werden. Noch schlimmer ist das für diejenigen Frauen, die um ihrer Konformität willen enorme Opfer gebracht haben: nämlich ihr Genital und trotzdem keine Anerkennung finden. Sie werden zu rasenden Furien der Konformität, wie der Autofahrer, der brav im Stau steht - "wie es sich gehört" - gegenüber demjenigen, der auf der Standspur vorbeifährt und die Ausfahrt erreicht.
NikiLE
 
Posts: 70
Joined: Sunday 4. March 2018, 11:30

Re: Begreift endlich, dass es Schwanzfrauen gibt !

Postby JasminRheinhessen » Thursday 15. March 2018, 12:59

ohja - sehr schöne Reflektion,
die OP darf ja nicht umsonst sein,
das wäre sie aber, wenn sie "ja gar nicht nötig wäre"
für die Gesellschaft

Bleibt noch die OP für sich selbst zu machen:
Um sich erst dann für sich als Frau akzeptieren zu können.
Klar, wenn das so ist, kann dieses Wesen eine Schwanzfrau nicht akzeptieren,
wie auch?
eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
http://www.freeyourgender.de

Image
User avatar
JasminRheinhessen
 
Posts: 591
Joined: Thursday 11. September 2014, 19:18
Location: Würzburg

Re: Begreift endlich, dass es Schwanzfrauen gibt !

Postby NikiLE » Thursday 15. March 2018, 17:53

Die Darstellung nach Merton war eine rein soziologische Betrachtung. Ich stimme Dir aber auch in anderer Perspektive vollkommen zu, die vorgebliche "Korrektur" durch "gaOP" ist in vielen Fällen nichts als eine Genitalverstümmelung, eine autoaggressive Kastration. Es gibt leider eine Fallgruppe von Transsexuellen, die einen Hintergrund sexueller Gewalt gegen Kinder hat, häufig kindesmißbräuchlicher Inzest. Es gibt bei mir selbst einen - bis zur Analyse - latent gebliebenen Kastrationsdrang, der sich bei mir jedoch - genau wie beim König Ödipus - gegen die Augen richtet. Ich muß auf selbstverletzende Fehlleistungen sehr achten, also beim Hantieren mit Küchengeräten und dergleichen. Aktuell werde ich gottlob nicht davon beplagt. Die Augen sind in diesem Fall "Stellvertreter des Penis" (Freud) und die Kastration war schon in der Antike eine fürchterliche Strafe, die nur für ganz besonders schreckliche Verbrechen verhängt wurde, wie den Inzest.

Der Täter projiziert seine Schuld auf das kindliche Opfer, das sich selbst diese Schuld introjiziert, so wie man es aus den Vergewaltigungsfällen unter Erwachsenen kennt: die vergewaltigten Frauen fühlen sich sehr häufig selbst schuldig an ihrer Vergewaltigung, machen sich Vorwürfe, sind oftmals kaum zur Anzeige zu motivieren. Das läuft bei vergewaltigten Kindern ganz genauso - vor allem, wenn die Kinder das Geschehen vollkommen verdrängt haben, was bei mißbrauchten Kindern leider die Regel ist.

Die Selbstkastration unter der Flagge der geschlechtsanpassenden Operation ist wohl in einigen Fällen der Versuch mißbrauchter Kinder, für die Schuld ihrer Täter, die sie zu ihrer eigenen gemacht haben, Sühne zu leisten. Das "ganz Frau sein wollen", das "weibliche Körpergefühl" usw ist dann nichts als eine "Rationalisierung". Aber diese Sühneleistung funktioniert nicht, schon weil diese Frauen ja gar nicht wissen, daß sie eine Sühneleistung vollbringen wollen und natürlich auch nicht, wofür. Introjizierte Schuld kann man nur tiefenpsychologisch behandeln - die Mittel der "Gerechtigkeit" versagen hier. Deswegen bleibt bei diesen Frauen die Autoaggression auch nach ihrer Kastration unverändert virulent, wird weiter praktiziert - in linden Fällen wohl häufig durch mehr oder weniger extremen sexuellen Masochismus, häufig wohl auch durch Umgekehrung nach aussen. Die "rasenden Furien" können also tiefenpsychologisch auch von dem unbewußten Wunsch getrieben werden, andere zu kastrieren.

Daß die gaOP in vielen Fällen keinen guten Erfolg hat - manche dieser armen Frauen haben ja wirklich am Ende vieler qualvoller Behandlungen nur noch einen Harnausgang und viele sind "nicht wirklich" zufrieden mit dem Ergebnis, kann auch psychosomatisch begründet sein - die enorme Macht der Psychosomatik erfahre ich ja immer noch am eigenen Leibe. Der Körper - oder genauer: die Psychosomatik - will keine Vagina haben, erkennt darin nur eine Wunde, die zu schließen er sich verzweifelt bemüht. Das gilt für Transmänner vice versa: die Psychosomatik will da keinen "Zipfel" haben, lehnt ihn ab, stößt ihn ab.

Ich befürchte, daß die gaOP in manchen Fällen viel zu frivol von den Gutachtern befürwortet wird - eigentlich wäre eine tiefenpsychologische Anamnese erforderlich, aber das braucht Zeit und psychoanalytische Kenntnisse. Obwohl diese Anamnese in sehr vielen Fällen sehr leicht sein kann. Manche tragen ja ihre unverarbeiteten Traumata buchstäblich auf dem Silbertablett vor sich her. Mir hat mal eine Transfrau, mit der ich mich zu Beginn ihrer Transition - Beginn der Hormontherapie - mal getroffen hatte, schon beim allerersten Gespräch von ihren Zeichnungen erzählt, deren Motive für mich als Analytiker keine Fragen mehr offen gelassen haben: Kindesmißbräuchlciher Inzest durch die Mutter - allerdings wohl postödipal. Mir ist schwarz geworden vor Augen ... Psychoanalytiker(-in ... hihi ... hier schwanke ich "genitiv") zu sein ist nicht immer das reine Vergnügen, weil man eben auch sehr Vieles sehr hässliches zu sehen bekommt. Ich habe den Kontakt dann abgebrochen. OK - es war eine flotte Verdachtsdiagnose, die ich da geritten hatte, "lege artis" hätte man "nachbohren" müssen ... aber ich hatte diese Frau ja nicht als Analytiker getroffen gehabt ...

In einem zweiten Fall mußte ich eine Transfrau, die ihre gaOP selbst gerne als Kastration bezeichnet, aus gewissen Gründen sehr sorgfältig anamnestisch analysieren (die Betroffene weiß auch hier nichts über die Analyse) - hier ist mir der Mißbrauch in erstaunlich vielen Einzelheiten bekannt geworden: ich kenne den Täter, die Art der Tatbegehung, das Alter des Opfers zur Tatzeit und mit einiger Wahrscheinlichkeit sogar den genauen Tatort.

Diese frivolen Kastrationen kommen auch dadurch zustande, daß man auf der Seite der Ärzte, Gutachter usw an biologistischen Auffassungen von Mann und Frau eisern festhält - Frau = Vagina - und dem Kastrationswunsch dieser Frauen viel zu leicht willfährt. Und die Chirurgen sind ja ohnehin "OP-geil" bis zum Anschlag, sind für die psychologische Seite nicht zuständig, können ihre Hände in Unschuld waschen.

Es ist ein Trauerspiel - aber wenigstens eines Tröstliche kann man psychoanalytisch mit ziemlicher Sicherheit sagen: daß diejenigen Transsexuellen, die an ihrem ursprünglichen Genital festhalten, zu ihm ein positives Verhältnis haben, von diesen pathologischen Kastrationswünschen nicht betroffen sind und daher auch höchstwahrscheinlich nicht mit so einer introjizierten Schuld aus einem Verbrechen beladen sind.

Man kann viel eher vermuten, daß die glücklichen Schwanzfrauen und zufriedenen Mösenmänner zu einer anderen Fallgruppe gehören: derjenigen nämlich, die ihre Transsexualität dem Umstand verdanken, daß sie sich für ihr ödipales Begehren auf einen Elter statt wie üblich den gegengeschlechtlichen Elter den gleichgeschlechtlichen Elter ausgesucht haben, von diesem zurückgewiesen wurden und den gegengeschlechtlichen Elter als Aggressor empfunden, sich dessen Sexualcharakter introjiziert haben. Sie sind also nicht anders zu Männern und Frauen geworden wie die "cisgender" auch. Dieser "Ödipuskomplex andersrum" findet sich übrigens auch schon bei Freud in "Das Ich und das Es", wo er allerdings etwas versteckt ist im "vollständigen Ödipuskomplex", der zur Multiplizierung der Persönlichkeit führen kann.

Psychoanalytisch kann man also zu dem paradoxen Ergebnis kommen, daß gerade die Schwanzfrauen sehr gut die psychisch gesünderen, "besseren", ja: natürlicheren Frauen sein können, als die genital operierten Transfrauen, vor allem dann, wenn diese auch nach vollendeter Transition keine innerpsychische Harmonie erreicht haben und immer noch oder gerade jetzt erst recht Symptome psychischer Störungen zeigen oder vermuten lassen. Für die Mösenmänner gilt das natürlich mutatis mutandis genauso.
NikiLE
 
Posts: 70
Joined: Sunday 4. March 2018, 11:30

Re: Begreift endlich, dass es Schwanzfrauen gibt !

Postby NikiLE » Sunday 18. March 2018, 22:23

Manchmal erschaudert man vor dem, was man da so denkt und sieht. Kann das wirklich wahr sein ? Daß sich hunderte, tausende von Frauen haben kastrieren lassen - unter der Herrschaft eines Traumas sexueller Gewalt, das sie nicht kennen, in ihrem Unbewußten verborgen ist ?

Sexueller Mißbrauch von Kindern ist enorm häufig in diesem Land: 5-10 % aller Kinder, so schätzt man, erleiden dieses Schicksal. Diese Schätzung entstammt der Fachliteratur: Egle et alt.: "Mißbrauch - Mißhandlung - Vernachlässigung". Seikowski hatte es mir mal geliehen. Mir ist fast schwarz geworden vor Augen wie ich diese Zahl gelesen habe. "Wirklich so viele ? Das kann doch nicht wahr sein ?!" Und doch ist es wahr. Es ist schrecklich. Es wird tabuisiert, weil es unerträglich ist für dieses Land, daß dieses Land das Land der Kinderficker ist. 5-10 % von 80 Millionen - das sind 4-8 Millionen mißbrauchter Kinder ... Würde man das "anerkennen" und darüber sprechen - dieses Land würde jede Legitimation verlieren, den Oberlehrer der ganzen Welt zu spielen, müsste Asche auf sein Haupt streuen und diesen Augiasstall ausmisten ...

Mir kommt es vor, als ob es da nicht nur ein "System Trans" gibt, sondern auch ein "Subsystem Kastration", das einen regelrechten Sog in Richtung auf alle Schwanzfrauen ausübt. Alle Transfrauen beginnen ja ihre Existenz als Schwanzfrauen. Es geht ja keine hin, und lässt sich erst kastrieren und fängt dann erst an mit Hormonen und Minirock und so ... die Kastration steht regelmässig am Ende. Und bis dahin sind sie diesem Sog, diesem sozialen Druck aus dem Transfrau-Milieu ausgesetzt. Da sind also nicht nur die Opfer, die nicht wissen, daß sie Opfer sind, die nun zum zweiten Male geopfert, vergewaltigt - eben: kastriert werden, da sind auch diejenigen, die sich eigentlich sehr wohl fühlen mit ihrem Schwanz, aber auf die ständig eingeschrieben wird, eingeredet wird: Du bist keine Frau, wenn Du keine Möse hast !

Man braucht großes Selbstbewußtsein - "Ich-Stärke" - um dem zu widerstehen und sehr viele haben das nicht.

Das Ergebnis ist dann wirklich eine Genitalverstümmelung, eine auch psychisch kastrierte Sexualität, weil aus dem Hauptsexualorgan, dem Phallus, dann oft irgendsone verkorkste "Neovagina" geworden ist, die mehr Wunde ist als Sexualorgan, vom Freudenstab zur Leidensquelle geworden ist - mit der Folge eines sich langsam aufbauenden Libidostaus. Und die aufgestaute Libido findet auch wenig Abfuhr, ergießt sich in die "pathogenen Kollateralkanäle" (Freud) der psychischen Störungen oder gleich in die Aggression. Die Libido dieser kastrierten Frauen findet ja auch nicht so ohne weiteres Abfuhr, weil: es rennen zig Millionen schicker Frauen da draussen rum mit ner leckeren Bio-Vagina ! Wozu soll man sich dann mit so nem Gummiadler mit ner "Neovagina" überhaupt abgeben ?

Es ist furchtbar, einfach nur furchtbar, in was für einen Abgrund man da blickt ...
NikiLE
 
Posts: 70
Joined: Sunday 4. March 2018, 11:30


Return to Reflektionen

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest

cron