Monika Donner, Wien

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Postby Freeyourgender » Wednesday 15. October 2014, 18:03

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Jasmin über Monika, Mai 2015

Postby JasminRheinhessen » Tuesday 5. May 2015, 11:23

Und nein, dies hier ist keine Stellungnahme von MD per se,
ob ich sie gut finde oder nicht,
(ich finde sie gut, obwohl ich ihre politischen Strategieschachzüge
im Moment nicht mittrage)
sondern hier soll es um etwas anderes gehen,
nämlich um die Tatsache, dass Frauen wie MD,
über angebliche Nichterfüllung von Stereotypen diskreditiert werden

Das ist völliger Nonsens,
nicht dass ich eine Verfechterin der Dekonstruktion von Geschlechtern wäre.
Ich bin eine Gegnerin der Genderisierung, die Geschlechter neutralisiert
und auflöst wie eine Braustablette und den Diskurs von Geschlechtern,
damit nicht mehr zulässt (wie wir im Moment überall sehen,
in den Medien, bei der IMAG die den ICD11 zur Zeit mit festlegt usw.)
Ich akzeptiere es, wenn sich jemand mit dieser Auflösung wohlfühlt,
aber nicht unter der Prämisse, dass es nicht auch Geschlechterdefinitionen
geben darf, die sich über biologische Ursachen definieren.
Ich bin bin eine Befürworterin beider Welten.
Desshalb darf ich trotzdem in der Hinsicht eine Gegnerin der Genderisierung sein,
nämlich dann, wenn sie keine biologischen Definition mehr zulässt.
Nicht entweder oder, sondern beider:
Wer Gendern möchte, soll gendern, wer sich über Geschlechter definiert,
und hier spielt die pränatale Prägung über Gehirn und Hormonlage eine
extrem entscheidende Rolle, soll sich AUCH über diese Ebene definieren dürfen.
Versteht ihr was ich meine ?
Nicht entweder oder sondern beides muss erlaubt sein:
GENDERN UND GESCHLECHTERDEFINITION

Gendern: Schwerpunkt hier alles was mit GenderQueer, Queerfeminismus,
John Money und Judith Butler zusammenhängt, und auch diese Art der
Definition der Transsexualität, die wir 2017 im ICD 11 stehen haben werden.
Wer sich damit identifizieren möchte, soll das tun
(viele SHGs unterschreiben diese Richtung!)

Natürlich darf ich diese Richtung reaktionär halten, aber ich akzeptiere sie,
aber nur dann,
wenn es trotzdem die biologische Ebene der Defintion AUCH geben darf.
Das ist der entscheidende Punkt.

Ein Grund warum Gendern "auch", neben der biologischen Ursachenbeschreibung möglich sein muss:
Nicht jeder hat ein sehr weibliches Gehirngeschlecht und will desshalb
aus der männlichen Sozialisation ausbrechen,
es gibt, und das steht unstrittig fest, noch andere legitime Gründe
nicht mehr in der Rolle sein zu können:
z..B eine Traumatisierung in der Kindheit.
Und nein: Ich beginne hier nicht auf dünnes Eis zu wandeln
die eine Therapie möglich machen würde,
sondern ich stelle hier alle Kausalitäten dar.
Therapiebefürworter bedienen sich ja Universalismen und sagen.
Ja - umtherapieren geht, TS, Homo usw.
Eben nicht "immer", da es eben auch angeborene Fälle gibt.
Und da diese nicht nachweisbar sind, haben wir als oberste Prämisse
die Selbstbestimmung des Individuums einzuhalten.
Und daher akzeptiere ich keine Sexologen, die sagen, wir therapieren "immer" !

Wiederum aber: Wer selbstbestimmt meint sich therapieren lassen zu wollen, darf das tun dürfen,
darf sich selbst dafür entscheiden dürfen.
>Das dürfen nicht andere bestimmen !
und wer meint, gendern zu wollen, ohne sich über Biologie definiren zu wolllen,
darf das tun dürfen (Monika Donner)

Wir müssen zu einer Koexistenz der Glaubensfrage kommen,
aus welchem Unverständnis-Dorf jemand gekommen ist,
und sich als Frau definiert.
Es muss egal sein woher diese Frau kommt
welche Ursache für diese Frau
eine Rolle spielt oder gespielt hat !

Und nein - das Argument der Beliebigkeit lasse ich nicht gelten,
da wir eben keine Travestie haben, wie in ZDF Neo diese Woche dargestellt wird,
sondern diese Menschen von denen ich Rede haben keine Option.
Und dazu gehören m.M.n. auch Menschen wie MD

Ich komme zurück zum Eingangspost, und zu den Stereotypen,
in denen dann Glaubensanhänger der einen Richtung andere Glaubensanhänger
diskreditieren, das ist tiefste Steinzeit !
Das ist genau dass, was Simone de Beauvoir 1949 geschrieben hat und angeprangert hat.
Wer über Stereotype einer Frau die Identität abspricht macht sich
absolut lächerlich.
Diese Person die das macht, kann genauso mit ihren eigenen Argumenten
selbst diskreditiert werden, da sie dann gezwungen wäre,
eine bestimmte Norm-Stereotype zu erfüllen, die sie als Frau ausweist!
Vielleicht ein langes Kleid das den Boden scheift,
lange Handschuhe, Netzhut, Handtasche - > eine Frau aus der
Wilhelminischen Epoche ?

Und nein - meine Differenzierung haben tatsächlich auch in Travesta einige
verinnerlicht, ganz ohne meine Mitwirkung,
dazu zähle ich Christine Teuber
sie schreibt hier


http://www.travesta.de/index.php/forum.html?bid=forum&do=show&what=topic&forum=9&ab=75&id=54397&lid=0&list=session

ich zitiere, da ich diesen Artikel auch auf FYG ohne Link veröffentliche:

Zitat:
"Aber um Nick Nolte geht es mir nicht.
In diesem Heist-Movie war eine(r) der Spitzbuben eine "sie".

Die erste Szene, wo Nick Nolte seine alte Crew zusammenstellen will führt ihn in eine (fanzösische) Muckibude.
Dort stemmt gerade ein sehr muskulöser Körper 100 kg Gewichte.
Die Kamera dreht um diesen Athleten und zeigt (bekleidete) Brüste und ein feminines Gesicht. Weißblonde Ponyfrisur (mit Pferdeschwanz) unter einem Piratenkopftuch.
"Ich heiße nicht mehr Philipe, sondern Philipa, ist das ein Problem für dich?" so die weiche zurückhaltende Stimme.

Und in der Tat Sarah Bridges (eine Bodybuilderin - ich glaube auch eine ehemalige TS) stellt den muskulösen (lt. Film GaoP) Transvestiten trotz oder gerade wegen Lederhose, Lederkutte und sehr kräftigen nackten Oberarmen sehr weiblich und natürlich dar, dass ich mich beinahe verliebt hätte. Heiße Type.
(Die Haut war auch makellos - klar, eine Frau)

Wer nun gleich an die hier bekannte nette und sportliche Userin aus Österreich denkt, liegt sicher nicht falsch.
Auch ich dachte daran.

Und für mich ist es so, dass Muskeln und Weiblichkeit (wenn sie nur geschickt und gut genug ist) sich nicht ausschließen.
Ja sogar auf sonderbare Weise sogar anziehend ergänzen.
Nicht alles muss so genormt aussehen wie Audrey Hephurn oder Samatha Fox.
Also ich fand's klasse und war sehr angetan.

Ein Stil, der mir gefällt, und der mich auch mal mutig mit Muscleshirt (und Sillis) in die Öffentlichkeit treten lässt."
Zitat Ende



Das sollten sich einige hir mal zu Herzen nehmen,
hier steckt die Wahrheit drin !

Und wer weiterhin über Aussehen und Verhalten Frauen ihre Selbstbestimmung nimmt, der konstruiert.
Er konstruiert Geschlechter, Geschlechterstereotype.
Und fällt damit jahrzehntelangen Feminismus-Bemühungen in den Rücken.

LG
Jasmin
eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
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