Kristina Schröder zur Gleichstellung von Partnerschaften

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Kristina Schröder zur Gleichstellung von Partnerschaften

Beitrag von Freeyourgender » 24 Okt 2014, 22:45

die zu diesem Zeitpunkt amtierende Familienministerin Kristina Schröder
im Interview mit der schwäbischen Zeitung 23. September 2012
nimmt Stellung zu Fragen bezüglich der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/aktuelles,d ... enderPrint

der das Thema betreffende Teil des Interviews erstreckt sich über 3 Fragen und 3 Antworten:


Frage: Obama will die Schwulen/Lesben-Ehe erlauben. Bisher war der amerikanische Präsident nur für eingetragene Partnerschaften, wie es sei bei uns gibt. Sollte die Homo-Ehe auch in Deutschland kommen?

Dr. Kristina Schröder: Ich finde es richtig, dass wir die Lebenspartnerschaft haben. Da wollen Menschen in guten und schlechten Zeiten Verantwortung füreinander übernehmen. Ich argumentiere auch in meiner eigenen Partei gegenüber Skeptikern: In Lebenspartnerschaften werden konservative Werte gelebt.

Frage: Obama will aber die Ehe.

Dr. Kristina Schröder: Der Begriff der Ehe wird wohl weiterhin erst mal für eine gemischte Partnerschaft von Mann und Frau gelten.

Frage: Aber Lebenspartnerschaften sind rechtlich nicht gleich gestellt, zum Beispiel in der Steuer oder beim Adoptionsrecht.

Dr. Kristina Schröder: Richtig, aber das sind nur noch wenige Dinge, und ich denke, das entwickelt sich noch. Es hat sich schon so viel getan.



Fazit:

Das Resümee ist enttäuschend das am Schluss der lezten Antwort zu erkennen ist:
und zwar in der Floskel: "das entwickelt sich noch".
Es ist auch belanglos das die Bundetagswahl hier noch über ein Jahr entfernt war zu diesem Zeitpunkt des Interviews,
sondern wichtig ist hier nur eines:
Das eine Ministerin, die genau das Ressort begleitet, das für diesen Punkt Verantwortung zeichnet,
hier auf etwas verweist was sich von selbst erledigt,
denn nichts anderes bedeutet es zu sagen: "das entwickelt sich noch"
Es entwickelt sich gar nichts, wenn dies nicht von oben angestossen wird,
anscheinend wird auf Brüssel gewartet, bis sich in Deutschland etwas bewegt.

Kristina Schröder, die hier sichtlich auch durch die Verständniswerte ihrer eigenen Partei gebremst wird,
sollte wenige Wochen nach dieser Stellungnahme das Vorpreschen von 13 CDU Mitgliedern für eine rechtliche Gleichstellung
von eingetragenen Lebenspartnerschaften unterstützen
http://www.freeyourgender.de/forum/view ... =218&p=365
Trotz der Unterstützung für diese Aktion und nachfolgende der Wilden 13, wurde von ihr versucht,
die konservativen Werte über die individuelle Selbstbestimmung zu legen.
Ein Unterfangen, bei dem einer immer auf der Strecke bleibt: Der Einzelne, und dessen Rechte.


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