die Anziehungskraft androgyner Frauen…

die Anziehungskraft androgyner Frauen…

Postby JasminRheinhessen » Friday 30. January 2015, 13:37

Die Anziehungskraft androgyner Frauen…

also nicht nur körperlich androgyn, sondern auch in ihrem Verhalten,
ihre männliche Seite zum Ausdruck bringen,
unabhängig davon, wie stark diese männliche Seite in ihrer Identität,
in Bezug auf ihre weibliche Seite gewichtet sein mag.

Damit bestätigen Sie, indem sie ihr Aussehen ihrem Empfinden anpassen,
warum Geschlechterdichtomie, eben nicht automatisch nach sich zieht, dass es dann nur hetero gäbe,
also auch dann angeblich nur die Leidenschaft für das gegensätzliche Geschlecht geben soll,
und dass dies damit "Normativ" sein soll.

Und weiter bestätigt dies, dass homosexuelle Präferenzen,
nicht das Ende der Erkenntnis sind, dass lesbisch und schwul eben wiederum nur ein
Teilaspekt von sexuellen Präferenzen sind, Besonderheiten, wie es im Prinzip hetero ist:

Wenn der Zeiger der Anziehungskraft eben fast auf Vollausschlag geht, in Bezug auf ein bestimmtes Geschlecht: Das Gegensätzliche oder das Gleiche - nein dieser Vollausschlag unterdrückt meist noch Leidenschaften für das "ungeliebtere", "verdrängte" ,"unbeachtete" Geschlecht, je nachdem das eigene oder das gegensätzliche, und egal wie gross diese Verdrängung ist, die sexuelle Präferenz daher immer bi ergeben muss, sobald wir unserer Verdrängung bewusst werden würden. Die kognitive Prägung durch die Erziehung richtet hier gute Arbeit,
für eine "gesunde Verdrängung", für eine gute Vorbereitung auf die "normative Welt", die hetero zur Norm erhoben hat.
(>Heteronormativität)

Und wenn wir unterstellen, dass für eine sexuelle Präferenz, die beiden Geschlechtern Aufmerksamkeit schenkt und Leidenschaften bereithält, es erforderlich ist, dass wir dazu auch die entsprechenden weiblichen und männlichen Anteile in Form von gemischten männlichen/weiblichen Identitätsaspekten in uns tragen müssen, um Bi zu sein, verstehen wir, dass die Geschlechterdichtomie, die auf biologische Aspekte abstellt, für Geschlechtsidentitäten, aus denen auch die sexuellen Präferenzen abzuleiten sind, nicht existent sein kann, und weiter, wenn wir unterstellen, dass Geschlechtsidentitäten biologische Ursachen haben, dass die Identität durch männliche und weibliche Aspekte,
das sexuelle Präferenz-Endergebniss von dessen Grad dieser einzelnen Gewichtung gebildeten Verteilung abhängig ist, dann ist es leicht zu erklären, dass wir keine Geschlechterdichtomie haben, wenn wir die Geschlechteridentität, als mit geschlechtsbestimmend auf die gleiche Wichtigkeitsstufe mit heraufziehen, auf die (oberste?) Wichtigkeitsstufe,
die Genitalien für die meisten Menschen, bedingt durch falsche Annahmen, haben.

Wenn man sich vor Augen führt, dass es einem Lotteriespiel gleicht, ob bestimmte einzelne Aspekte des Gehirns, eher männlich oder eher weiblich geprägt werden, da diese von der aktuellen Hormonsituation für das Kind in der Gebärmutter abhängig sind, und das diese einzelnen Teilaspekte des Gehirns, nicht gleichzeitig, sondern über Wochen und Monate nacheinander geprägt werden, und durch die hormonellen Schwankungen keine 100% männlichen und 100% weiblich geprägten Gehirne entstehen können, wird klar, das bi die "Norm" ist, und hetero und homosexuell,
ohne Bi-Aspekte, also diejenigen sexuellen Präferenzen, die entweder/oder Charakter haben, theoretisch zwar möglich,
aber außerhalb der Norm liegen.

Das die Gehirne unterschiedlich sind, dass sie unterschiedlichen Aspekten unterliegen,
die wir männlich und weiblich nennen, ist Gegenstand der Hirnforschung und mittlerweile unstrittig.

Das Erklärungsmodell, es gibt nur Männer und Frauen, und die Männer lieben Frauen, und die Frauen lieben Männer, und dies sei normal, muss fehlschlagen, wenn wir den Begriff Männer und Frauen hinterfragen, und suchen, wo in diesem Begriff die Geschlechtsidentität mit integriert sein soll, dass das psychische Geschlecht berücksichtigt.
Denn nur das psychische Geschlecht ist für sexuelle Präferenzen verantwortlich, nicht das Genital.
Sexuelle Präferenzen werden im Kopf definiert und manifestiert.
> Da wir jetzt wissen, dass aus dem Gehirn abzuleiten ist, dass ein Mensch männliche und weibliche Aspekte haben muss.

Diese Aussage, es gäbe nur Männer und Frauen, ist also schon im Kern falsch, da sie das wichtigste, die Geschlechteridentität, die gewichtet ist und eine Mischung darstellt, im Sinne von YIN und YANG, unterschlägt.

Daher berücksichtigt diese Aussage auch nicht Bi, Lesbisch und Schwul, und stellt auch keine Erklärungsmöglichkeiten für diese, vom unterstellten sogenannten Normalverhalten abweichenden, bereit.
Gut zu sehen ist an diesem Punkt bereits, dass dieses Normalverhalten ein Konstrukt sein muss.


Was abweicht wird stigmatisiert:
Nicht umsonst wurde Homosexualität als krank definiert, bis 1992 noch in Deutschland als krank offiziell geführt, und
wird in vielen Ländern und Kulturen als nicht gleichwertig zu heterosexuell gesehen.
Diese "Nichtgleichwertigkeit", oder außerhalb der Norm liegend, hat in einigen Ländern sogar Strafen zur Folge.
Dies geht bis zur Todesstrafe. In folgenden Ländern kann es für Homosexualität zur Todesstrafe kommen,
Stand: Februar 2014:
Jemen, Iran, Irak, Mauretanien, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, VAE Vereinigte Arabische Emirate.

Bisexuell ist, auch wenn nicht gerade ein Aushängeschild in früheren Zeiten, eher in der Gesellschaft "toleriert",
und wird oft "verziehen", da diese Menschen, dadurch dass sie ja auch das Geschlecht lieben, das als "normal" angesehen wird.
1. sich in der Gesellschaft unauffälliger bewegen können, sie sind meist mit einem Partner des anderen Geschlechts verheiratet, und
2. wird die Liebe zum gleichen Geschlecht, dass "was nicht sein darf", beim Betrachter abgeschwächt.
Das sieht man daran, dass es zwar die Ausdrücke homophob, transphob, lesbophob gibt, aber kein biphob.

Dadurch, da ja auch die Liebe zum "richtigen" Geschlecht "vorgezeigt" werden kann, lässt das eventuelle Abneigungen gegen Bi-Menschen für "normale" hetero Menschen erträglich machen, die mit Homosexualität nicht zurechtkommen würden. Bisexualität relativiert sich dadurch für homophobe Menschen "etwas" und wird für die vermeintlich "Normaldenkenden" nicht so schnell zu einer Gefahr ihres Weltbildes.

Ein bißchen bi schadet nie", drückt genau diese Einwilligung der heterogenen Welt aus,
dass man bei Bi, ein "Auge zudrücken darf."
Bi ist oft gerade noch im Toleranzbereich der Heterowelt und wenn auch in vielen Situationen der Gesellschaft immer noch ein Nogo - hat sie nie den Problemstatus von Homosexualität erlangt.
Was aber auch wieder den Nachteil birgt, das Bisexualtät nicht als Problem erkannt wird.

Es gibt z.B zwar Schwulen-Saunen und Schwulen-Treffs (z.B. auf bestimmten Autobahnparkplätzen),
wo sich schwules Publikum trifft, aber wenn bi gleichwertig wäre,
müsste es dementsprechend BI-Saunen und Bi-Treffs geben.
Bi-Menschen suchen daher ihre Kontakte in Hetereo wie auch in Homosexuellen-Umfeldern.


Wenn wir uns bewusst werden, dass die sexuellen Präferenzen logischerweise bisexuell sein müssen,'
wenn wir von einem Menschen ausgehen, der ein Gehirn mit männlichen und weiblichen Aspekten hat,
erklärt sich automatisch das Thema Geschlechtsidentität von selbst, da sich ja nicht nur durch das Gehirn die sexuelle Präferenz ableiten lässt, sondern auch die eigene Wahrnehmung für den eigenen Körper.

Es ist nur logisch, dass eine falsch zugewiesene Frau, viele weibliche Aspekte haben muß, sonst würde sie nicht später realisieren, dass die Hebamme, sie aufgrund ihres Penis, falsch zugewiesen hat.

Und dass diese falsch zugewiesene Frau nicht nur Leidenschaften für Frauen, sondern auch für Männer entwickeln kann, dass Männer dann ihre (für die falsch zugewiesene Frau) weiblichen Aspekte in ihrem Gehirn triggern, ihre weiblichen Gefühle, ergibt sich daraus logischerweise.

Und daraus ergibt sich weiterhin, dass wenn diese weiblichen Aspekte eben stärker ausgeprägt sind,
die Skala ist hier stufenlos - bis zu einem Gehirn, dass fast keine männlichen Aspekte hat, ist alles möglich,
dass diese Identitätsfrau, so stark weiblich denkt und fühlt, dass sie feststellt, das ihre Gefühle nicht zu ihrem Körper passen, und dass sie nun anfängt, ihren Körper ändern zu wollen, sie z.B. Hormone nutzt, dass sie Brüste bekommt,
oder dass es ihr genügt, Kleider anzuziehen, um ihre Identität zu bestätigen, sich in Frauenkleidern wohlfühlt.

Und gerade desshalb nicht in unisex-Kleidern, sondern in Kleidung, die ihr weibliche Geschlechtsidentiät unterstreichen,, es bestätigen.

Sie schreit förmlich danach, zu zeigen, was sie wirklich fühlt, sonst könnte es ja übersehen werden, da sie ja alle für einen Mann halten, also zieht sie sich Röcke statt Hosen an.


Diese Identitätsfrauen mit starken weiblichen Aspekten, forcieren ihre Angleichung ihres Körpers bis zu dem Punkt,
wie es ihr in diesem Fall überwiegend weiblicher Gehirnanteil erforderlich macht.
Hier gibt es - wie im Gehirn auch, keine Abstufung, da dieses ja durch einzelne Aspekte im Gehirn, die eher männlich und eher weiblich geprägt sind, nie eindeutig weiblich und eindeutig männlich sein kann.

Ab diesem Punkt bist Du Mann, ab jenem Punkt bist Du Frau - nein - dieser Gedanke kann verworfen werden, wenn wir uns über Geschlechteridentitäten unterhalten.

Die Identitätsfrau denkt in ihrer individuellen Art weiblich, ihr Grad an Weiblichkeit erfordert eine Reaktion, die sie nach aussen zeigen möchte, einmal mehr, oder einmal weniger.

Andere wiederum leben gänzlich unauffällig ohne von außen als Identitätsfrauen erkennbar zu sein.

Jede Identitäts-Frau hat ihre individuelle eigene Weiblichkeits-Identität.
Eine bestimmte weibliche oder männliche Geschlechtsidentität gibt es genausowenig,
wie es nur einen Frauentyp oder Männertyp gibt.

Wenn ihre individuelle Angleichung, z.B. die Busenbildung durch Hormone beendet ist,
weil sie dann zufrieden ist - und sagt - sie ist glücklich, ist sie genauso glücklich und "normal",
wie eine richtig zugewiesene Frau (>CIS-Frau) normal ist, die ein stark männliches Gehirn hat,
und eine Freundin hat, die sie mit einem Umschnalldildo verwöhnt, sexuell die männliche Rolle einnimmt;
und aber nie an eine Angleichung denken würde.

Vielleicht nimmt sie etwas Testosteron, um mehr Muskeln aufzubauen, oder sie geht in ein Fitnessstudio, aber das genügt ihr vielleicht auch schon.


Es gibt keine geschlechtliche Zweistufigkeit Mann und Frau, wenn wir über Identitäten reden.
Diese Zweistufigkeit ist ein Paradigma, dass uns über die Erziehung übergestülpt wurde,
und den Kampf diese Normierung wieder zu lösen, die einen ungeheuren Erwartungsdruck in der Gesellschaft auslöst,
sehen wir jeden Tag wenn wir Menschen beobachten, die eine Angleichung irgendeiner Art ihres Körpers machen,
und/oder die ihre Sexualität nicht in dem "normalen" Maße ausleben, wie es erwartet wird,
die desshalb dann auffallen, und die sich deshalb ständig gegenüber den "Normaldenkenden" erklären müssen,
verständlich, dass viele bewusst oder unbewusst verdrängen, auch und insbesondere dann,
wenn eine körperliche Angleichung aussichtslos erscheint, weil das gewünschte Ergebnis nicht zu erreichen ist.

Und gewünscht wird immer dass, was ich innen spüre, was ich bin, so will ich auch aussehen.


Es gibt keine Gehirngeschlechtergrenze, die wenn sie überschritten wird, wir einen Mann oder eine Frau markieren
es gibt auch kein "Trans" - ein "von A nach B" - ein von Mann zu Frau - daher gibt es auch kein "Ankommen", was der Begriff: "Frau mit transsexueller Vergangenheit" uns suggerieren will, es gibt keine Fahrt von A nach B im Sinne von Mann zu Frau, sondern nur im Sinne von Ankommen am Ziel meiner gewünschten individuellen Angleichung,
an meine individuelle stufenlose Identität.

Daher kann es sein, dass die Angleichung "nur " der Wunsch eines Busens ist, und dann wäre ich für mich bereits angekommen, lebe meine individuelle weibliche Geschlechteridentität, die identisch sein könnte,
mit einer geborenen Frau, für die ihre Vagina nicht wichtig ist, aber sich vielleicht ab und zu einen Penis wünscht,
ohne sich dabei jetzt intersexuell zu fühlen, aber ihre männliche Seite wäre dann zufriedener.


Wir haben Mischgehirne, mit einer eher männlichen oder eher weiblichen Gewichtung - und es gibt aufgrund dieser Ausprägung individuelle Wünsche nach individueller Angleichung.

Sei es nur im sozialen Bereich, im Rollenverhalten, oder auch im körperlichen, je nach Grad der Gewichtung des Gehirnes, ob es mehr zum weiblichen oder männlichen tendiert, wird diese Angleichung ausgestaltet sein.

Und dass bedeutet wiederum, dass eine Identitätsfrau einer anderen Identitätsfrau ihr das Frausein nicht absprechen darf, nur weil diese einen anderen Grad der Angleichung für sich benötigt, um ihr individuelles Frausein zu leben.

Beide sind gleich, beide haben ihr Frausein für sich erfüllt. Beide sind Identitätsfrauen, und wenn die Gesellschaft lernt, wird sie diese auch im sozialen Umgang miteinander nicht als Identitätsfrauen, sondern als Frauen bezeichnen, und ihr Auge und Herz für die Seele dieser Menschen öffnen, und nicht den Begriff Frau auf eine Gebärfähigkeit abstellen, wie der Duden Frau definiert, sondern den Menschen sehen, und nicht seine Funktion, der Mensch mit dem ich mich unterhalte, ist wichtig, nicht seine Funktion die Zeugungs- und Gebärfähigkeit, deshalb, solange die Gesellschaft keine gleichwertigen, nichtdiskriminierenden Begriffe bereithält, ist dem Menschen die maximale Akzeptanz zu schenken, und Identitätsfrauen mit Frau anzusprechen.

Dies ist das mindeste was eine Gesellschaft für eine falsch zugewiesene Frau oder Mann tun kann.

Es ist nicht viel- und es ist machbar. Der Begriff Frau und Mann, im jetzigen Verständnis, unter biologischen Gesichtspunkt, sollte nur noch Platz im Biologieunterricht haben, und nicht an sozialen Orten,
indem wir es mit Menschen zu tun haben, z.B. in einem Cafe gegnübersitzend.

Hier gilt es, diesen Menschen ihre Welt zu ermöglichen, in der sie sein wollen und auch für sich bereits sind,
aber sie können in dieser nur bleiben, wenn wir sie nicht durch Nichtakzeptanz aus dieser Welt wieder ausgrenzen,
eine Welt, die sie vielleicht erst vor kurzem mit Freude für sich enteckt haben, ihre Identitätswelt,
als sie realisiert hatten, dass alles bisher nur ihrer Verdrängung geschuldet war, ausgelöst durch die kognitive
Prägung der Erziehung.

Wenn ich ihnen ihre Akzeptanz entziehe, entziehe ich ihnen ihre Lebensfähigkeit, sie sind dann nicht mehr vorhanden, eine Identitätsfrau, die ich in Männlichkeitssform verbal anspreche, fühlt sich nicht angesprochen, wie auch, diese männliche Identität ist nicht vorhanden.

Dieser Mann, den ich da meine, sitzt nicht an dem Cafetisch, also kann ich mich mit diesem Mann auch nicht unterhalten. Wenn ich dies nicht verstehe, bleibt mir noch meine Liebe zu ihr zu aktivieren, und meine Augen dann sehend zu machen, ihre Seele, ihre weibliche Seele zu sehen, und dann ihre Identität zu sehen, die Liebe zu einem Menschen sollte dazu führen, sie zu akzeptieren, auch wenn ich selbst, dies nicht verstehen kann.

Wir sehen nur mit dem Herzen - diese Erkenntnis aus dem Buch "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry, sollte uns hier führen und unsere Zweifel, unseren Individual-Pragmatismus hintenanstellen.

Vielleicht hilft es uns, wenn wir uns den Folgen bewusst sind, die unser Handeln hat:

Wenn wir sie als Frau ansprechen, und nicht nur ansprechen, sondern wenn sie auch spürt, das wir sie von ganzem Herzen als Frau sehen und aufnehmen, werden wir ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn wir dies nicht tun, wird ihre Seele weinen, die nach Gesehenwerden schreit. Möchtest Du das ?

Wir haben, wenn wir uns das Gehirn als wichtigstes Körperteil für das Empfinden unserer Geschlechtsidentität ansehen und berücksichtigen wollen, und ich wüsste nicht, welches Körperteil wichtiger für unser Empfinden und unsere Identität sein könnte als unser Gehirn, im Prinzip nur intersexuelle Menschen, in Bezug auf ihre Geschlechteridentität, und wenn diese Menschen beide Anteile - ihr Yin und ihr Yang zulassen, und keines von beiden verdrängen, haben wir automatisch Bi-Menschen.

Nach dieser Überlegung fällt der Geschlechtsdualismus - die Geschlechterdichotomie in sich zusammen, wenn wir ihn auf die Geschlechteridentität beziehen, was fälschlicherweise immer noch gemacht wird, was der Betriff Transsexualtität deutlichst ausdrückt, von A nach B, und was dazwischen ist, ist automatisch krank.

Der Begriff "Transsexualität" pathologisiert automatisch eine Interssexualität, in Bezug auf das Gehirngeschlecht als psychische Störung. Dabei wird vergessen, dass nicht das Gehirn gestört ist, sondern der Körper nur nicht zum Gehirn als passend empfunden wird.
Und nicht immer wird dies automatisch von den "TS"(SIC!), als Problem empfunden, viele Harmonisieren sich sehr gut mit sich selbst, auch ohne gaOP. Deren Hauptproblem ist meist die gesellschaftliche Nichtakzeoptanz.

Es ist elementar wichtig, wirklich hart zu differenzieren zwischen der Annahme,
dass die Diskrepanz zwischen Gehirn und Körper per se eine Krankheit sein soll,
oder zu sagen: Die Krankheit ist erst dann eine Krankheit,
wenn es nicht gelingt, diese Diskrepanz zu harmonisieren.

Gerade wenn sie sich selbst als gesund empfinden, ist die Zwangspathologisierung sehr schmerzhaft,
und führt oft bis zur Traumatisierung, zu einem gestörten Verhältnis und berechtigtem Mißtrauen gegenüber der Ärzteschaft.


Sobald wir medizinisch biologisch Menschen verändern, und dazu in der Lage sind, können wir nur noch von intersexuellen Menschen sprechen, wenn wir alle Parameter, die ein Geschlecht mitdefinieren berücksichtigen wollen.

Geborene körperlich Intersexuelle, (psychische Intersexuelle sind hier mit eingeschlossen, da das Gehirn zum Körper gehört) und medizinisch, durch die Technik und Wissenschaft erzeugte Intersexuelle.

Ein Mensch, der heute als Mann bezeichnet wird, ohne sein Gehirn und damit seine Geschlechtsidentiät zu berücksichtigen, wäre noch zu definieren, wäre er das dann noch, wenn ihm eine Gebärmutter eingesetzt werden würde ?

Diese Diskussion wäre obsolet, wenn wir die Mischung der Geschlechteridentiäten, bedingt durch unser Mischgehirn, heute schon als eigenes Geschlecht anerkennen. Wer sich als Frau erklärt ist Frau, als Mann ist Mann.

Wenn wir den Reproduktionsaspekt, die Unterscheidung zeugen und gebären, die die Wörter Mann und Frau beinhalten,
nicht mehr berücksichtigen, hat die Geschlechterdichotomie keine Grundlage mehr.

Wenn wir sie berücksichtigen wollen, müssen wir von einer Zeugungs- u. Gebär- Dichotomie sprechen, wenn wir uns den Begriffen von Frau und Mann bedienen, ohne diese näher zu spezifizieren, vor allem im Kontext, wenn wir uns über Geschlechtsidentitäten unterhalten wollen.

Die Bezeichnung Transidentitäten würde ich an dieser Stelle vehement ablehnen, da diese wieder suggerieren,
dass es ein Verfahren von A nach B gibt - dass ein Ankommen auf der "anderen Seite" ermöglicht, was dem Denken der Genderdichotomie entspricht, was falsch ist.

Die Bemerkung "vom anderen Ufer" sein, für einen Schwulen, drückt genau diese A/B Welt aus, diese muss aber fehlschlagen,
wenn wir uns die Gehirne ansehen, die immer gemischt sein müssen.

Es gibt sogenannte Mannsweiber, und weibliche Männer, Softies, burschikose "Flintenweiber", und Männer, die sich die Augenränder nachzeichnen und MakeUp anlegen, und diese sind sich nicht einmal bewusst, dass sie dies nur tun, weil sie ihrem Mischgehirn gerecht werden wollen, hier findet schon durch ihr Verhalten das Angleichen an ihre Identität statt.

Oft haben die Menschen Angst vor ihrem Yin oder YANG Anteil und verdrängen diesen, dazu kommt,
dass wenn sie sich diesem bewusst sind, den Druck der Gesellschaft ausgesetzt werden, dass sie als "unnormal" gesehen werden könnten.



Dieses Verdrängen führt zu Effekten wie diesem:

Eine Travestie-Show wird vom Puplikum beklatscht.

Wenn aber diese Show wissentlich von Männern nach einer maximalen Angleichung, ich möchte sie Geschlechtsidentitäts-Frauen nennen, gemacht werden würde, könnte man die Veranstaltung mangels Kartenverkäufe nicht realisieren.

Nein, das Ganze muss als "Show" deklariert werden, und selbst der männliche Zuschauer, der sich vorstellt,
dass er auch gerne Wäsche tragen würde, und sich gerne schminkt, kann dann neben seiner Frau sitzen und ohne Angst Beifall klatschen,
er outet sich ja nicht, indem er das alles gut findet, es ist ja nur eine Show.

Travestie in welcher Form auch immer, wie der Kinobesuch der Rocky Horror Picture Show,
sind gerade deshalb Puplikumsmagnete, mit Quoten-Garantie, weil sie ein Alibi schaffen,
etwas nicht direkt zugeben zu müssen, was empfunden wird, schon lage innerlich bejaht wird,
was aber auf Nichtakzeptanz stossen würde.

Travestie schafft einen Freiraum für den Zuschauer, dies gut finden zu können, ohne sich aber outen müssen.
Einen Freiraum sich seiner Geschlechtsidentität bewusst zu werden, sich dieser anzunähern, ohne Gefahr, dafür von der Gesellschaft kritisiert zu werden.

Wenn man Travestie-Regeln selbst wiederum durchbricht, indem man die Assoziationen durchbricht, die ein Mann und eine Frau verbinden, hat man selbst bei Travestie ein Problem in der Akzeptanz (>Conchita Wurst)

Für viele Travestie-Darsteller gilt dies genauso, für den Autor der Rocky Horror Picture Show, der nur in einer Nebenrolle als Riff Raff die Tür des Schlosses öffnet, oder für Astrid Lindgren, die die Figur Pippi Langstrumpf 1941 entwirft, die einzige Möglichkeit für sie, die Ketten ihrer eigenen Geschlechterrolle in der Gesellschaft über dieses Märchen zu sprengen.

Natürlich war es ein Märchen, nicht nur das Pferd das Pippi hochhob, sondern auch Pippi selbst, die alle Klischees eines wilden Lausbubs erfüllte, aber nicht die Erwartungen der Gesellschaft, die diese an ein Mädchen richtete.

Dieses "Mädchen, dass sich wie ein Junge verhalten hat", war in dem Moment akzeptabel, als dass es für abstrus und märchenhaft
hingestellt werden konnte, eine Fiktion, und deshalb legitim.

Astrid Lindgren hatte m.M.n. hier ihre eigene männliche Seite verarbeitet. Eigenes Interesse der Darsteller und Autoren ist aber nicht immer im Hintergrund, wenn es um Travestie geht, sehr oft auch wirtschaftliches, da Erfolg meist garantiert ist:
Tootsie mit Dustin Hoffmann, Charleys Tante mit Peter Alexander, Hape Kerkeling mit Beatrice und Gisela und weiteren Frauencharakteren, einige wenige Beispiele für viele, die sehr bekannt geworden sind, aufgrund genau dieser Thematik.

Die elementare Wichtigkeit dieser Travestiedarstellung für das Puplikum ist auch daran gut zu erkennen,
dass viele Menschen Peter Alexander mit Charleys Tante, und Dustin Hoffman mit Tootsie identifizieren oder diese Filme als erstes nennen, wenn sie die Namen der Schauspieler hören, was heisst, dass sie keine Beziehung zum Zeitpunkt der Filme zu den Schauspielern hatten: Sie gingen nicht ins Kino wegen den Schauspielern, sondern wegen dem Inhalt des Filmes. Ein Peter Alexander-Fan wird nicht zum Peter Alexander-Fan wegen Charleys Tante, aber die grössere Menge an Menschen, die sich nicht für den Schauspieler, sondern für das Thema des Filmes interessierten, kommt dann auch gezwungenermassen über das Thema zum Künstler.

Auch die Gewichtung des Inhaltes des Filmes ist sehr aufschlußreich, unabhängig der Schauspieler Alexander und Hoffman:
Wenn man Menschen fragt, was sie über den Film Charleys Tante oder Tootsie wissen, kommt, sollten die Filme gesehen worden sein,
meist nicht als erstes der Plot des Inhalts des Filmes, sondern: "Das war doch der Film, wo xy eine Frau gespielt hat...."

Travestie ist ein Magnet, genau aus dem Grund, weil es für viele Männer erstmalig ermöglicht, in Gedanken, in die Rolle der Frau zu schlüpfen, sei es als Zuschauer im Puplikum, wenn Hape Kerkeling seine Gisela oder Beatrice mimt, oder erst 2011 im Film Rubbeldiekatz, mit Matthias Schweighofer.

Wenn man bedenkt, dass das Thema Geschlechtsidentitäten eigentlich ein "scheinbares" Randgruppenthema sein soll, und "anscheinend" niemand sonderlich interessiert, gut zu sehen an den Einschaltquoten von Biographien, wenn Menschen über ihre Angleichungen berichten, ist das Ergebnis von Rubbeldiekatz, der auf den zehnten Platz kam, der erfolgreichsten Filme in 2011, doch beachtlich.


Aber wer würde in einen Kinofilm gehen, wenn es um eine Identitätsfrau geht, die ihre Transition dokumentiert ?

Jeder der in diesen Film geht, läuft Gefahr, mit diesem Thema in Verbindung gebracht zu werden,
ja wir haben es hier mit einer Tabuisierung zu tun.

Wenn ein Magazin einen Bericht über Identitätsfrauen oder Identitätsmänner bringt, dann schauen dass meist Menschen, die selbst mit diesem Thema direkt zu tun haben und sich sowieso outen wollen, oder demnächst outen, als Hilfestellung,

Aber nicht der Ehemann oder die Ehefrau, während der unwissende Partner auf der Couch sitzt.
Das müsste man dann schon alleine anschauen, um die richtige "Strategie" fürs Outing zu entwickeln.
Ein Armutszeugnis, aber Alltag.

Da wird es dann schon schwierig , da schaut Mann oder Frau lieber eine Unterhaltungsshow, obwohl der Mann vielleicht etwas lernen könnte, aber er fährt dann wie gewohnt heimlich in eine Gay-Sauna in der nächsten Stadt.

Aber wenn Travestie in einer Unterhaltungssendung kommt, das ist toll !

Denn es geht ja hier nur um Travestie, dieses Phänomen spiegelt die hohe Doppelmoral wieder, die bedingt aus der eigenen Verdrängung erwächst, die verhindert, meine gegensätzliche männliche oder weiblichen Gehirnaspekte nach außen zeigen zu können.

Auch und erst recht nicht gegenüber meinem Lebenspartner. Die Männer haben es deutlich schwerer wie die Frauen,
was Gegenstand eines eigenen Artikels sein wird, warum das so ist.

"Das tut ein Mann nicht".

"Sei ein richtigerMann".

Oder Auszeichnungen wie: "Du bist ein Mann ! Wow !" - dokumentieren eindeutig, in welch schmaler Akzeptanzzone sich ein Mensch befindet, der einen "Mann" darstellen soll.
Und ja - hier geht es um soziale männliche Artefakte,
aber wenn im Umkehrschluss ein Mann als "Mädchen" diskreditiert wird,
ist im Kopf die Assoziation biologisches Mädchen direkt verdrahtet:
Der Mann wird dann zum Nichtmann, auch biologisch, ein geniales Selbstregulativ,
um Geschlechterdichotomie, biologische Dichotomie, über soziale Geschlechterkonstrukte zu stützen.
Das passiert jeden Tag, immer wieder aufs neue.
Und genau dieser Sachverhalt führt zur sofortigen kognitiven Prägung schon im Kindesalter,
was die Verdrängungen aufbaut, gegen die wir dann zu kämpfen haben,
bei unserer "Transition", die nichts anderes ist,
als das Wegdrücken der Verdrängung, um unsere Intersexualität freizulegen und zu bejahen,
die Intersexualität, die zwischen Gehirn und Körper besteht.


Ein "richtiger" Mann zu sein, fällt einem eben nicht in den Schoss, dafür bedarf es mehr, Leistung und Männlichkeit, und die damit verbundene Anerkennung, vor allem von den anderen Männern, im Verein, auf dem Fussballplatz, oder am Stammtisch, sonst gehört "Mann" nicht dazu.

Mein Artikel hat die Titelzeile - die Anziehungskraft androgyner Frauen bereits erklärt, und ich nehme diese Anziehungskraft nun als Indiz, dass dies, was ich bisher beschrieben habe, stimmig sein sollte:

Wir haben ja das Problem des Outings, dass ein Mensch, der seiner Bisexualität zugibt, oder Homosexualität, also somit auch damit seiner Geschlechtsidentität folgt, von vielen Menschen nicht mehr als "normal" angesehen wird.


Die Bisexualität und Homosexualität bezieht sich in der genitalistischen Verständniswelt durch die Zuweisung des Geschlechts über das Genital.
Sie ist aber dann falsch interpretiert, wenn wir eine Frau akzeptieren, weil sie ein weibliches Gehirn hat,
dann ist diese heterosexuell, wenn sie sich von Männern angezogen fühlt, trotz ihres männlichen Genitals.

Die vermeintliche Abweichung einer sexuellen Präferenz, diese Frau als Mann und damit als schwul zu bezeichnen,
ist daher bereits ein Folgefehler, der durch die genitale Geschlechts-Fremdzuweisung entsteht.

Natürlich kann diese Frau mit männlichem Genital auch lesbisch sein, dass ist sie dann wenn sie auf Frauen steht,
und genau dann, wird sie in der genitalen Verständniswelt als hetero assimiliert - ein Paradoxum.

Genau werden auch diese vermeintlichen Männer nicht als lesbisch assimiliert, die sich von Frauen, gerne Dominas,
mit Strapon nehmen lassen, besonders im Bereich des FemDom-Genre sehr beliebt.

Wir haben also Millionen an Lesben und Schwulen, die allein durch die genitale Zuweisung,
in der sexuellen Präferenz als "heterosexuell" mitlaufen.


Diese Menschen folgen dem Trugschluss des vermeintlich genital festgelegten Geschlechterdualismus,
der für sie z.B. Homosexualität nicht mehr erklärbar macht, da ein Mann auf eine Frau stehen soll,
und wenn er auf einen Mann steht, stimmt was nicht.

Diese Denkweise ignoriert Geschlechteridentitäten. Immer wenn Geschlechteridentitäten Grund für eine Angleichung des Körpers, der sozialen Rolle, oder der sexuellen Präferenz sorgen, hält man diese Menschen von den Normaldenkenden aus gesehen für unnormal.

Und das Paradoxum wurde zwar bereits erwähnt, aber es kann gar nicht oft genug erwähnt werden:
Ein Mensch, den andere als Mann sehen, der auf Männer steht, ist nicht schwul ab dem Moment, wenn er eine weibliche Geschlechtsidentität hat, er ist dann wenn er auf einen Mann steht, heterosexuell.

Er ist eine Frau für sich. Er ist also hetero, genauso hetero, wie diejenigen die ihn für schwul halten.

Weil es logisch ist, dass sich seine sexuelle Präferenz immer von seiner Geschlechtsidentität ausgehend bezieht, und "er" ist eine Frau, und steht auf Männer. Nur wird dies in der dualen Denkweise leider nie berücksichtigt.



Schwule, Lesben, und Bi-Menschen erscheinen für "Normaldenkende", genitalistisch denkende Menschen,
die Geschlechteridentitäten nicht berücksichtigen, als "unnormal".

Sie selbst nennen sich hetero und "normal" und entsprechen damit ihrer dualen Denkweise der Geschlechter,
die keine Vermischungen kennt, weder Intersexuelle Vermischungen, also körperlich sichtbare,
noch unsichtbare Vermischungen, also Gesschlechtsidentitäten, die nicht binär sind, also Mischgehirne.

Diese Aussage steht unabhängig zur Akzeptanz.

Schwule und Lesben, auch Bi-Menschen, mögen mittlerweile in manchen Ländern keine direkte Zielscheibe
mehr für Häme, Spott und Diskriminierung abgeben, als "normal" gelten sie deshalb noch lange nicht.

Ein normaler Mann heiratet, hat 3 Kinder, pflanzt ein Baum und baut ein Haus.
Aus dieser überspitzten Formulierung erkennen wir, was normal wäre,
und wenn nicht normal, wäre es auf jeden Fall eines:
Nicht unnormal, sondern: unauffällig, gewöhnlich, unspektakulär, nicht erwähnenswert.


Schwul oder Lesbisch zu sein ist dies nicht.
Spätestens wenn man in die Öffentlichkeit tritt- und viele Menschen auf sich ziehen möchte,
deren Sympathie gewinnen möchte, wird es schwierig - allein schon die Überlegung, ob schwul, lesbisch, bi normal ist oder nicht, setzt voraus, das wir daran zweifeln, bzw das andere Menschen uns den Anlaß geben, daran zu zweifeln.

Selbst die bereits erreichte Akzeptanz schwindet langsam wieder, der Trend ist rückläufig (Stand 2015),
und "schwul" als Schimpfwort ist leider bereits wieder "in" - das Bashing gegen Guido Westerwelle hat dies deutlich gezeigt, die Gegenwehr der Einführung der Homo-Ehe in Frankreich und die Situation in Rußland zeigen den rückläufigen Trend genauso auf, wie die Situation der falsch zugewiesenen Menschen, die ohne Passing keine Chance haben,
nur an Akzeptanz zu denken, Intersexuelle eingeschlossen.

Wobei ich hier verbessern muss: Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität und Intersexuelle haben keine rückläufige Akzeptanz, sondern sie ist so gering, dass keine Rückläufigkeit der konservativ, im ausgrenzenden diskriminierenden Geschlechterdualismus-Modus denkenden Menschen verursacht werden muss, ein nicht Vorwärtskommen hat den gleichen Effekt.


Nach wie vor ist es also wichtig, als "normal" zu gelten, mehr oder weniger.

Entweder für meine Akzeptanz, oder sogar für mich selbst, weil ich meinen männlichen oder weiblichen Anteil verdrängen will.

Der Druck von außen, "normal" zu sein, "zu entsprechen" - kann größer oder kleiner sein, als die eigene Verdrängung,
aber allein die Tatsache, dass hier zwei Kräfte wirken, einmal die Gesellschaft, und zum anderen,
dass ich selbst etwas nicht zugeben kann, wovon ich weiß, dass ich es schön finde, stimmt traurig.


Und nun kommen wir zum Titelthema des Artikels,
vielleicht etwas spät, aber die Vorgeschichte zu lesen,
ist m.M.n. unabdingbar, um zu erfassen, was ich sagen möchte:

Der Ausweg aus dem Dilemma ist an der Anziehungskraft androgyner Menschen deutlich zu sehen.
Noch besser als bei der Travestie schaffen sie höchstes Maß an Sicherheit, ein Outing wird maximal verhindert.

Ein weiblicher (gutaussehender) Mann, der eine Frau hat, die aussieht als würde sie gleich in den Wald zum Baumfällen gehen, und alles andere als weiblich aussieht, wer hat sich darüber nicht schon gewundert.

Oft sind diese Beziehungen besonders fest, weil der Mann in ihr das findet, was er in vielen Frauen nicht findet,
und sollte die Frau realisiert haben, was ihr Mann an sie hat - weiß sie, dass er ihr nicht so schnell davonlaufen wird.

Und es ist davon auszugehen, dass sie das weiß, dafür ist sie seine Frau.

Oder sie hat ein eher männlich geprägtes Gehirn, dass sie freiheitsliebend ist, und ihm davonläuft.
Dann leidet er wie viele Frauen - er fühlt wie die Frauen mit starkem weiblichen Gehirn -und fällt in ein Loch,
wenn diese Macho-Frau (ohne negative Konnotation und Wertung gemeint) mit männlichem Gehirn ihn verlässt.

Wer hätte das gedacht, selbst in Beziehungskonstellationen müssen wir die männlichen und weiblichen Gehirne berücksichtigen und damit die Geschlechterdychtomie - erst recht die daraus abgeleitete Rollenverteilung, verwerfen.

Und bitte gestattet es mir, liebe Leser_innen, dass ich an dieser Stelle den Faktor der Zwischenmenschlichkeit,
der unabhängig von allen anderen Dingen agiert, für diese Betrachtung ausblende,
und nur auf das Verhalten und das Äußere abstelle, wenn zwei Menschen sich finden,
ist es doch zwar nicht das wichtigste, aber eines der Kriterien, die jeder Mensch bewusst oder unbewusst berücksichtigt,
bevor bzw. während er sich verliebt und andere Dinge wie Persönlichkeit, Charakter und Charme nicht immer aber oft erst später Wichtigkeit erlangen.

Wäre Aussehen und Assoziation unwichtig, würden Geschlechtsidentitätsfrauen keine Passingprobleme haben.

Nein wir assoziieren ständig - und wenn ein Mann unbewusst seine weibliche Seite verdrängt hat,
oder bewusst sich nicht outen will, wird er unbewusst oder bewusst zu einer Frau Blickkontakt aufnehmen,
die kurze Haare hat, burschikos wirkt, eine Hose trägt und einen Kasten Bier alleine ins Auto wuchtet,
die sich eher männlich bewegt und die dadurch seine weibliche Seite triggert.



Zurück zur Bewältigungsstrategie vieler Männer und Frauen, wie sie ihre gegensätzlichen männlichen oder weiblichen Gehirnaspekte ohne Akzeptanzverlust in ihrem Umfeld, in ihrer Gesellschaft in der sie leben, ergänzen können.
Diese Strategien werden immer dann immens wichtig, wenn ein Angleichen, in irgendeiner Form,
sei es im sozialen Bereich durch Rollenwechsel, oder sei es sogar im körperlichen Bereich, absolut unmöglich ist,

Da sonst die eigene Existenz gefährdet ist. Das soll es ja geben in unserer kapitalistischen Welt, dass wir unsere Existenz und Status vor unserem Wohl, vor dem stellen, was wir wirklich wollen.
Wenn dies nicht so wäre, würden sich die Menschen nicht kaputtarbeiten, bis zum Burn-Out.


Nein, die heile Welt muss gewahrt bleiben, die Erziehung, Moral, und die Gesellschaft verbieten es mir,
dass andere wissen, was ich auch noch gut finde, wenn ich dadurch Nachteile zu erwarten habe.

Als Mann einen Mann anziehend finde, als Frau eine Frau, als Mann gerne weiblicher sein will,
als Frau gerne männlicher.

Und umso stärker diese Angst ist, das ich Schaden erleide durch ein Outing,
je stärker werden die Nebelkerzen, die ich anbrennen muss, um meine wahre Identität zu verschleiern.
Diese starke Verschleierung, geht bis zur offenen Abneigung, was man unter dem Phänomen Homophobie,
Transphobie dann zu Gesicht bekommt.


Im sozialen Bereich haben sich die Frauen, was den Rollenwechsel angeht, schon etwas emanzipiert,
die Männer haben hier noch Aufholbedarf, wären sie gleichauf, könnten sie ohne von ihren eigenen Geschlechtsgenossen verspottet zu werden, mit Röcken auf die Strasse gehen.



Hier sind deutliche Barrieren.

Aber es gibt eine Lösung, meine weibliche Seite zu triggern, zu befriedigen,
ohne dass auch nur der leiseste Verdacht auf mich fällt:

Ich schaue mich nach Frauen um, die eher aussehen und sich verhalten wie Männer, oder die zumindest nicht aussehen wie normale Frauen, und sich nicht verhalten wie normale Frauen.

Abgrenzung und Differenzierung.
Wichtige Anmerkung an dieser Stelle:
Diese Entscheidung für einen androgyn wirkenden Partner, ist schon ein "Zugeständnis" an die Umwelt.
Es kann durchaus sein, dass ein Mann, mit sehr weiblichen Anteilen, gerade desshalb eine Klischee-Frau wählt,
die das weibliche verkörpert, um nicht den leisesten Verdacht zu erwecken.
Dann haben wir die Konstellation Macho-Mann mit Goldkettchen und Blondine, der Mann legt aber sehr viel Wert z.B. auf Schmuck und sein Aussehen, hat also deutlich weibliche Attitüten, die aber in seinem Mileu umgedeutet werden auf männlich, die klassische Karikatur eines Zuhälters fällt in dieses Bild.
Hier wird dann die weibliche Seite verdrängt, mit der Frau, die am wenigsten Verdacht schöpfen lässt:
Vollbusig, Blond, naiv, die ihn bedient und die Frauenrolle in Übermaß erfüllt.


Zurück zum Punkt worauf ich hinaus will:

Ich schaue mich nach Frauen um, die eher aussehen und sich verhalten wie Männer, oder die zumindest nicht aussehen
wie normale Frauen, und sich nicht verhalten wie normale Frauen.

Zwischenbeispiel:
Das erklärt z.B. die hohe Attraktivität von denjenigen Lesben, die sich männlich geben, für Männer,
obwohl Männer wissen, dass diese nicht auf sie stehen.

Genau hier sind wir beim Punkt:

Allgemein ist zu sagen:
Aus keinem anderen Grund ist es zu erklären, warum androgyne Frauen eine so starke magnetische Anziehungskraft auf viele Männer haben, auf sehr viele Männer.

Auf alle Männer, die ihrer weiblichen Seite bewusst geworden sind, oder sie so stark verdrängen müssen,
dass nur eine androgyne Frau dies ohne Probleme für sie kompensieren kann.

Zwischenbeispiel:
Auch die Männer, die in eine devotsexuelle Haltung innerhalb der Beziehung gehen,
gehören in dieses Spektrum.

Wesentlich ist in allen Fällen:
Sie müssen sich nicht outen, ihre weibliche Seite outen, sie lieben ja eine Frau - und die Frau - liebt einen Mann.
Ein perfektes Versteckspiel.

Und ich meine androgyn in dem Kontext, dass sie sich burschikos verhält, dieses Verhalten durch ihre Kleidung und Äußeres unterstreicht, durch ihre Frisur, indem sie sich durch viele Dinge bemerkbar macht,
dass sie nicht der Frauenrolle, den Frauenklischees gerecht werden will,
dies aber nur die Folge ihrer männlichen Aspekte sind, die sie auch dann sexuell spürt,
und dann eher keine Machos anziehend findet, eher Frauen, oder Männer, Männer mit starken weiblichen Anteilen.

Charlotte Roche`s Buch Feuchtgebiete bricht diese Rollenkonventionen in geradezu satirisch genialer Art,
ohne dass die Machos, die dieses Buch im Vorfeld aus sexuellen Gründen kaufen, es bemerken.
Einige bemerken es dann beim Lesen, und nach der 10. Seite verschenken sie das Buch.

Oder sie legen es in ihren Bücherschrank und erzählen nicht einmal, dass sie so "in ihrem Sinne dumm" waren,
es zu kaufen, denn es hält ihnen genau diesen Spiegel vor.

Roche erfüllt ihre Erwartungen nicht, und genau dass macht sie ganz bewusst.

Sie zeigt der patriarchen Männer Gesellschaft den Mittelfinger, die nichts anderes ist,
als eine Männerwelt, die ihre Weiblichkeit verdrängt.

Eine Männerwelt, die von einerFrau bestimmte Dinge von ihr erwartet, nur weil sie eine Frau ist.

Das soziale Frauen-Konstrukt, das Simone de Beauvoir 1949 in "das andere Geschlecht" beschrieben hat mit:
Du wirst nicht als Frau geboren, Du wirst zu einer Frau gemacht.


Hier trifft sich Charlotte Roche`s Feuchtgebiete in der gesellschaftlichen Wirkung für die sozialen Rollenkonstrukte
mit Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf".

Roche trägt ihre Agenda - die Revolution der männlichen Aspekte einer Frau - in jeder Hinsicht, im Verhalten und im sexuellen, über die erotische Schnittstelle in die Männerwelt, und dringt in diese ein mit ihren Brüsten, Gesicht, Po und Beinen, Vulva und Obszönität, nichts anderes interessiert diese Männer letzten Endes, die aus einer sexuellen Motivation heraus dieses Buch gekauft haben, dringt ein in dieses spezifisch männlich einseitige Bewusstsein, benutzt die verbalen sexuellen Reize wie ein Trojanisches Pferd, enttäuscht massiv die Onaniervorlage zu sein, und macht sich so zu einer Botschafterin, die mit Sex lockt und mit einer Botschaft zur Missionierung derjenigen Männer antwortet,
die ihren weiblichen Anteil verleugneten, indem sie mit einem männlichen Erotik-Denken eines Mannes antwortet.
Fuck off ! Und das ist ganz und gar nicht weiblich.
Diejenigen Männer, die das Buch nicht in die Ecke werfen, sind weiblich genug, um diese männliche Intervention einer Frau sogar genießen können.
Genau dass ist die Ursache für den Erfolg des Buches:
Nicht die Männer, die klassischen Männer finden das Buch nach dem Lesen gut und gingen in den Kinofilm,
sondern die Männer, die sich nicht getrauen, ihrer Frau endlich einen Umschnalldildo zu schenken.


Nein sie will nicht anziehend sein, Charlotte spuckt bei Harald Schmidt ihren Zahn aus, und zwar nach oben fängt ihn in einem Kunststück, Pippi hätte es nicht besser gekonnt, wieder mit ihrem Mund auf,
drückt ihn mit der Zunge in die Zahnlücke und grinst Harald Schmidt mit dem schönsten Pippi Langstrumpf-Grinsen an, dass kein Regisseur eines Pippi-Filmes hätte besser in Auftrag geben können:
Oh Harald, solltest Du eine starke weibliche Seite haben, wirst Du ihr hörig sein, solltest Du ein Macho sein,
wird er Dir nach innen stehen. Keine Chance mehr, sich daran aufzugeilen - Gut so.

Pippi Langstrumpf benötigte keine Erotik, sie braucht auch keinen Zahn für ihre Zahnlücke,
keine Erotik wie es Feuchtgebiete ja versprechen musste, ihr genügten ihre Sprüche,
ihre befreiend unweibliche Art um Annika und Tommy, die Vertreter der "normalen" Gesellschaftswelt,
von den Vorteilen der Welt ohne Genderreglementierungen zu überzeugen.

Ein Problem haben wir noch, für den Suchenden Mann, der sich einer androgynen Frau unterwerfen möchte.
Denn fatal wird es immer dann, wenn der Mann übersieht, warum die Frau androgyn ist - weil sie sich sehr oft nur zu Frauen hingezogen fühlt - und Männer daher abprallen lassen kann wie Insekten an ihrer Windschutzscheibe.

Sie spielt mit ihnen - nutzt sie aus, macht oft Karriere, hat Erfolg, obwohl sie gar kein Sexbomben-Klischee verkörpert.

Sie hat weder lange Wimpern, große Brüste und breite Hüften mit Sanduhrtaille, sie schaut völlig unauffällig aus,
und wenn wir uns konzentrieren und genauer hinsehen, sehen wir fast einen Mann.

Ein hochanziehender und explosiv wirkender Ersatz für denjenigen Mann, der es nicht schafft, seiner Weiblichkeit nachzugehen, indem er diesen Teil seiner Identität mit einem Mann lebt, oder, und das ist noch fataler, Männer interessieren und reizen ihn ganz und gar deshalb nicht, weil er vielleicht homopob ist, sondern es könnte sein,
dass sein weiblicher Anteil eine lesbisch-weibliche Identität für ihn bedeutet, dass beide Seiten seines Gehirns,
die männliche und weibliche, nach Frauen Ausschau hält, wenn der weibliche Anteil überwiegt, kommt die lesbische Komponente ins Spiel, und wenn er als lesbische Frau, die seine Identität ja abbildet, sich nach einer Frau sehnt,
die führt, die ihn dominiert, eine androgyne burschikose Frau, eine Art Tomboy, oder butch-femme,
die die männliche Rolle innehat, ist die androgyne Frau wieder für ihn die Erfüllung.

Eine androgyne Frau, hat eine extrem starke Anziehungskraft auf diese Männer mit starkem weiblichen Aspekt,
genauso stark wie die Anziehungskraft falsch zugewiesener Frauen auf diese Männer ausübt,
deren Körper bis auf den verbleibenden Penis, denen einer Frau entspricht.

Sie können damit die weibliche Seite dieser Männer triggern, ohne dass diese sich outen müssen.
Und die Anziehungskraft von falsch zugewiesenen Frauen mit Penis und androgynen Frauen auf diese Männer ist um
dieses Maß grösser im Vergleich zu der Anziehungskraft weiblich wirkender Frauen, je grösser seine weibliche Seite ist.

Die weibliche Frau triggert nur eine Seite, seine männliche, die androgyne Frau beide Seiten und erfasst seine gesamte Identitäts-Gefühls-Schnittstelle.
Deshalb wird er die vermeintlich für andere hübschere Frau sitzen lassen, und sich der anderen Frau,
die wenig auffällige weibliche Merkmale aufweist und sich eher männlich gibt, zuwenden.

Nein - es fällt bei einer androgynen Frau komplett weg:

Das Outen dieser Männer gegenüber der Gesellschaft, und gegenüber sich selbst, was zur Folge hätte,
dass sie an ihrer Verdrängung arbeiten müssten, oder beides.

Und genau das Umschiffen der eigenen Probleme, funktioniert mit einer androgynen Frau nochmals besser als mit einer falsch zugewiesenen Frau mit Penis.

Eine androgyne Frau wird in der Gesellschaft als vollwertige Frau gesehen, obwohl sie sehr männlich wirken kann,
die falsch zugewiesene Frau, sollte bekannt sein, dass sie ihren Penis noch hat, wird in der Regel nicht als Frau anerkannt, hinter vorgehaltener Hand ist sie ein Mann, und der Mann, der sich mit ihr einlässt, läuft Gefahr, für schwul gehalten zu werden.

Wenn sie kein entsprechene Passing hat, würde nicht mal der Penis eine Rolle spielen, dann wird sie sofort als Tunte wahrgenommen, als Partner ein absolutes NoGo für einen Mann, der nicht outingbereit ist.

Eine androgyne Frau ist daher für ihn das Objekt der Begierde.


Wir sehen das Phänomen, dass diese These bestätigt, in einem stark patriarchen System:
Es war z.B. noch vor hundert Jahren ein NoGo, wenn eine Frau mit höherem Status männliche Attitüden zeigte,
kurze Kleider trug, in der Öffentlichkeit rauchte oder trank.
Damit wurde automatisch der Mann gleich mitdiskreditiert, der sich mit dieser Frau so zeigte.

Einer Frau diese "männlichen Hoheitsrechte" einzuräumen,
war ein direkter Angriff,
auf das souveräne Männlichkeitszertifikat,
dass für das Einhalten jedes patriarchen Verhaltenskodex ausgestellt wird.




Indizes:
Sichtbarmachung von Gehirngeschlechtern / Identitätsgeschlechtern - FYG0004


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Lawrence Alma-Tadema
1909
eine weibliche Identität kann, muss sich aber nicht durch eine Vagina bestätigt wissen
http://www.freeyourgender.de

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